Clowns und Vögel als Farbtupfer

Mit einem bunten, originellen Umzug haben die Obermarchtaler Narren gestern Fröhlichkeit und Farbe in die winterliche Tristesse gebracht. Fantasievolle Fußgruppen und Wagen waren das Salz in der Suppe.

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  • Die neue "hysterische Bürgerwache Klosterstolzhausen" verschießt das ganze Pulver. Fotos: Doris Moser 1/3
    Die neue "hysterische Bürgerwache Klosterstolzhausen" verschießt das ganze Pulver. Fotos: Doris Moser
  • Die Ranzengarde nimmt den Ruhestand nach dem abgesagten Seifenkistenrennen wörtlich und war auf dem Sofa unterwegs, die Lausmädle waren auf Läusejagd. 2/3
    Die Ranzengarde nimmt den Ruhestand nach dem abgesagten Seifenkistenrennen wörtlich und war auf dem Sofa unterwegs, die Lausmädle waren auf Läusejagd.
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Um Ideen sind die Fasnetsfans aus Obermarchtal nie verlegen, und so zog gestern wieder ein farbenfroher, lustiger Zug durchs Dorf, das Publikum fühlte sich bestens unterhalten. Voraus marschierten die Ehinger Büttel, wie sie schellte auch Diakon Johannes Hänn im bunten Häs die Fasnet aus. Dann reihte sich ein Gag an den anderen. Die Rechtensteiner mit ihrem "Hanf-statt-Mais"-Wagen und Gras rauchende Hippies, wozu die Musikkapelle im blumigen Häs bestens passte. Die Kindergartenkinder waren als Clowns lustige Farbtupfer. Noch ein Mal war der Schlossgeist mit Gefolge unterwegs, sein letztes Stündlein schlug dann am Abend, als Strafe für seine Schandtaten wurde er verbrannt.

Mit großem Aufgebot war die Narrenzunft Spritzenmuck zu Gast, Hexen aus Ingerkingen, Gischbl-Weiber St. Johann und die Wassergeister aus Ersingen schlossen sich dem närrischen Treiben an. Die Paradiesvögel aus Rechtenstein und bunte Gsälzbära-Papageien machten Späßchen mit den Zuschauern. Nach langem Warten sind nun auch die Schnäddra-Kischda-Blitzer installiert, die alle schnellen Autos aufs Korn nehmen. Es gab reichlich essbare Knöllchen und süße Verwarnungen. Passend dazu wurde gestern während des Umzugs an der B 311 tatsächlich geblitzt. Die Schnäddra-Kischda-Frauen hatten sich wieder reichlich Mühe mit ihrem Umzugsbeitrag gegeben und flanierten als edle rote, blaue und schwarze Handtaschen durch die Marchtaler "City". Wer viel Durst hat, geht am besten als Bierflasche auf die Fasnet, so taten's auch die Bachbarone. Ritter lieferten sich scharfe Gefechte, die "Hysterische Bürgerwache Klosterstolzhausen" verschoss gleich beim ersten Ausrücken ihr gesamtes Pulver, und auch die Lausmädle waren schwer beschäftigt auf der Läusejagd. Gemütlich machte es sich die Ranzengarde im Ruhestand auf einem großen rosa Sofa. Pippi Langstrumpf hat es dem Fanfarenzug angetan, und närrisch in Aktion waren auch die Musiker aus Reutlingendorf. Nach dem Umzug folgte ein munteres Treiben in Halle und Lokalen.

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