Das Notariat in Gaildorf soll 2018 geschlossen werden
Gaildorf.
Das Justizministerium sieht ab 2018 für Gaildorf kein Notariat mehr vor. Das geht aus einem Brief hervor, den Justizminister Rainer Stickelberger am 1. Februar an den CDU-Landtagsabgeordneten Helmut W. Rüeck geschickt hat. Rüeck hatte sich in Sachen Notariatsreform am 10. Januar schriftlich an den Justizminister gewandt. Die Antwort sei "für mich sehr unbefriedigend" schrieb er gestern zurück. Stickelberger begründet die geplante Schließung des Notariats mit "erheblichen Bedenken gegen die Wirtschaftlichkeit des Standorts". Die Zahl der Urkundsgeschäfte lägen am unteren Schwellenwert, die Einwohnerzahl sogar darunter. Als Schwellenwerte werden 2000 Urkundsgeschäft und 22 000 Einwohner angegeben, ein Einzelfällen genügen 15 000 Urkundsgeschäfte und 15 000 Einwohner. Die Pläne hinsichtlich der Standortkonzeption seien freilich noch nicht abgeschlossen, schreibt Stickelberger und versichert, dass man sich mit Rüecks Anregungen und Argumenten auseinandersetzen werde.
Laut Rüeck darf Gaildorf nicht isoliert betrachtet werden. Die Schenkenstadt sei vielmehr das historisch gewachsenes Zentrum des Limpurger Lande und bilde mit den Gemeinden Fichtenberg, Oberrot und Sulzbach-Laufen einen Raum mit 22 000 Einwohnern. Rechne man Gschwend hinzu, wo das Notariat ebenfalls entfallen soll, ergebe sich eine Einwohnerzahl von knapp 37 000 Menschen. Die Anforderungen für ein Notariat wären damit deutlich übererfüllt.
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Autor: RIF | 04.02.2012
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