Mitleidlos erpresst

Gmünd/Gschwend.  Über fast zwei Jahre hinweg wurde ein heute etwa 20-jähriger Mann erpresst, genötigt und körperlich misshandelt, bis er den Weg zur Polizei fand.

Die Ermittlungen der Spraitbacher Polizei, erbrachten erste Anhaltspunkte auf die Stichhaltigkeit der erstatteten Anzeige. Die weiterführenden Ermittlungen von Schutz- und Kriminalpolizei ergaben darüber hinaus den Verdacht, dass der Tatverdächtige, teilweise unter wechselseitiger Beteiligung zweier 17- und 20- jähriger Mittäter oder Gehilfen in ähnlicher Weise gegen zwei weitere Opfer vorgegangen ist. Der Haupttatverdächtige hatte sich demnach gezielt Opfer aus seinem weiteren persönlichen Umkreis ausgewählt, von denen er annahm, dass sie ihm sowohl intellektuell, als auch körperlich unterlegen waren. Nach den polizeilichen Ermittlungen nötigte er die Opfer, jeweils unter Androhung und Anwendung von körperlicher Gewalt dazu, ihm Bargeld oder ihre EC-Karten, mitsamt des zur Barabhebung benötigten Pins auszuhändigen. So wurde neben dem jüngeren Opfer auch Mann um die 50 über Monate hinweg wiederholt aufgesucht und erpresst.

Die Wohnorte von Täter und Opfer will Staatsanwalt Burger aus Gründen des Opferschutzes nicht nennen, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. Auf der Liste der Straftaten, die die Polizei dem Hauptverdächtigen derzeit anlastet, befinden sich neben einer Unterschlagung und drei Diebstählen auch sieben einzeln benennbare räuberische Erpressungen. Unter den derzeit bekannten Opfern ist sich auch ein 90-jähriger Mann, dem der an sich gewaltbereite Täter im Laufe eines auf der Straße aufgedrängten Gesprächs trickreich eine Aktentasche gestohlen hatte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen erging Haftbefehl gegen den Hauptverdächtigen, der daraufhin vor kurzem in seiner Wohnung festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert werden konnte.


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20.03.2010

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