Was macht "SHA" im "OAL"-Kreis?

Beim Anblick des Fuhrparks des Schlosshotels Hopferau bei Füssen stutzt der Tourist aus dem nördlichen Baden-Württemberg: Alle Autos sind in Schwäbisch Hall zugelassen. "SHA" statt "OAL"?

HANS GEORG FRANK |

Beim Anblick des Fuhrparks des Schlosshotels Hopferau bei Füssen stutzt der Tourist aus dem nördlichen Baden-Württemberg: Alle Autos sind in Schwäbisch Hall zugelassen. "SHA" statt "OAL"?

Des Rätsels Lösung deutet sich schon dank der Aufschrift der Kennzeichenhalterung an: "Bera" ist dort in grünen Buchstaben zu lesen. Endgültige Klarheit schafft die auskunftsfreudige Dame in der Rezeption. Hotelbesitzer sei "Herr Rath aus Schwäbisch Hall". Gemeint ist der diplomierte Wirtschaftsingenieur Bernd H. Rath, Gründer und Chef des auf Personaldienstleistungen spezialisierten Unternehmens, das seit 2002 existiert und mehrfach ausgezeichnet wurde.

Unweit des Hopfensees und nur 13,5 Kilometer von Schloss Neuschwanstein entfernt hat Rath das älteste Schloss des Ostallgäus gleichsam gerettet. Die Geschichte des markanten Baus im 15 000 Quadratmeter großen Park reicht bis ins Jahr 1468 zurück. Nach mehreren Besitzerwechseln nahm sich 1999 eine Stiftung des Schlosses an. Es entstand eine Kulturstätte samt Wirtschaft und Beherbergungsbetrieb.

Richtig in Schwung kam die 14-Zimmer-Herberge freilich erst durch den Einstieg Raths vor drei Jahren. Das Hotel ist beliebt bei Hochzeitspaaren, bei Kulturfreunden dank der Konzerte im Treppenhaus, aber auch bei Technikfreaks, die sehen wollen, wo im April 1945 der Computererfinder Konrad Zuse nach der Flucht aus Berlin seinen legendären Rechner "Z 4" in Sicherheit gebracht hatte.

Das Schlosshotel beherbergt nicht nur Erholungssuchende, hier tanken auch Mitarbeiter bei Seminaren und Tagungen neue Kraft. Für alle gilt eine Lebensweisheit, die über dem Fenster einer der gemütlichen Gaststuben festgehalten wurde: "Trink so lang der Becher winkt, nütze deine Tage, ob du morgen auch noch trinkst, das ist eine Frage."

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