Ein Stützpunkt für Rißtissen

Auf der Suche nach Talenten errichtet das Liebherr Masters College (LMC) aus Ochsenhausen mit der Firma Schreiner, dem staatlichen Schulamt sowie dem TSV Rißtissen einen Tischtennis-Stützpunkt in Rißtissen.

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Der erste Schritt in Sachen Talentförderung ist mit der Gründung eines Tischtennis-Stützpunkts in Rißtissen getan. Darüber freuten sich besonders die Initiatoren Thomas Schreiner, Kristijan Pejinovic, Rainer Franke, Alexander Schreiner, Alexander Knoll sowie Wolfgang Schreiner (von links).  Foto: 
„Champions von morgen treffen sich in Rißtissen“, lautet das offizielle Motto des neuen Tischtennis-Stützpunkts in Rißtissen, der im kommenden Jahr verwirklicht werden soll. Gestern hat das „Liebherr Masters College“ (LMC) das lang ersehnte Projekt einer zentralen Talentförderung für die Region bei einer Pressekonferenz vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Sportverein, dem TSV Rißtissen, der in Rißtissen ansässigen Schreiner GmbH, dem staatlichen Schulamt sowie dem Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern (TTVWH) und dem Landesverband Baden-Württemberg (TTBW) soll das Talentförderprogramm begabte Spielerinnen und Spieler die Chance bereitstellen, ergänzend zum Vereinstraining zusätzliche individuelle Förderung zu erhalten.

„Irgendwo fängt man an“, beschreibt Kristijan Pejinovic, Präsident der Tischtennisfreunde (TTF) Ochsenhausen und LMC-Geschäftsführer, den ins Auge gefassten Plan. Während beim Profiverein in Ochsenhausen 17 Spieler aus 12 Nationen trainieren, habe er sich gefragt: „Wo schlummern die Talente der Region?“ Um diese Frage zu beantworten, errichten die Initiatoren daher einen Stützpunkt in Rißtissen. „Kurze Wege für die Talente sind die Intention und Vision“, führt der Geschäftsführer aus., Mit diesem „für Deutschland einmaligen Projekt“ wolle der Verein die Speerspitze für die restlichen Bundesländer bilden.

So soll über einen spielerischen Einstieg im Kindergarten und in den ersten beiden Schulklassen zusammen mit dem TSV Rißtissen die Basis gelegt werden, um anschließend das „nächste Level“ in Ochsenhausen zu erreichen. Der frühe Beginn der Unterstützung sowie das organische Wachstum aus eigener Kraft über die örtliche Tischtennisabteilung solle in den nächsten fünf bis zehn Jahren erste Ergebnisse liefern. „Vielleicht wird aus dem Spaß der Spieler so auch mehr“, erhofft sich Pejinovic. Schließlich ist das Perspektivziel des Projekts, ein größeres Potenzial an zukünftigen Spitzenspielerinnen und -spielern für die Baden-Württemberg- Teams und dem TSV Rißtissen zu generieren. „Es gilt, die weißen Flecken zu besetzen“, fasst es TTBW-Präsident Rainer Franke zusammen.

Das Projekt setzt sich aus zwei Teilbereichen zusammen: Zunächst soll Ende Oktober die Basisförderung in den Schulen beginnen. Vor Ort betreut durch einen qualifizierten Lizenz-Trainer des LMC, warten auf die interessierten Schüler vier Einheiten pro Klasse: Koordination/Ballgefühl, Rückhandtechnik, Vorhandtechnik sowie Rundlauf/Wettkampf. Ein Bundesliga-Profi als Überraschungsgast sowie Equipment für jede teilnehmende Schule rundet das Vorhaben ab.

Beim TSV Rißtissen erfahren die Talente anschließend von 2016 an die eigentliche Talentförderung, frei nach den Prinzipien individuell, im Detail, ganzheitlich und vor allem langfristig. „Herzstück des Talentförderprogramms ist die qualifizierte, engagierte und sportinhaltlich einheitliche Förderung der Talente durch unsere Stützpunkttrainer“, beschreibt es das LMC. Außer zusätzlicher Motivation und Praxistipps erhalten auch die Vereinstrainer Hilfestellung bei regelmäßigen Info-Abenden. „Wir sind dankbar für die Chance und lassen uns überraschen, was auf uns zukommt“, sagt TSV-Abteilungsleiter Alexander Knoll erfreut.

Ebenfalls erfreut und stolz zeigte sich Schirmherr Alexander Schreiner: „Meine Brüder Thomas und Wolfgang und ich sind alle Tischtennis-affin. Wir freuen uns ganz arg auf die auf drei Jahre angelegte Zusammenarbeit.“ Schreiner betonte, wie wichtig es sei, dem Nachwuchs Unterstützung und Möglichkeiten zu bieten, sich weiterzuentwickeln. Viele begabte Spielerinnen und Spieler stießen in ihren Vereinen an die Grenze und kommen nicht weiter. Das soll sich mit dem Stützpunkt in Zukunft gewaltig ändern.

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