Echte Premiumqualität aus dem Limpurger Land
Manfred Schust und Hans Beißwenger, zwei engagierte Imker aus dem Limpurger Land, dürfen sich über Gold freuen: Ihrem Waldhonig ist dieser Tage "Premiumqualität" bescheinigt worden.
Autor: HB |Bei der Honigprämierung des Landesverbands Württembergischer Imker in Biberach an der Riss sind vom Bezirksimkerverein Gaildorf auch ein Waldhonig von Hans Beißwenger aus Untergröningen und Manfred Schust aus Adelbach mit einem ersten Preis in Gold ausgezeichnet worden, die höchste Anforderungen erfüllen.
Nach der Neufassung der Leitsätze für Honig im Deutschen Lebensmittelbuch und Veröffentlichung im Bundesanzeiger im Juli 2011 ist die Auslobung von Honig höchster Qualität mit der Bezeichnung "Auslese" oder "Premium" mit Qualitätskennzahlen verbunden. Damit finden die Bemühungen der Region Hohenlohe-Schwäbischer Wald für eine Abgrenzung und Verbesserung der Vermarktung nicht nur ihre Anerkennung, sondern auch die Verpflichtung, diese Qualitätsmerkmale zu gewährleisten.
Honig nach der allgemeinen Honigverordnung darf maximal einen Wassergehalt von 20 Prozent und einen HMF-Wert (Hydroxymethylfurfural) von maximal 40 mg/kg (Milligramm/Kilogramm) haben, der die Wärmeschädigung ausweist. Für die sogenannte Invertaseaktivität gibt es in der allgemeinen Honigverordnung keine Festlegung. Invertase ist ein Enzym, das die Bienen dem eingetragenen Nektar bei der Umarbeitung zu Honig beifügen. Es gilt als Maß für die Naturbelassenheit, gibt Auskunft über den Reifegrad des Honigs und die Honigbehandlung durch den Imker bei der Ernte und Lagerung.
Honig unter dem Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes darf mit der Bezeichnung "Auslese" oder "Premium" nur einen Wassergehalt von 18 Prozent aufweisen, einen HMF-Wert von maximal 15 mg/kg bei "Auslese" und bei "Premiumhonig" von 10 mg/kg. Bei der Invertaseaktivität mindestens 60 Units/kg bei der "Auslese" und bei "Premium" mindestens 85 Units/kg. Soweit die Vorschriften.
Von zurzeit insgesamt rund 10 000 Imkern wurden 134 Honigsorten aus Württemberg einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Durch die Erfassung der Pollenhäufigkeit lässt sich die Sortenvielfalt und botanische Herkunft des prämierten Honigs genau feststellen. Neben einer großen Anzahl Wald-, Tannen- und Blütenhonigs wurden bei der Prämierung in Biberach auch seltene Sorten von Linde, Akazie und Götterbaumhonig ausgezeichnet.




