„Das ist ein richtiger Wurf, der uns da gelingt“

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  • So soll sich „der See“ zwischen B 298 und Kocher in die Landschaft einfügen. Nahe des linken Ufers ist der schwimmende Biofilter platziert, das Quadrat in Richtung Kocher markiert die Naturwärmespeicher-Pilotanlage.  Grafik: Naturspeicher GmbH 1/2
    So soll sich „der See“ zwischen B 298 und Kocher in die Landschaft einfügen. Nahe des linken Ufers ist der schwimmende Biofilter platziert, das Quadrat in Richtung Kocher markiert die Naturwärmespeicher-Pilotanlage. Grafik: Naturspeicher GmbH Foto: 
  • Ideengeber und Projektentwickler Alex­ander Schechner. 2/2
    Ideengeber und Projektentwickler Alex­ander Schechner. Foto: 
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Obwohl er, wie er sagt, immer versuche, bescheiden zu bleiben bei der Darstellung des Projekts, hat Alexander Schechner an diesem Mittwochabend im Gaildorfer Gemeinderat doch Mühe, seine beinahe euphorische Stimmung zu unterdrücken: „Das ist ein richtiger Wurf, der uns da gelingt!“ Der Entwickler des Energieprojekts Naturstromspeicher und Mitgeschäftsführer der Naturspeicher GmbH berichtet gemeinsam mit Projektleiter Johannes Kaltner (Max Bögl Wind AG) über den Stand der Dinge – und das weltweit positive Echo auf das innovative Vorhaben.

Demzufolge geht der Bau der Wasserbecken an den vier Standorten für die Windkraftanlagen auf der Höhe zügig voran. Damit einher gehen Pläne zur Verbesserung der Situation am und im Unterbecken in der Kocher­aue, kurz „der See“ genannt und laut Schechner „das Gesicht des Kraftwerks“, das – weil etwa 20 Meter tief in die Erde gebaut – später kaum zu sehen sein wird. Dieses Gewässer mit „flacher Regelböschung“ soll einmal als Wärme­energie-Quelle genutzt werden. „Eine geniale Idee“, findet Bürgermeister Frank Zimmermann. Sozusagen als Nebenprodukt könnte die Anlage auch der Nah­erholung dienen – jedoch nicht als Badesee, schon gar nicht als „aquatischer Lebensraum“ für Fische oder andere Lebewesen.

Neu ist die Idee, den anfallenden Aushub – von 385 000 Tonnen ist die Rede – nicht wie geplant zur Erddeponie Obersontheim zu karren, sondern für eine Modellierung des Geländes rund um den See zu verwenden. Die Vorteile laut Schechner und Kaltner: Die Gesamtstrecke der ursprünglich kalkulierten Lasterfahrten reduziert sich drastisch – von 577 000 auf 21 000 Kilometer.

Neues gibt es mit Blick auf die Druckrohrleitung vom See in Richtung Windpark: Die Wasserführung werde durch die Kunststoffrohre sicherer und umweltfreundlicher. Durch eine neuartige Rohrverlegetechnik könnten auf der angepassten Trasse bis zu 70 Meter am Tag geschafft werden. Erforderlich wird ferner ein neues Umspannwerk für die Einspeisung des Stroms ins öffentliche Netz. Ein Anschluss ans bestehende Werk ist aus rechtlichen Gründen unmöglich.

Eine Reihe von Detailfragen haben Schechner und Kaltner zu beantworten. Und auch einen kritischen Seitenhieb von Offene-Liste-­Stadtrat Bernhard Geißler zur Kenntnis zu nehmen: „Ob diese Opfer der Natur tatsächlich zu rechtfertigen sind“, so Geißler, „werden die folgenden Jahre zeigen.“ Dem wiederum setzt Schechner entgegen, in Gaildorf werde künftig die Menge an umweltfreundlichem Strom produziert, für die man bislang jährlich 25 000 Tonnen Kohle benötigt.

Windkraftanlagen Baubeginn war im April, die Fertigstellung ist für Dezember 2017 geplant.

Ein- und Auslaufbauwerk Das Projekt wurde in diesem Monat begonnen und soll im Juni 2017 fertig sein.

Druckrohrleitung Im Juli 2017 soll mit dem Verlegen der Leitung begonnen werden, um im Oktober 2018 damit fertig zu sein.

Pumpspeicherkrafthaus Im März 2017 ist planmäßiger Baubeginn. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis August 2018 dauern.

Düker Für die Unterquerung des Kochers per Düker ist der Zeitraum von Mai bis Juli 2017 ins Auge gefasst.

Unterbecken Der „See“ entlang der Bundesstraße 298 wird von Mai 2017 bis August 2018 angelegt.

Umspannwerk Von Juni bis November 2017 werden die Anlagen gebaut.

Inbetriebnahme Die Windkraftanlagen sollen im Dezember 2017 in Betrieb gehen, das Gesamtkraftwerk im Dezember 2018. kmo

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Kommentare

05.12.2016 10:50 Uhr

... aus rechtlichen Gründen unmöglich

"Erforderlich wird ferner ein neues Umspannwerk für die Einspeisung des Stroms ins öffentliche Netz. Ein Anschluss ans bestehende Werk ist aus rechtlichen Gründen unmöglich."

Was könnten diese 'Rechtlichen Gründe' sein? Das ENBW sich zu einem 'Naturstrom-Schwindel' nicht beteiligen möchte oder kann? Weil ein 'Naturstrom-Schwindel' in der Bilanz einer 'auskunftspflichtigen EVG' nicht verdeckt werden kann?

Und dann wären wir auch gleich bei unserer Bürgergenossenschaft Naturstromspeicher e.G. angekommen: Warum bekommen die Genossen nicht die Bundesförderung und die Planungsvorteile, wie es richtig wäre! Und die suchen dann den richtigen Lieferanten? Einen der Naturstromspeicher kann und bereit ist das Bau- und Umweltrecht auch im Limpurger Land ein zu halten?

Wo ist der Naturstromspeicher? (günstiger Naturstrom? Ökologie? Umwelt? Unsere Kinder?)
Wo sind die relevanten Voruntersuchungen, die von allen Seiten genannt wurden?
Wo ist die naturnahe Ausgleichsflutmulde? (kostenloser, fremder Ausgleich)
Wo ist der eigene, lokale Ausgleich für den Graustrom-Pumpspeicher?
Wo sind die Beteiligungsmöglichkeit in Gaildorf?
Wo sind die millionenfachen Vorteile für Gaildorf?
Was liefert der Graustromspeicher an die Stromkunden, Umwelt und Steuerzahler?

...
http://GRAUSTROMSPEICHER.kochertal.net
http://NATURSPEICHER.kochertal.net/
http://NATURWAERMESPEICHER.kochertal.net
http://NATURVERSORGUNG.kochertal.net
http://NATURSTROMSPEICHER.kochertal.net

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30.11.2016 08:56 Uhr

Warum so hinterhältig, so dumm, so abwegig und so teuer?

Baut doch einfach den 'Naturstromspeicher', den Gaildorf 2011 'wählen' durfte!
Doch zuvor gehören die stadteigenen Grundstücke, die Ausgleichsflutmulde, die Konditionen und der 'projekteigene' Ausgleich geklärt.
Wann kommt der 'Bauantrag-Naturstromspeicher', der die geltenden Standards einhält?
Einhält was unsere Bürgermeister, Pückler-Stiftung und der 'Naturstromspeicher' für den Fall einer bürgerlichen Zustimmung 2011/12 zugesichert haben.

Wo ist der Naturstromspeicher? (günstiger Naturstrom? Ökologie? Umwelt? Unsere Kinder?)
Wo sind die relevanten Voruntersuchungen, die von allen Seiten genannt wurden?
Wo ist die naturnahe Ausgleichsflutmulde? (kostenloser, fremder Ausgleich)
Wo ist der eigene, lokale Ausgleich für den Graustrom-Pumpspeicher?
Wo sind die Beteiligungsmöglichkeit in Gaildorf?
Wo sind die millionenfachen Vorteile für Gaildorf?
Was liefert der Graustromspeicher an die Stromkunden, Umwelt und Steuerzahler?

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26.11.2016 11:17 Uhr

Euphorie?

Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit dieser Anlage ist hochinteressant und dürfte durchaus auch einmal seitens der Rundschau thematisiert werden. Das allerdings würde eine unabhängige Recherche voraussetzen und wäre sicher etwas aufwändiger als das bloße Wiederholen der Werbeversprechen der Projektplaner und der Baufirma.
Wenn man für den Bau der 4 Windräder (ohne Berücksichtigung der Zusatzkosten durch die breiten Turmfüße) ca. 25 Millionen ansetzt, dürfte man größenordnungsmäßig richtig liegen.
Dann bleiben ungefähr 50 Millionen Kosten für den Bau des Pumpspeichers.
Wenn man diese Kosten, bezogen auf die gleiche Speicherkapazität oder Leistung vergleicht mit sämtlichen anderen derzeit (noch) geplanten Pumpspeichern in Deutschland, stellt man fest, dass die Kosten hier mindestens zwei- bis 3 fach höher sind. Und schon die anderen Projekte werden reihenweise auf Eis gelegt, weil sie sich wirtschaftlich in keiner Weise rechnen würden (zum Beispiel der Pumpspeicher der SWU bei Ulm).
Bei aller Begeisterung für potentiell neue Technik sollte wohl auch die Wirtschaftlichkeit einer Anlage mit in die Betrachtung einbezogen werden.
Hier sind massive Zweifel angebracht.
Dies ist natürlich vor allem ein Thema für die Investoren.
Jeder Bürger und jede Kommune sollte sich aber mehr als nur genau überlegen, ob es sinnvoll ist, ggf. in ein solch wirtschaftlich hochriskantes Projekt einzusteigen.
Die mehr als 7 Millionen Bundeszuschuß, also Geld der Bürgerinnen und Bürger, jedenfalls sind schon ausgegeben.
Fragen der Ökologie und des Naturschutzes sind hier noch gar nicht angesprochen. Nicht jeder ist begeistert, dass hier Windräder mit eine Weltrekordhöhe in den Wald gestellt werden.

Sind Pumpspeicher wirtschaftlich sinnvoll? Nicht wirklich.

Zum Nachlesen:

http://psw-blautal.de/uploads/tx_z7teasereffekt/pm-psw_blautal_projektaufgabe_01.pdf

http://www.tageswoche.ch/de/2016_33/schweiz/726945/

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/wirtschaft/detail/-/specific/Pumpspeicher-lohnen-sich-nicht-Investoren-der-Anlage-Schmalwasser-warten-ab-1140896047

Man darf auf die weitere Entwicklung sehr gespannt sein.

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Mit dem Pilotprojekt "Naturspeicher Gaildorf" entsteht in Gaildorf eine technologische Innovation. Der Naturspeicher verbindet Windkraft mit Wasserkraft.

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