„Die Resonanz war spürbar besser als in den Vorjahren“

Die Gemeinde Oberrot hat sich bewusst für den „Tag der deutschen Einheit“ als Termin für den Krämermarkt entschieden. Bürgermeister Daniel Bullinger sieht darin Vorteile.

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  • In Oberrot ist man davon überzeugt, dass sich der Krämermarkt an einem Feiertag etablieren wird. Den Marktbeschickern sei der Termin egal, die beteiligten Vereine haben es an diesem arbeitsfreien Tag aber deutlich einfacher, Mitglieder zu mobilisieren. 1/2
    In Oberrot ist man davon überzeugt, dass sich der Krämermarkt an einem Feiertag etablieren wird. Den Marktbeschickern sei der Termin egal, die beteiligten Vereine haben es an diesem arbeitsfreien Tag aber deutlich einfacher, Mitglieder zu mobilisieren. Foto: 
  • Bürgermeister Daniel Bullinger freut sich auf die für den Krämermarkt geplante Spendenübergabe. Das Geld soll in den Jugendaustausch zwischen der Rottalgemeinde und Schülern aus der Schweizer Part­nerkommune Zweisimmen investiert werden. 2/2
    Bürgermeister Daniel Bullinger freut sich auf die für den Krämermarkt geplante Spendenübergabe. Das Geld soll in den Jugendaustausch zwischen der Rottalgemeinde und Schülern aus der Schweizer Part­nerkommune Zweisimmen investiert werden. Foto: 
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In Oberrot war traditionell an jedem ersten Montag im Oktober Krämermarkt. Im vergangenen Jahr fiel dieser Termin zum ersten Mal auf einen Feiertag. Die Resonanz auf die Veranstaltung am „Tag der Deutschen Einheit“ war allerdings überraschend positiv. So hat sich die Gemeinde nun entschieden, am 3. Oktober als Veranstaltungstag festzuhalten. Bürgermeister Daniel Bullinger ist vom Konzept überzeugt. Es bietet auch den Vereinen Vorteile.

Der Gemeinderat hat beschlossen, dass der Krämermarkt in Oberrot künftig immer am 3. Oktober und damit am Feiertag der Deutschen Einheit stattfinden soll. Was waren die Argumente für die Entscheidung?

Daniel Bullinger: Die Resonanz auf die Ausgabe 2016, die an einem 3. Oktober stattfand, war spürbar besser als in den Vorjahren. Beim FC Oberrot, der die Bewirtung beim Krämermarkt übernimmt, konnte an diesem Feiertag einfacher Personal gewonnen werden. Zuletzt war die Resonanz unter den Händlern auf die Frage, ob der Markt immer am 3. Oktober stattfinden soll, durchweg positiv.

Kann ein Markttag an einem gesetzlichen Feiertag stattfinden? Liegt die Genehmigung vor?

Ja, das ist möglich. Die Änderung wurde beantragt und inzwischen vom Landratsamt genehmigt.

Was sagen die Händler dazu, wie viele haben sich für den diesjährigen Krämermarkt angemeldet?

Die Resonanz ist positiv. Stand heute liegen 30 Anmeldungen vor. Davon haben wir 21 eine Zusage erteilt.  Im Vorjahr hatten wir 26 Anfragen. Gerne können sich aber noch Händler und Kunsthandwerker bewerben, soweit das Warenangebot nicht bereits ausreichend auf dem Markt vorhanden ist. Absagen erteilen wir zum Beispiel dann, wenn ein Händler sich zwar angemeldet hat, aber in der Vergangenheit regelmäßig nicht erschienen ist.

Die gesamte Veranstaltung soll etwas kompakter über die Bühne gehen. Welche Öffnungszeiten gelten künftig?

 Künftig gilt statt 9 bis 18 Uhr 11 bis 17 Uhr. Hintergrund ist, dass die ersten Stunden erfahrungsgemäß eher schlecht besucht waren. Weiter kann der Markt mit etwas weniger Personaleinsatz seitens der Gemeinde auskommen. Zuletzt sahen wir uns deswegen auch in der Lage, die Marktgebühren noch etwas zu senken.

Der Markt soll auch weiterentwickelt werden und Leben in den Ortskern bringen. Wie soll das geschehen?

Langfristiger Wunsch ist es, den Kern der alten Ortsmitte vollständig in den Krämermarkt miteinzubinden. Eine Idee für die Zukunft ist ein Flohmarkt auf der Rottalstraße. Hierzu wollen wir dieses Jahr die Meinung der Händler erfahren. Auch öffnet zum Beispiel dieses Jahr das Äskulap-Infozentrum in Abstimmung mit uns, was eine weitere Belebung bringt. Hier danken wir Frau Fassbender für das Entgegenkommen.

Welche Vereine und Institutionen werden sich noch an dem Markt beteiligen?

Beteiligt sind am Markt der Forst, der FC Oberrot, die Pfadfinder, der Heimatverein und die Jagdhornbläser. Denkbar wäre aus meiner Sicht noch eine Beteiligung der Bücherei und der Schule in den Folgejahren. Beteiligt sind in diesem Jahr auch die Künstler und Handwerker der Gemeinde, da wir an diesem Tag das Rathaus für Besucher der diesjährigen Kunst- und Handwerkerausstellung öffnen werden. Besuchen wird uns in diesem Jahr auch zum wiederholten Mal der Freundeskreis des Panzergrenadierbataillons 302 aus Ellwangen. Die Gemeinde Oberrot war bis zur Auflösung des Bataillons Patengemeinde dieser Einsatzeinheit. Hier lade ich auch alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, die Begegnung mit den Kameraden zu suchen und alte gemeinsame Erinnerungen aufzufrischen.

Haben sich die Pfadfinder wieder etwas Besonderes ausgedacht?

Die Pfadfinder waren im letzten Jahr zum ersten Mal dabei und haben eine Krämermarkt-Rallye veranstaltet. Eine Beteiligung der Pfadis ist eine Bereicherung.

Was ist für Kinder geboten?

Letztes Jahr hatten wir ein Trampolin. In diesem Jahr werden wir das Spielmobil des Landkreises vor Ort haben. Dann gibt es, wie gesagt, wieder eine Krämermarkt-Rallye.

Die Förderstiftung zur Bürgerstiftung möchte eine Spende übergeben. Was genau ist dabei angedacht?

Die Förderstiftung hat dank der Unterstützung der Sparkasse die Möglichkeit, in den ersten drei Jahren einen Betrag von 2000 Euro an unterstützenswerte Projekte auszuschütten. Von Seiten der Verantwortlichen hat man sich entschieden, den Schüleraustausch zwischen Zweisimmen und Oberrot in diesem Jahr zu fördern. Die symbolische Übergabe des Schecks findet am Nachmittag des Krämermarktes statt.

Wann kommen die Freunde aus der Schweiz?

Die Schüler aus Zweisimmen kommen in Begleitung von Gemeindepräsident Ueli Zeller, der gleichzeitig Lehrer ist. Sie werden in der Kalenderwoche 39 zu Gast sein. Angedacht sind mehrere Begegnungen zwischen den Schülern aus Zweisimmen und Oberrot durch zum Beispiel einen Besuch des Schulalltags in Fichtenberg und Oberrot, ein gemeinsamer Ausflug oder gemeinsame sportliche Aktivitäten. Den Verantwortlichen der beiden Gemeinden ist es wichtig, dass sich die junge Generation im Rahmen dieser Begegnung näher kennenlernt. Für die kooperativen Gespräche der Verantwortlichen in den Schulen möchte ich mich hier bedanken. Weiter auch bei der Ebersberger Sägemühle, in der unsere Freunde aus Zweisimmen übernachten werden.

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