Das Abenteuer geht weiter

Die Tenniscracks des TC Ehingen spielen auch in der kommenden Saison in der Oberliga. Auch sonst feierte der Vereine gute Ergebnisse.

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Trainer Jiri Heinisch und der TC Ehingen spielen auch in der kommenden Saison in der Oberliga.  Foto: 

Vor zwei Monaten begann für den TC Ehingen das größte Abenteuer in der 65-jährigen Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal spielten die Tenniscracks in der Oberliga, der fünfhöchsten Klasse im deutschen Tennis. Daher waren auch vor dem ersten Spieltag die Ziele bescheiden. „Wir wollen versuchen, die Klasse zu halten“, sagte damals Sportwart Joachim Wiesenfarth. „Der Klassenerhalt wird schwer, aber möglich“, fügte er an. Immerhin ist der größte Tennisverein der weiteren Region, der SSV Ulm 1846, ein Jahr zuvor ohne einen einzigen Sieg aus der Oberliga abgestiegen.

Doch anders als die Ulmer kamen die Ehinger von Beginn an gut zurecht in der neuen Liga. Am ersten Spieltag mussten sie sich zwar dem Favoriten Heilbronn mit 2:7 geschlagen geben, doch die Spiele verliefen eng. „Wir mussten uns erst einmal an die Spielweise gewöhnen“, sagt Wiesenfarth. Und lange brauchte der TC nicht um sich daran zu gewöhnen, denn bereits in der zweiten Woche holten sie gegen Lauffen den ersten Sieg (5:4) in der Oberliga. „Das hatte uns natürlich Selbstvertrauen gegeben und gezeigt, dass wir mithalten können“.

Im Laufe der Wochen schafften es die Ehinger immer wieder sich spielerisch zu steigern. Zwar verloren sie gegen die Topteams aus Tübingen (3:6) und Rottweil (3:6), „chancenlos waren wir aber nie“, so Wiesenfarth. Gerade in den entscheidenden Match-Tie-Breaks hielten sie besser mit. Mussten sie zu Beginn der Saison die entscheidenden dritten Sätze immer wieder abgeben, entwickelte sich dies zu einer der Stärken des Teams. Das zeigte sich auch in den letzten beiden Saisonspielen gegen Göppingen (9:0) und Vaihingen (7:2), als sie ihren Kontrahenten keine Chance ließen. So endete die Saison für den TC Ehingen mit drei Siegen und drei Niederlagen auf dem vierten Platz in der Oberliga und sie starten damit auch in der kommenden Saison in der fünfthöchsten Liga.

Auch wenn die Spieler des TC mit der Saison zufrieden sind, es wäre sogar noch ein bisschen mehr drin gewesen, wie sie selbstkritisch sagen. „Die Mannschaft war in einer guten Verfassung und hätte die ein oder andere enge Partie noch gewinnen können“, so Wiesenfarth. Als Grundstein für den Erfolg sieht Trainer Jiri Heinisch die Ausgeglichenheit der Mannschaft an. „Wir haben nicht nur vier oder fünf gute Spieler, sondern zwölf Spieler, die auf einem hohen Niveau spielen“, so Heinisch. „Wenn mal einer verliert, dann wussten wir, dass ein anderer den Punkt dafür holen kann.“ Aber auch die beiden Neuzugänge Stefan Raschke und Ermis Tsiantaris hätten großen Erfolg am Klassenerhalt gehabt. So betont Heinisch, dass alleine durch sie das Training besser geworden sei. „Die Qualität im Training ging durch sie hoch, da alle anderen mit ihnen mithalten wollten, das hat uns einen Schub gegeben.“

Aber nicht nur die erste Mannschaft der Ehinger zeigte sich in der abgelaufenen Saison von ihrer besten Seite, sondern auch die zweite Garde des TC. Mit sechs Siegen in sechs Partien sicherten sie sich nicht nur die Meisterschaft in der Bezirksoberliga, sondern steigen zur kommenden Saison auch in die Verbandsliga auf und spielen dann zusammen mit der ersten Mannschaft des SSV Ulm in der selben Liga. „Das zeigt, dass wir bei uns viel Qualität im Team haben“, so Wiesenfarth. Auch für die kommende Saison sieht der Sportwart darin einen Vorteil: „Es heizt den Konkurrenzkampf an und zieht vielleicht neue Spieler zu uns, da sie, sollten sie es nicht in der ersten Mannschaft schaffen, immerhin in der Verbandsliga spielen.“

Mit den Frauen des Vereins zeigte eine dritte Mannschaft, dass sie auf der Verbandsebene gut mithalten kann. Mit fünf Siegen und zwei Niederlagen beendeten sie die Saison auf dem dritten Rang.

Obwohl die Saison nun bereits wieder vorbei ist und der TC nicht in der Winterrunde starten kann, da eine Halle fehlt, trainieren die Tenniscracks weiter. „Nach der Saison ist vor der Saison“, sagt Wiesenfarth. So gibt es weiter einmal die Woche ein Teamtraining und zusätzlich individuelle Einheiten. Denn die Erfolgsgeschichte sollte noch nicht zu Ende sein. Auch wenn es schwer ist, dass sie weiter „so steil“ nach oben geht, wie Wiesenfarth betont.

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