Plädoyers im Eislingen-Prozess erwartet

Ulm.  Nach monatelanger Verhandlung vor dem Landgericht Ulm werden heute die Plädoyers im Prozess um den Vierfachmord von Eislingen (Kreis Göppingen) erwartet.

Zuvor muss das Gericht noch über einen Antrag eines Verteidigers entscheiden. Er hatte einen weiteren Gutachter gefordert. Prozessbeobachter gehen aber davon aus, dass dieser Antrag abgelehnt wird. Mit einem Urteil wird am Mittwoch nächster Woche (31. März) gerechnet.

Die Staatsanwaltschaft wirft den heute 19 und 20 Jahre alten Schulfreunden vor, die Eltern und beiden Schwestern des einen
Angeklagten im April 2009 ermordet zu haben. Die Behörde geht von Habgier als Motiv aus. Die Angeklagten bestreiten dies. Der Sohn der
getöten Familie Andreas H. soll sich ausgegrenzt gefühlt und aus Hass gehandelt haben.

Ein Gutachter zweifelte dieses Motiv an. Er brachte Mord aus Langeweile oder pure Mordlust als mögliche Motive ins Spiel. Der angeklagte Schulfreund Frederik B. hatte ausgesagt, er habe auf Bitten des Sohnes der getöteten Familie gehandelt. (dpa)


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