Aus der Eiszeit: 40.000 Jahre alte Kunstwerke erleben

Der Historiker und Archäologe Johannes Wiedman berichtet in Gaildorf über Höhlen und Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb.

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Der Historiker und Archäologe Johannes Wiedmann.  Foto: 

Der Historiker und Archäologe des Urgeschichtlichen Museums in Blaubeuren sprach im Rahmen von „Das SvLG (Schenk-von-Limpurg-Gymnasium) im Gespräch“ in Gaildorf über die Eiszeitkunst in den Höhlen um Blaubeuren, die im Frühjahr in die Liste des Unesco-Welt­erbes aufgenommen wurden.

Wiedmann verglich frühere Grabungsmethoden, wie sie in den Höhlen der Täler von Lone, Blau und Ach von bedeutenden Archäologen wie Gustav Riek angewendet wurden, mit heutigen Vorgehensweisen.

Anschließend ordnete er die Funde in den zeitlichen Rahmen der Erdgeschichte ein. Er unterlegte seine Ausführungen mit zahlreichen Bildern, und noch anschaulicher wurde der Vortrag, als die Zuhörer Repliken der Funde in die Hand nehmen und sich an den hohen, klaren Tönen einer Vogelknochenflöte aus der Steinzeit erfreuen konnten. Flöten wurden einst aus Gänsegeier- und Schwanenknochen, aber auch aus Mammutelfenbein hergestellt. Der Schmuck und die Tierfiguren erstaunten durch ihre präzise Verarbeitung und die trotz ihrer Winzigkeit vorhandenen Verzierungen – und ihr Alter: etwa 40.000 Jahre. Der bekannte „Löwenmensch“ ist eine aufrecht stehende Figur mit Löwenkopf, über deren Zweck es viele Theorien gibt.

Am Ende des kurzweiligen und äußerst informativen Vortrags gab es viele Fragen, und es hat sich sicherlich mancher Zuhörer vorgenommen, selbst einmal nach Blaubeuren ins Urgeschichtliche Museum und in die Täler zu fahren. Die meisten der Höhlen sind frei zugänglich.

Info Dieser Text wurde uns vom Schenk-von-Limpurg-Gymnasium zur Verfügung gestellt.

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