Vettel vs. Hamilton: Von ihren Anfängen bis zur Rivalität

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Sebastian Vettel (l) und Lewis Hamilton sind die großen Rivalen im Formel-1-Zirkus. Foto: Emilio Morenatti  Foto: 

Vollgepumpt mit Adrenalin sind Sebastian Vettel und Lewis Hamilton in ihren Cockpits bisweilen mehr als Formel-1-Fahrer.

„Sie sind Krieger, im Rennen befindest du dich im Krieg“, meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach dem Rammstoß des Ferrari-Stars in Baku gegen seinen Silberpfeil-Mann. „Wer um den Titel fährt, kann am Ende nicht gut Freund sein.“ Mehr als gegenseitiger Respekt sei nicht drin.

Vettel und Hamilton sind jedenfalls die prägenden Figuren der Formel-1-Neuzeit: Von den vergangenen neun WM-Titeln holten sie zusammen sieben. In Spielberg am Sonntag (14.00 Uhr) wird wieder ihr eskaliertes Duell die Blicke auf sich ziehen.

Wie wachsen sie auf?

VETTEL muss sich hochkämpfen. Vater Norbert fährt selbst lange
hobbymäßig Bergrennen. Sein Sohn dreht dann im Kindergarten-Alter die ersten Runden im Kart auf dem Grundstück der Eltern. Mit neun Jahren klappert der Sohn eines Zimmermanns auf der Essener Motorshow die Stände ab, um Sponsoren zu gewinnen. Später finden die Vettels einen Hersteller von Alu-Felgen als Unterstützer, 10 000 Mark gibt es damals. „Es gab oft den Punkt, an dem ich die Nase gestrichen voll hatte“, räumte Vater Norbert einmal ein.

Von Wohlstand ist auch HAMILTON zunächst Lichtjahre entfernt. Der Sohn einer Engländerin und eines Auswanderers aus Grenada eignet sich schon in jungen Jahren eine Straßenköter-Mentalität an. Sein Vater Anthony hat mehreren Jobs gleichzeitig und nimmt eine zusätzliche Hypothek auf sein Haus auf, um seinen Sohn zu fördern - und der zahlt mit Erfolg zurück. 2000 bezwingt Hamilton Nico Rosberg und wird Kart-Europameister.

Wie starten sie ihre Formel-1-Karrieren?

Nachdem VETTEL für BMW-Sauber 2007 in Indianapolis bei seinem ersten
Formel-1-Rennen gleich in die Punkteränge fährt, holt ihn Red Bulls
Schwester-Team Toro Rosso. Schon zuvor hatte er zum Nachwuchsprogramm des Unternehmens von Milliardär Dietrich Mateschitz gehört. Mit der Beförderung zu Red Bull 2009 entwickelt sich Vettel zum Superstar.

HAMILTON verkündet schon als Zehnjähriger bei einer Autogrammstunde McLaren-Boss Ron Dennis selbstbewusst: „Ich will eines Tages in der Formel 1 für Sie fahren.“ Drei Jahre später holt Dennis das Naturtalent ins McLaren-Nachwuchsprogramm. 2007 gibt Hamilton sein Formel-1-Debüt und verliert die WM nur knapp an Kimi Räikkönen.

Wie holen sie ihre erste WM?

2010 haben erstmals noch vier Fahrer im Finale die Chance auf den
Titel. VETTEL startet nach einer Saison mit Pleiten nur als Dritter
der Gesamtwertung in den Grand Prix. Mit einem furiosen Rennen in Abu
Dhabi lässt der Heppenheimer Fernando Alonso, Mark Webber und Lewis
Hamilton jedoch keine Chance. Mit drei weiteren WM-Kronen prägt Vettel mit Red Bull eine Ära.

Mit einem Überholmanöver in der letzten Kurve gegen den Deutschen Timo Glock rettet HAMILTON Platz fünf in Brasilien und entreißt Felipe Massa 2008 noch die WM. „Mein Herz wäre fast explodiert“, beschrieb der damalige McLaren-Mann Hamilton die irre Schlussphase des Formel-1-Thrillers. Am Ende liegt er einen Punkt vor Massa. 2014 und 2015 triumphiert Hamilton für Mercedes.

Wie gehen sie mit ihrem Privatleben um?

Privat ist für VETTEL privat. Der 30-Jährige lebt zurückgezogen auf einem Bauernhof in der Schweiz, hat mit Lebensgefährtin Hanna zwei Kinder und meidet außerhalb seiner Formel-1-Dienstzeit das Rampenlicht. Von sozialen Netzwerken hält er nichts. „Ich habe dieses Mitteilungsbedürfnis nicht“, bemerkte der Ferrari-Star einmal und ähnelt in seiner Privatheit seinem Idol Michael Schumacher.

HAMILTON teilt sich hingegen sehr gerne mit. Der Engländer mit dem Körper voller Tattoos und einem Wohnsitz in Monaco will seinen Millionen Followern auf Twitter, Facebook, Instagram und Snapchat Einblicke in sein rastloses Leben gewähren. Hamilton ist einfach ein Jetsetter, der sein Singledasein auskostet. Kolportierte Romanzen mit Starlets und Models inklusive.

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