SO EBBES
Der Ottendorfer Rainer Binder ist schon ein außergewöhnlicher Mensch. So passt es zu ihm, dass er nicht seinen 79. Geburtstag gefeiert hat, sondern den Einstieg in sein 80. Lebensjahr. Im Barocksaal der "Krone" in Hessental waren die Tische festlich gedeckt, als die Gäste dem Jubilar gratulierten und seine Margot begrüßten. Wer gekommen war, hatte eine enge Beziehung zu Rainer, oft ein Band der Dankbarkeit. Vielen hatte er mit seiner Heilungsgabe geholfen, als die Ärzte nicht mehr weiter wussten. Da hörte man von einer Ärztin aus München, die mit Lungenkrebs Tag um Tag nach Ottendorf gefahren war und dann berichtete, dass sie wieder Gebirgswanderungen unternehmen konnte. Eine Gastwirtsfrau aus Stuttgart erzählte strahlend, dass Rainer sie vor Jahren von Schmerzen dauerhaft befreit habe. Als Grundlage seines Wirkens, das als "mara BPS" bekannt ist, nennt er die Quantentheorie.
Ein anderer Bezug ist die Zauberei. "Rainer hat vielen von uns beim Zaubern geholfen", schwärmte Martin Hoppe. Beim Magischen Zirkel war Rainer der Prüfer einer Dame gewesen, die aus einem leeren Tuch eine Sektflasche zog und daraus drei Gläser mit verschiedenfarbigen Flüssigkeiten füllte. Sie frappierte das Publikum mit Variationen der Tücherzauberei. Harry Keaton scharte das Publikum dicht um sich, als er seine atemberaubenden Künste demonstrierte. Da ließ er Rainer und Margot je eine Karte ziehen, signieren und wieder in die Stöße stecken. Als er die Stöße auffächerte, hatte sich die jeweilige Karte umgedreht. Beide Stöße zusammen gefügt und aufgefächert, da waren die beiden Karten zu einer einzigen verschmolzen. Getrennt saß Harry von einem Gast aus dem Publikum. Jeder schrieb seine Initialen auf eine Schiefertafel, der Gast zeichnete auf die Rückseite noch ein Bild, und die Tafeln wurden getrennt eingetütet. Nach einem Zauberspruch waren die beiden Rückseiten vertauscht. "Der nennt sich nur Keaton, tatsächlich ist er Harry Potter incognito, denn er kann wirklich zaubern", staunte ein Zuschauer.
Viele wollten mit ihren Künsten dem Jubilar danken. Da war Susanne Leineweber aus Berlin gekommen, um Rainer und seine Gäste mit Spitzentanz und Zauberei zu begeistern, zuletzt mit schwingenden Bändern zu Milvas Song "Hurra, wir leben noch". Und Keatons Assistentin riss das Publikum mit einem Lied zu prasselndem Applaus hin. ted
Mittlerweile hat die am 23. November in Hall vom Audi-Dienstwagen des Bundespräsidenten Horst Köhler tot gefahrene Taube (wir haben über den Vorfall berichtet) sogar Weltberühmtheit erlangt. Hans Kumpf entdeckte per Zufall, dass sein Foto bei Google-Maps ins Internet gestellt wurde. Wer dort den Haller Markplatz sucht, findet auch ein Bild von dem auf dem Pflaster verendeten Federvieh - unter http://www.panoramio. com/photo/29959494. haku
Im ersten "So ebbes" 2010 wollen wir uns noch einmal die letzte Ausgabe 2009 zur Brust nehmen: Die RUNDSCHAU wünschte ihren Leserinnen und Lesern allen Ernstes für "2009" alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit. Das sollte natürlich 2010 heißen. Allen, die uns augenzwinkernd und mit tröstenden Worten auf diesen peinlichen - seufz! - Lapsus hingewiesen haben, besten Dank! Und denen, die uns mit Hohn und Spott überschütteten, gratulieren wir dazu, dass sie stets fehlerfrei durchs Leben stolzieren. Nix für ungut! ;-) kmo
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02.01.2010
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