Jetzt laufen sie wieder
Das Einstein-Wochenende rückt näher: Am Samstag werden mehr als 5000 Kinder durch die Friedrichsau rennen, tags darauf noch mal 9000 Erwachsene in und um Ulm sich laufend fortbewegen.
Seit Wochen sind die Vorboten unübersehbar in den Wäldern der Region, an der Donau und sogar mitten in der Stadt. Sie laufen wieder! Gestern hat das Organisationsteam der Jugendläufe um Günther Ludwig die letzten Tüten gepackt, die Medaillen liegen bereit, heute werden die Startunterlagen an die Schulen ausgegeben. Die Kinder sind heiß auf den Startschuss, und nicht nur die.
Viel Neues gibt es nicht. Angesichts des anhaltenden Laufbooms gibt es auch wenig Grund zu Veränderungen. "Die Strecken sind gleich geblieben, nur das Ziel ist um 40 Meter verrückt worden und der Start des City Laufs ist vom Sophie-Scholl-Platz ein wenig nach hinten gerutscht, weil die Masse der Teilnehmer sonst nicht mehr zu bewältigen ist", sagt Bernd Hummel vom Veranstalter Sun-Management. Etwa 14 800 haben sich bisher angemeldet. "Meistens ist die Zahl derjenigen, die sich nachmelden ungefähr so groß wie die Zahl derer, die doch nicht laufen", sagt Hummels Kollege Markus Ebner.
Die demografische Entwicklung scheint am Einstein-Marathon spurlos vorbei zu gehen. Wieder ist die Zahl der Anmeldungen für die Jugendläufe gestiegen. 5200 sind es insgesamt, die die Strecken zwischen 400 und 5000 Meter in Angriff nehmen wollen. Organisator Wolfgang Beck hat nur noch einen Wunsch: "Hoffentlich regnet es nicht, denn sonst ist die Stimmung schlecht. Bis jetzt hatten wir ja immer Glück." Ganz neu im Programm sind die Handbiker, die erstmals ihre Runden drehen werden.
Während die Zahl der echten Marathon-Läufer weiter leicht abnimmt (von 936 auf 816), bleibt der Halbmarathon auf konstant hohem Niveau bei knapp 4700. Ein wahrer Boom entwickelt sich über die 10 Kilometer. 2347 Läufer wollen dabei sein, das wären erneut 350 mehr als im vergangenen Jahr. Der weitaus größte Teil ist für Firmen- oder Vereinsteams unterwegs. "Das zeigt uns, wie sehr der Einstein-Marathon in der Region verankert ist", sagt Ebner. An der Spitze der Teamwertung liegt Ratiopharm mit 669 Startern, gefolgt von EADS/Casidian mit 580. Das SÜDWEST PRESSE-Abomax-Team hat gerade noch die 100-Marke übersprungen, während Hauptsponsor Sparkasse Ulm mit 72 aktiven Rennern auf Rang 16 liegt. "Aber es kommen ja auch von anderen Sparkassen Gruppen", sagt der Vorsitzende des Vorstands, Manfred Oster, der stolz darauf ist, dass es der Einstein-Marathon sogar in den landesweiten Geschäftsbericht und in die deutsche Sparkassen-Zeitung geschafft hat.
Zugenommen hat auch die Zahl der Kinder, die längere Strecken in Angriff nehmen. "Ich wurde in letzter Zeit von vielen angesprochen, deren Kinder immer bei den Jugendläufen am Samstag dabei waren und nun auch das Flair am Sonntag mitbekommen wollen", sagt Hummel. So werden sich Zehnjährige mit 75-Jährigen die Strecke teilen.
Fehlen werden in diesem wie in jedem Jahr die internationalen Top-Läufer. "Es gibt immer wieder Anfragen von Managern, aber die lehnen wir konsequent ab", sagt Hummel. Favoriten will er deshalb auch keine nennen: "Ich würde mich freuen, wenn wir wieder Sieger aus der Region hätten."
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Autor: UTE GALLBRONNER | 14.09.2011
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Ein Teil des großen Teams: 103 Läufer sind im Auftrag der SÜDWEST PRESSE unterwegs. Foto: Volkmar Könneke
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