Siegte Nantes beim letzten Sparkassen-Cup?

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Das für viele Fans als Traumfinale bezeichnete Endspiel war perfekt. Mit dem HBC Nantes und Telekom Veszprém standen sich die letzten beiden Titelgewinner des Sparkassen-Cups in der Ehinger Längenfeldhalle gegenüber. Am Ende gewannen die Franzosen mit 34:32 und verteidigten damit ihren Titel aus dem Vorjahr. „Wir sind sehr glücklich über den Turniersieg. Auch mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden“, sagte HBC-Trainer Thierry Anti. Doch zu Beginn des Finales sah es erst einmal nicht gut für Nantes aus. Durch einige Schnellangriffe lag Veszprém mit 3:0 vorne. Dann aber kämpfte sich Nantes durch ihre bessere Defensive zurück in die Partie. Etliche Fehler bestimmten das Spiel und so ging es hin und her. Die erste Führung für die Franzosen erzielte David Balaguer, nachdem HBC-Torhüter Cyril Dumoulin sein Team im Spiel hielt.

Ab Mitte der ersten Halbzeit ging es weiter munter auf und ab. Keine der beiden Mannschaften konnte sich wirklich entscheidend absetzen. Nachdem jeder der Kontrahenten noch einmal die Führung übernahm, ging es mit 17:15 für Nantes in die Halbzeitpause. Gegen Mitte des zweiten Durchgangs eroberte sich das ungarische Spitzenteam die Führung beim 22:21 wieder zurück. „Zu dieser Zeit hatte ich einiges im Angriff  ausprobiert, das ging aber etwas schief“, merkte Nantes Trainer Anti an.

Mit einem 5:1-Lauf zum 28:25 übernahm Nantes die Kontrolle im Finalspiel. Dem hatten die Ungarn um ihren stark kämpfenden Kapitän Laszlo Nagy nur noch selten etwas entgegenzusetzen. Er brachte sein Team zwar wieder auf 30:31 zwei Minuten vor dem Ende der Partie heran, doch weil HBC-Neuzugang Kiril Lazarov per Siebenmeter traf, war das Spiel fast entschieden. Die Partie entschied Torhüter Dumoulin für seine Mannschaft, als  er zwei Angriffe von Veszprém vereitelte. „Es waren unsere ersten drei Spiele in der Vorbereitung, dafür war das schon überzeugend“, sagte Nantes Kapitän Rock Feliho, der an seinem 35. Geburtstag erneut auch noch den Siegerpokal in die Höhe stemmen durfte.

Den dritten Platz belegten die Füchse Berlin nach einem spannenden Spiel,  in dem sie mit 32:30 Frisch Auf Göppingen besiegten. Dabei gingen die Berliner mit einem sieben Tore Vorsprung in die Halbzeit, ließen danach aber stark nach. Die Göppinger wurden als fairstes Team des Turniers geehrt, Berlin stellte mit Petar Nenadic den besten Torschützen der beiden Tage. Im Spiel um Platz fünf gewann RK Zagreb mit 31:28 gegen den TVB Stuttgart. Damit ist die Stuttgarter Mannschaft von Trainer Markus Baur auch bei der zweiten Turnierteilnahme ohne Sieg geblieben.

Ob sich für die Schwaben jedoch noch einmal eine Möglichkeit ergibt den ersten Sieg in Ehingen einzufahren, ist weiterhin noch offen. Da der Vertrag mit dem Hauptsponsor, der Sparkasse Ulm, ausgelaufen ist bleibt ungewiss, ob es im kommenden  Jahr eine 32. Auflage des Handball-Traditionsturniers in Ehingen geben wird. „Wir haben zwei große Hausaufgaben in den kommenden Monaten zu erledigen. Die finanzielle Seite und die Hallenfrage“, erklärte Turnierdirektor Andreas Wax. Er selbst hofft auf eine neue Auflage und hat die mündlichen Einladungen an die Teilnehmer schon ausgesprochen. Sollte es ein Turnier im kommenden Jahr geben, dann wieder mit dem Großteil der Teams die auch schon zuletzt dabei waren.

Auch bei der Hallenfrage sei es derzeit noch offen, wo im kommenden Jahr gespielt wird. Ob wie bisher in der Längenfeldhalle oder in der neuen Sporthalle am Johann-Vanotti Gymnasium im Herzen der Ehinger Innenstadt. „Es spricht derzeit vieles für beide Hallen. Da wird es noch etwas dauern bis zur Entscheidung“, sagte Organisator Andreas Wax.

Aber über den gesamten Verlauf von den beiden Tag war der Turnierchef sehr erfreut. „Selten hatten wir solch hochklassige Spiele. Das Finale war dann noch die Krönung“. Im Vergleich zum Vorjahr war auch das Zuschauerinteresse wieder größer gewesen, dass lag aber auch am Zweitplatzierten Veszprém, der einige Fans aus Ungarn mit nach Ehingen brachte.

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