K.o. in 0,7 Sekunden

Team Ehingen Urspring hat sich schnell von seiner ersten Saisonniederlage in der 2. Bundesliga ProB erholt und gewann in Würzburg 63:52. Mann des Spiels war Radi Tomasevic mit 23 Punkten.

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Mit einem schnell genommenen Wurf aus acht Metern gelang Radi Tomasevic ein vorentscheidender Treffer.  Foto: 

Basketball ist ohne Zweifel ein schneller Sport. Manchmal reichen sogar 0,7 Sekunden aus, um das Spiel zu entscheiden. So auch bei der samstäglichen ProB-Partie zwischen dem Team Ehingen Urspring und der TG Würzburg. Bei einem Einwurf am Ende des dritten Viertels mit 0,7 Sekunden auf der Uhr kam der Ball zu Radi Tomasevic. Der warf aus rund acht Metern - und traf. "Das war der Todesstoß", sagte Trainer Domenik Reinboth nach dem Spiel. Und er hatte recht, denn anschließend war der Bann gebrochen und die Steeples besiegten die Bayern mit 63:52.

Wie schon in den vergangenen Spielen gelang den Ehingern ein super Start und bereits nach fünf Minuten führten sie zum ersten Mal mit mehr als zehn Punkten (13:2). "Dann verloren wir ein bisschen den Faden", sagte Reinboth. So schaffte es Würzburg den Gästen sein Spiel aufzudrücken. Heißt: Lange Systeme spielen und den Abschluss vermehrt von außen suchen. Dabei erwischte Ehingen einen schlechten Tag von der Dreierlinie. Lediglich Radi Tomasevic traf als einziger Spieler von der 6,75-Meter-Linie. Dafür aber umso besser. Fünf seiner sieben Versuche verwandelte der 37-Jährige.

Gegen das "sehr defensiv eingestellte Team" hatten sich die Steeples lange Zeit schwergetan um in ihr Mannschaftbasketball zu kommen. "Wir haben vermehrt auf Einzelaktionen gesetzt", haderte Reinboth. So konnte das Team nicht seine Stärke bei den Assists ausspielen. Lediglich sieben Pässe zu direkten Körben sammelte Ehingen bis zur Halbzeit. "Da müssen wir unter Druck besser agieren", sagte der Trainer. Dennoch ging es mit einer 31:26-Führung in die Pause.

Von dort an kam das Team Ehingen Urspring besser in Tritt und schaffte es immer mehr auf seine eigenen Stärken - dem individuellen Spiel zwischen dem Ziehen zum Korb und den Distanzwürfen - zu setzten und zog bis auf 18 Punkte (57:39) davon. "Dann waren wir uns vielleicht zu sicher und haben in einigen Aktionen nicht mehr voll gearbeitet." So kamen die Würzburger zum Ende der Partie noch einmal auf 63:52 heran.

Herausragender Akteur der Partie war Radi Tomasevic mit 23 Punkten. "Radi ist ein Spieler, der ein Spiel entscheiden kann", freute sich Reinboth nach dem Spiel, "dennoch gewinnt man immer im Team".

Nicht zum Einsatz kam Daniel Berger in Würzburg. Nach seiner Bänderdehnung im rechten Sprunggelenk, die er sich vergangene Woche bei der Niederlage gegen Frankfurt zugezogen hatte, konnte er noch nicht spielen. "Wir tun alles, damit er nächste Woche im Derby gegen Weißenhorn wieder fit ist", so Reinboth.

Steeples: Tomasevic (23 Punkte), Jahn (11), Moore (8), Thompson (6), Wolf (4), Eisele (4), Volk (3), Aghas (2), L. Berger (2), Aminu, Luyeye

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