Erdhügel für Radfahrer
Eislingen. Ein Gelände zur Nutzung mit Cross-Fahrrädern lässt die Stadt Eislingen modellieren. Der so genannte Dirtpark wird in der Verlängerung des Tälesweges in der Nähe des Basketballplatzes angelegt.
Derzeit ist es lediglich ein großer Erdhaufen, der zwischen Wiesen, Hecken und Obstbäumen am Tälesweg lagert. Hier möchte die Stadt Eislingen eine weitere Komponente ihrem familienfreundlichen Angebot hinzufügen, so die Stadtverwaltung. Demnächst können hier Kinder und Jugendliche mit ihren Fahrrädern durchs Gelände brausen, denn aus dem Dreckhaufen soll ein Dirtpark werden für Touren mit Cross- und Mountainbikes. Damit erweitert die Stadt das Freizeitangebot am Tälesweg: unweit des Erdhügels lädt schon ein Bolzplatz zum Kicken, auf einer geteerten Fläche kann Basketball gespielt werden, eine Schaukel und andere Spielgeräte stehen bereit. Wer die Natur genießen und sich auch über sie informieren will, kann auf den ökologischen Lehrpfad gehen.
Dabei soll es nicht bleiben: Peter Ritz (SPD) hätte beim Dirtpark gerne einen Barfußpfad angelegt. Das dazu gehörige Wasser könnte Barfußgängern und Crossradfahrern als gemeinsame Waschanlage dienen, schlägt der SPD-Fraktionsvorsitzende vor.
Die Erdhügellandschaft war bei den Haushaltsberatungen von den Grünen beantragt worden, zuvor hatte auch die Eislinger CDU die Errichtung des Dirtparks angeregt. Dementsprechend äußerten Mitglieder des Ausschusses für Technik und Umwelt keine Einwände gegen das Vorhaben, sondern gaben ein paar Anregungen. So schlägt Lothar Weccard (Grüne) vor, den Rat eines örtlichen Fahrradhändlers für die Gestaltung einzuholen. Manfred Strohm wünscht sich, dass die Jugendlichen auf Sauberkeit achten und Klaus Nickl (beide CDU) warnte vor den Steinen, die womöglich im Aushub liegen.
Erich Schwendemann indes erkundigte sich nach Planung und Finanzierung. Laut Herbert Fitterling hätte die Stadt dem Ausschuss gerne detaillierte Pläne vorgestellt, dies sei aber wegen des Zeitdrucks nicht mehr möglich gewesen. Denn die Stadt möchte die Erdhügel mit dem Aushub modellieren, der derzeit für den Bau der Turnhalle an der Silcherschule ausgegraben wird, erläuterte der Erste Beigeordnete. Deswegen ist die Erde schon an den Tälesweg gekarrt worden. Die Stadt spare so Deponiekosten für 500 Kubikmeter Aushub, sprach Fitterling die Kosten an. Für den Dirtpark wird Eislingen 10 000 Euro ausgeben. Die Stadt spart aber im Gegenzug 7000 Euro, die für die Deponierung fällig geworden wären.
Dass in Eislingen ein Bedarf für den Dirtpark besteht, hat sich laut Verwaltung im Ferienprogramm 2009 gezeigt, als ein Ausflug zu einem solchen Park auf ein reges Interesse gestoßen sei. Auch Jugendliche, die den offenen Treff im Talx besuchen, hätten eine Hügellandschaft gewünscht. Es sei auch eine Bereitschaft zur Mitarbeit da.
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Autor: DANIEL GRUPP | 08.05.2010
Ähnlich sportlich wie auf der Erdhügelanlage in Metzingen (li.) soll es auch einmal im Dirtpark in Eislingen zugehen. Der Erdaushub (re.) , der schon im Tälesweg liegt, muss aber noch modelliert werden. Fotos: Archiv, Daniel Grupp
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