Porträt über Margit Grab, Trägerin des Goldenen Reitabzeichens

Als eine der erfolgreichsten Reiterinnen der Region hat Margit Grab vor kurzem geschafft, wovon viele träumen: Ihr wurde für außerordentliche Leistungen das Goldene Reitabzeichen verliehen.

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Margit Grab wurde mit dem Goldenen Reitabzeichen für ihre herausragenden Leistungen geehrt.  Foto: 

Zum ersten Mal im Sattel saß Margit Grab im Alter von neun Jahren, damals auf der Stute, die ihrem Onkel Victor gehörte. Ihre Ferien verbrachte die Ehinger Amazone auf seinem Hof, wo sie auf "Dalraune" das Reiten lernte. Diese erste Begegnung prägte sie sehr, Jahre später taufte sie ihre erfolgreiche Zuchtstute ebenfalls auf den Namen "Dalraune". Über die Jahre wurde die Bindung zum Reitsport immer enger, die Pferde seien ein Teil ihrer Familie, sagt Grab. Und blickt man auf ihre bisherige Karriere, sieht man, dass ihr von Anfang an das "Miteinander" von Pferd und Reiter wichtig war.

Heute verbringt sie zwei bis drei Stunden täglich im Sattel, wobei sie Wert darauf legt, viel Abwechslung in den Arbeitsalltag ihrer Vierbeiner zu bringen. Ausritte im Gelände der näheren Umgebung gehören ebenso dazu wie das Dressurtraining und viel Zeit auf der Weide. "Ich liebe es, sie zu pflegen und sie auf der Koppel zu beobachten." Daraus lerne man auch sehr viel, sagt sie. Das Wesen eines Pferdes zu erkennen, sei der Schlüssel zum Erfolg. Wichtig außerdem: Erfahrung und Selbstkritik des Reiters.

Auf ihrem Hof in Altsteußlingen lebt sie mit ihrer Familie, ihren Pferden und ihrem Hund. Ihre Töchter Josephine und Stefanie reiten beide seit dem Kindesalter, ebenso ihr Sohn Florian, alle drei sehr erfolgreich in ihrer jeweiligen Leistungsklasse. Alle haben sich der Dressur verschrieben. Und so konnte man auch alle gemeinsam bei der Verleihung des Goldenen Reitabzeichens am Ehinger Springturnier sehen, in einer Quadrille, die sie zuvor einstudiert hatten. Das Goldene Reitabzeichen erhielt Margit Grab für zehn Siege in Dressuren der Klasse S, es ist die wohl höchste Auszeichnung im Reitsport.

Und doch gibt es immer noch Ziele zu erreichen. Ihr Traum ist es, auf Grand-Prix-Niveau zu reiten. Trotzdem bleibt sie bescheiden. Viel wichtiger sei ihr, dass es ihrer Familie und ihren Pferden gut gehe. So will sie ihr derzeit erfolgreichstes Pferd "FBW Samba Time" nach einer langen Verletzungspause im Frühjahr zunächst schonen. Dennoch kann sie bereits auf zahlreiche Siege und Platzierungen in dieser Saison zurückblicken, wie zum Beispiel auf das Reitturnier in Ehingen, an dem sie Rang 2 in der S*-Dressur St. Georg Special erreichte oder auf das Turnier in Leutkirch-Haid, wo sie in einer Prüfung derselben Klasse siegte. In Biberach gelang ihr vergangene Woche ein 2. Rang in einer Dressur der Klasse S**-Intermediaire I.

An den Start geht sie für den Reit- und Fahrverein Ehingen, in dem sie langjähriges Mitglied ist und auch in der Vorstandschaft tätig war. Der Zusammenhalt innerhalb des Vereins ist ihr sehr wichtig, wie sie betont, ebenso wie das Zusammenkommen mit anderen Reitern sowie der Austausch über den gemeinsamen Sport.

Neben dem Reiten liest und reist sie sehr gerne, freut sich dabei aber auch immer auf die Heimkehr. Außerdem ist die Familie auch für ihre Zucht unter dem Namen Züchtergemeinschaft Grab bekannt. Der Verkauf eines Fohlens oder eines selbst ausgebildeten Jungpferdes falle allerdings schwer. "Das ist das Schlimmste von allem." Die meisten Fohlen bleiben bei ihr, werden von ihr selbst ausgebildet und in den höchsten Klassen auf dem Turnier vorgestellt. Die Pferde gehören für Margit Grab einfach zur Familie und die Familie ist für sie das Wichtigste.

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