SSV Süd stürmt souverän an die Tabellenspitze

Ehingen-Süd ist neuer Spitzenreiter der Fußball-Landesliga. Der SSV besiegte Weiler 4:0, während Ostrach nur remis spielte.

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Große Freude beim SSV Ehingen-Süd. Mit dem 4:0-Erfolg gegen Weiler stehen die Kirchbierlinger zum ersten Mal an der Tabellenspitze der Landesliga.  Foto: 

Ganz nach dem Geschmack der Kirchbierlinger ist das Landesliga-Topspiel des SSV Ehingen-Süd gegen den FV RW Weiler verlaufen. Der Gastgeber übernahm am Samstag mit einem souveränen 4:0 (2:0)-Erfolg zum ersten Mal die Tabellenführung in der Landesliga-Staffel IV. Parallel dazu leistete sich der bisherige Primus FC Ostrach eine Punkteteilung in Schwendi. Dank des besseren Torverhältnisses stehen die Mannen von Trainer Michael Bochtler nun zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ganz oben in der Landesliga. Sie sind mit acht Siegen und vier Remis nicht nur weiter ungeschlagen, sondern verfügen mit  35:15 Toren auch über ein Torverhältnis, das für sich spricht.

„Weiler war der erwartet schwere Gegner“, sagte Bochtler, dessen Team in den ersten 20 Minuten das Terrain in der Pfarrei den Allgäuern überlassen musste. Bochtlers Schützlinge konnten kaum eigene Akzente setzen, die Gäste zeigten die reifere und bessere Spielanlage. „Weiler hat sehr viel investiert und hätte 1:0 in Führung gehen können“, räumte der SSV-Trainer ein. Mit Fehlpässen in der eigenen Hälfte lud Süd den Gegner geradezu ein, aber Kevin Bentele, der Torjäger der Rot-Weißen, der nicht lange brauchte um ins Spiel zu kommen, traf nur den Pfosten (9.). Süd ließ sich dagegen weiter zurückdrängen und biss sich bei den wenigen Vorstößen an der FV-Abwehr fest.

Ein Freistoß von Michael Turkalj in der 24. Minute stellte dann den Verlauf etwas auf den Kopf. Mit einem präzisen Schuss aus etwa 25 Metern zirkelte Turklaj den Ball in die rechte untere Torecke. Während die SSV-Führung die Hausherren richtig wachrüttelte, erwies sie sich für Weiler wie ein herber Dämpfer.

Patrick Bentele besaß zwar noch eine Möglichkeit, sein Schuss war aber für Torwart  Benjamin Gralla keine Herausforderung (27.). Minuten später kam Hannes Pöschl einen Schritt zu spät gegen Gäste-Keeper Andreas Hane.

Besser klappte es in der 33. Minute, als Samuel Kollmann am schnellsten schaltete, die schlafende Rot-Weiß-Defensive um Matthias Eller überlief und zum 2:0 einlochte. „Spätestens nach dem 2:0 haben wir das Spiel im Griff gehabt“, sagte Bochtler. Gleichwohl gab Weiler nicht auf und hatte noch zwei Chancen: Einmal durch Kevin Bentele, der den Ball am Tor vorbeischob, und durch Mathias Stadelman, dessen Kopfball am Kirchbierlinger Querbalken landete (45.).

Ehingen-Süd knüpfte nach der Pause nahtlos ans Geschehen an und erarbeitete sich weitere aussichtsreiche Möglichkeiten. Als sich Gaetano Gaudio über links durchdribbelt und in den Strafraum passt, braucht der mitgelaufene Pöschl nur noch abzustauben (58.). Das war die Entscheidung vor 200 Zuschauern.

Das 4:0 auf dem Fuß hatten danach Gaudio, der von Kollman bestens bedient wurde, sowie Pöschl, der vom spielfreudigen Daniel Haas prima in Szene gesetzt wurde. Pöschls Schuss rauschte jedoch in den kühlen Herbsthimmel. Uneigennützig servierte Florian Stiehle den Ball dem besser postierten Gaudio, der abgeblockt wurde. Völlig frustriert „meckerte“ sich Dominic Snelinski in ein paar Sekunden mit Gelb-Rot vom Feld (81.).

Martin Schrode leitete schließlich gekonnt das 4:0 ein; seine Flanke von links verfehlte zunächst Stiehle, aber von hinten kam Daniel Maier angebraust und vollendete aus vollem Lauf. Das 4:0 war nicht nur das Sahnehäubchen der Partie, sondern auch für den neuen Spitzenreiter. „Der Sieg geht in Ordnung, auch wenn er vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist“, sagte Bochtler. Andererseits hat Süd viele gute Möglichkeiten gar nicht genutzt.

Der nächste Höhepunkt steht am kommenden Samstag an, wenn im WFV-Pokal der Regionalligist Stuttgarter Kickers aufkreuzt.

Treffer fielen im Schnitt in den Partien der Landesliga an diesem Spieltag, so viele, wie bisher an keinem anderen Spieltag der Saison. Die meisten Tore durften die Zuschauer in Ravensburg beim 4:3 gegen Oberzell bejubeln.

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