Eine der größten Gefahren der digitalen Welt
Gaildorf. Um "Cyber-Mobbing" ging es kürzlich in einem Workshop am Gaildorfer Gymnasium. Die Eltern wurde zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.
Die sechsten Klassen des Schenk-von-Limpurg-Gymnasiums absolvierten kürzlich einen zweistündigen Workshop zum Thema "Soziale Netzwerke und Cyber-Mobbing". Eine Informationsveranstaltung mit dem gleichen Titel fand am Abend für die Eltern statt.
Eine Sozial- und Medienpädagogin des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg stellte die Chancen aber Gefahren der heutigen Medienlandschaft und des übermäßigen Medienkonsums dar. Sehr deutlich wurde die Notwendigkeit der Aufklärung von elterlicher Seite.
Die Jugendlichen von heute seien "digital natives", also Einheimische der digitalen Welt, erläuterte die Dozentin, wohingegen Eltern als "digital immigrants", Einwanderer, bezeichnet werden und somit meist nicht bewandert seien im Umgang mit sozialen Netzwerken wie zum Beispiel facebook.
Mit eine der größten Gefahren der digitalen Welt ist das Cybermobbing, das in der Anonymität des Internets und nicht in öffentlichen Räumen wie beispielsweise Schulhöfen stattfindet.
Obwohl der Begriff "Cyber-Mobbing" vom Gesetzgeber in der Rechtssprechung noch nicht verwendet wird, beinhaltet der Tatbestand des "Cyber-Mobbing" Aspekte der Verleumdung oder Nötigung, die verboten sind und geahndet werden.
Der Workshop diente dazu, die Schüler stark zu machen, damit sie in Fällen von Cyber-Mobbing in ihrem Umfeld eingreifen können und nicht zu Opfern, Mitläufern oder gar Tätern werden.
Der Workshop sowie die Informationsveranstaltung für die Eltern sind Teil des Projekts "101 Schulen", das auf Initiative des Kindermedienlands Baden-Württemberg ins Leben gerufen wurde.
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Autor: SWP | 09.02.2012
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