Staffeltag der Fußball-Bezirksliga: 272 Urteile bringen 7485 Euro Strafgelder

Beim Fußball-Staffeltag der Bezirksliga Donau berichtete Staffelleiter Jürgen Amendinger über die abgelaufene und gab einen Ausblick auf die neue Saison. Diskussionen gab es über den Termin des Saisonfinales.

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Bezirksvorsitzender Jürgen Amendinger sprach beim Staffeltag vor den Bezirksligavertretern in Sigmaringendorf Klartext.  Foto: 

Der Ausblick für die neue Runde durch Staffelleiter Jürgen Amendinger brachte Brisanz in die Tagung: Er wies die Vereinsfunktionäre darauf hin, dass die Pfingstfeiertage 2014 genau an dem Wochenende sind, wo bisher das Saisonfinale durchgeführt wurde. Bisher hielten die Bezirksligakicker Pfingsten für Ausflüge und Vereinsturniere frei. Zudem habe sich der SV Braunenweiler gemeldet, der am 7./8. Juni das Saulgauer Stadtturnier veranstalten werde.

Amendinger nannte zunächst zwei Möglichkeiten für die Austragung des letzten Rundenspieltags 2014: "Erstens, der Termin bleibt auf dem 7. Juni, zweitens er wird vorverlegt auf Freitag, 6. Juni, was vor allem für die Spiele der kleineren Ligen Probleme bringen würde." Und die, drittens, vom SV Daugendorf vorgeschlagene Vorverlegung des letzten Spieltags auf den Himmelfahrtstag sah er wegen dem zu großen Abstand zum späteren Relegationsspiel für nicht machbar an.

Nach eingehender Diskussion setzte Amendinger den Rahmen für die weitere Entscheidung dieser Teminfrage: "Ich sammle ein Meinungsbild aller Vereine, also auch aus den Kreisligen, über ihre Haltung. Auf Grund der Voten der Vereine wird dann der Bezirksvorstand endgültig entscheiden. Von den Bezirksligisten stimmten dann zehn für die Beibehaltung des Samstagstermins, vier waren für die Vorverlegung auf Freitag, 6. Juni.

In der neuen Bezirksligarunde spielen 16 Mannschaften, die sogenannte Normalzahl. Die neuen Bezirksligisten stellten sich bei der Vereinstagung besonders vor, darunter der von der Landesliga gekommene TSV Allmendingen mit Joachim Brobeil. Für die SF Kirchen sagte Reiner Schrode: "Nach insgesamt 11 Jahren in der Bezirksliga setzen wir alles daran, das Saisonziel Klassenerhalt zu schaffen. Auch Armin Lenz vom SV Daugendorf nannte dieses Ziel für seinen Verein.

Staffelleiter Amendinger erläuterte die Abstiegsregelung für die neue Runde. Wenn nicht mehr als zwei Teams von der Landesliga absteigen, gebe es in der Bezirksliga zwei Absteiger, der Drittletzte würde in die Relegation gehen. Für den möglichen Fall, dass aus der oberen Klasse sogar drei Teams absteigen, würde sich automatisch die Zahl der Absteiger in die Kreisliga A auf drei erhöhen und der Viertletzte die Relegation bestreiten.

Beim Rückblick auf die Spielrunde 2012/13 im Sportheim des TSV Sigmaringendorf zog er folgendes Fazit: "In dieser Saison hatten wir extrem negative Witterungs- und Platzverhältnisse. Drei Spieltage musste ich komplett absagen" - insgesamt 28 Begegnungen oder 11,7 Prozent der Gesamtzahl von 240 Rundenspielen. Elf spiele seien verlegt worden, mit 4,6 Prozent sei dies ebenfalls ein hoher Anteil. Insgesamt fielen in der Runde 962 Tore. Mit durchschnittlich vier Treffern pro Partie waren die Torjäger erfolgreicher als in den Vorjahren.

Der FC Ostrach habe die Meisterschaft vor allem seiner guten Abwehr zu verdanken, der Vizemeister SV Bad Buchau habe sich in den Ausscheidunggsspielen gut geschlagen und in einem packenden Relegationsspiel gegen Birkenhard dann den Aufstieg in die Landesliga geschafft. Der SSV Ehingen-Süd war in der vergangenen Runde als Siebter bester Aufsteiger. Die SG Öpfingen hingegen habe in der neuen Liga kein Land gefunden, zusammen mit Uttenweiler und dem im Relegationsspiel entäuschenden Sigmaringendorf spielt sie wieder in der Kreisliga A.

Die Entlastung und Neuwahl des Staffelleiters Jürgen Amendinger, beantragt vom Sigmaringendorfer Vorsitzenden Andreas Bauer, erfolgte jeweils einstimmig. Der anschließende Beifall aller Vereinsvertreter drückte den Dank für die Arbeit des Staffelchefs aus.

In der Bezirkspokalrunde setzte sich der SV Bad Buchau mit einem 4:2-Sieg gegen die SF Kirchen durch, beide Endspielteilnehmer werden in der neuen WFV-Pokalrunde vertreten sein. Lob hatte Amendinger für den das Endspiel austragenden Verein, die SF Bussen, bereit: "Trotz des vorausgegangenen Regens war das Dietershausener Spielfeld in gutem Zustand, Klaus Schlaucher ist als Partner einfach ein toller Kerl."

Amendinger stellte als neuen Pokalspielleiter Andreas Janz vor, der künftig auch für die Turniere und Freundschaftsspiele im Bezirk zuständig sei. Der frühere Regensburger war zuvor bereits Abteilungsleiter seines Vereins Unter-/Oberschmeien und Schiedsrichtereinteiler für Jugendspiele im Sigmaringer Raum.

Der Vertreter des Sportgerichts Donau, Franz Heckenberger, berichtete, dass sich die Zahl der Gesamturteile im Bezirk Donau für Spiele der Bezirksliga und Kreisligen A und B mit 272 auf dem Niveau des Vorjahres befunden habe, mit 7485 Euro (Vorjahr 5495) habe sich der Gesamtbetrag für Strafen wesentlich erhöht. Erstaunlicherweise seien darunter 29 Urteile gegen Schiedsrichter enthalten. Bei seiner Analyse ging er auf eine sichtbare Veränderung bei den geahndeten Delikten ein: "Früher waren Vergehen wegen unsportlichen Verhaltens der Grund für die meisten Strafen." Inzwischen würden am meisten Urteile wegen Beleidigungen ausgesprochen. Der Respekt sei im Laufe der Jahre erheblich gesunken.

Amendinger ging im weiteren Verlauf noch auf wichtige Bestimmungen im Spielbetrieb ein. Der WFV führe ab 1. Juli 2013 den elektronischen Spielbericht ein. Dadurch würden die Beteiligten entlastet, müssten aber durch neue Eingaben, für die sie geschult worden seien, die notwendigen Spielberichte erstellen. Für die Schiedsrichter würde die Gesichtskonrolle der Spieler vor dem Anpfiff entfallen, die Passkontrolle aber beibehalten.

Der Bezirkschef deutete an, dass besonders bei Testspielen, aber auch bei Punktspielen zu Beginn für fehlende oder falsche Eingaben keine Bußgelder verhängt würden. Die Beauftragten der Vereine, die mit einem Passwort ausgestattet werden, sollen sich an die neue Regelung ohne Druck gewöhnen. Die bisherige Spielergebnismeldung des Platzvereins werde entfallen.

Amendinger forderte die Vereine auf, verdienstvolle Mitarbeiter bis 31. Juli zu melden, damit sie für den Ehrenamtspreis gemeldet werden können. Die letzte Entscheidung der Sitzung: Der Staffeltag im Juli 2014 findet im Vereinsheim des FV Neufra/Donau statt.

Bericht von Schiedsrichter schockiert

Termine der neuen Spielzeit in der Bezirksliga
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