50 Megabit für alle Haushalte

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Bürgermeister Dieter Zahn (Sulzbach/Murr, von links), Bürgermeister Reinhold Sczuka (Althütte), Norbert Barthle (CDU), Bürgermeister Armin Mößner (Murrhardt), Bürgermeister Christoph Jäger (Großerlach) und Christian Lange (SPD) bei der Übergabe des Bescheids.  Foto: 

Im Zuge der Bundesbreitbandförderung wollen die Stadt Murrhardt sowie die  Gemeinden Althütte, Großerlach und Sulzbach/Murr für eine zeitgemäße Infrastruktur zusammenarbeiten. Dies ist nun möglich, nachdem die Parlamentarischen Staatssekretäre und Bundestagsabgeordneten Nobert Barthle (CDU) und Christian Lange (SPD) in Murrhardt einen Förderbescheid über 8,1 Millionen Euro an die Bürgermeister übergeben haben. Die beiden Abgeordneten trugen sich bei dieser Gelegenheit auch erstmals in das Gästebuch der Stadt ein.

Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit ist die Deckung einer Wirtschaftlichkeitslücke, die einem privatwirtschaftlichen Betreiber entsteht, wenn er den Netz­ausbau selbst vorantreibt. Gerade im ländlichen Raum sei die Einrichtung einer zeitgemäßen Telekommunikationsinfrastruktur für die Anbieter nicht eigenwirtschaftlich, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Murrhardt. Diese Lücke soll durch den Bund mit der aktuellen Bundesbreitbandförderung, durch eine ergänzende Förderung des Landes Baden-Württemberg sowie durch Eigenfinanzierungsanteile der Städte und Gemeinden geschlossen werden.

Beim Land wird ein Förderantrag über 3,2 Millionen Euro gestellt. Die vier Kommunen beteiligen sich mit bis zu 4,9 Millionen Euro – je nach Ausschreibungsergebnis. Die Ausschreibung des Infrastrukturprojekts im Online-Portal des Bundes ist für die kommenden beiden Monate vorgesehen. Die Vergabe soll Anfang 2018 erfolgen. Mit den Bauarbeiten kann im Frühjahr begonnen werden. Die Inbetriebnahme des Breitbandnetzes ist schließlich für Dezember 2018 geplant.

Offener Zugang

Durch das Projekt sollen alle Haushalte und Unternehmen in den vier Kommunen, die mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde versorgt sind, nach der Bundesbreitbandrichtlinie zuverlässig mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden. Das sind insgesamt mehr als 3300 Haushalte und mehr als 400 Unternehmen. Gut ein Fünftel der Anschlüsse im Projektgebiet – insbesondere in Gewerbegebieten – soll sogar mit 100 Megabit oder mehr versorgt werden. „Ein offener und diskriminierungsfreier Zugang (Open Access) zu der errichteten Infrastruktur muss gewährleistet sein“, heißt es weiter in der Mitteilung. Das bedeutet, dass auch für andere Internet­anbieter der Zugang zum Netz frei sein muss.

Da die Stadt Murrhardt und die drei beteiligten Gemeinden in Sachen Internet ein gemeinsames Ziel verfolgen und Teilorte aneinander angrenzen, hat man sich zu einer interkommunalen Zusammenarbeit entschieden. Dabei profitieren die Kommunen auch von gemeinsamen Vorwahlbereichen. Der Stadt Murrhardt wird die Federführung für das Infrastrukturprojekt übertragen; sie ist für die vier Kommunen Zuwendungsempfänger. Der Personal- und Sachaufwand der Stadt wird anteilsmäßig zwischen den vier Kommunen verteilt.

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