Reinboth zieht Konsequenz: Fred Miller muss gehen

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Nach nur sechs Pflichtspielen trennt sich das Team Ehingen Urspring von Fred Miller. Foto: Dave Stonies  Foto: 

Zuletzt hatte Domenik Reinboth, Trainer des Team Ehingen Urspring, immer wieder von Konsequenzen gesprochen. Nun, nach der fünften Niederlage im sechsten Saisonspiel, reagierte er. „Fred Miller wird nicht mehr für uns spielen.“ Bereits in den vergangenen Partien war zu sehen, dass der Sommerneuzugang ein Störfaktor im Spiel der Steeples war und immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen hatte. So wurde er bei der Niederlage gegen Heidelberg etwa die komplette zweite Halbzeit nicht eingesetzt und kam letztlich auf keinen Punkt und nur acht Minuten Einsatzzeit. „Es hat einfach nicht funktioniert“, sagt Reinboth. Zwar hätte sich Miller „gut in die Mannschaft eingebracht“, jedoch blieb er hinter den Erwartungen des Trainers zurück. Mit lediglich vier Punkten und einem Rebound pro Spiel war er nicht die erhoffte Unterstützung für die Ehinger. „Er sollte ein Flügelspieler sein, der sehr flexibel einsetzbar ist, das war dann aber nicht so.“ Selbst die Größe des Spielers hätte nicht den Angaben entsprochen. „Wir bedanken uns bei ihm, aber so ist es jetzt für beide Seiten besser“, sagt Reinboth. Ob die Steeples einen Ersatz holen, kann der Trainer noch nicht sagen: „Wenn alle Spieler fit sind, werden wir schauen, auf welcher Position wir noch einen Spieler brauchen.“

Vorerst will sich der Trainer jedoch nur auf das nächste Spiel konzentrieren. Denn bereits heute Abend geht es erneut gegen ein Team aus dem Spitzenfeld der Liga: den Kirchheim Knights. Mit fünf Siegen aus sechs Partien stehen sie derzeit auf dem vierten Tabellenplatz. „Kirchheim ist eine vielseitige Mannschaft, die zu Recht da oben in der Tabelle steht“, sagt Trainer Reinboth.  Ein Blick auf die Statistiken zeigt jedoch, dass vier der fünf Erfolge enge Partien waren, bei denen letztlich nur zwei Punkte die Teams trennten. „Das mag vielleicht glücklich sein, aber sie erarbeiten sich auch ihr Glück“, sagt Reinboth, der hofft, dass nun die Steeples auch einmal an der Reihe sind mit dem Glück.

Dafür kann Reinboth auf einen Spieler zurückgreifen, der Kirchheim wohl so gut kennt, wie kaum ein anderer: Radi Tomasevic. Tomasevic spielte insgesamt sieben Jahre für die Knights und  war lange Zeit Führungsspieler der Mannschaft. Ob der Routinier jedoch zum Einsatz kommt, ist ungewiss. Denn zuletzt musste er wegen einer Grippe aussetzen. „Wer Radi kennt, der weiß, man müsste ihm beide Arme und Beine abschlagen, damit er nicht spielt“, so Reinboth und lacht.  Neben Tomasevic ist auch der Einsatz von Center Tobias Jahn weiter ungewiss, jedoch ist er bereits wieder leicht ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Ob er spielt, ist schwer zu sagen, das müssen wir von Tag zu Tag abwarten.“

Um gegen Kirchheim punkten zu können, müssen die Ehinger vor allem die beiden US-Amerikanischen Neuzugänge Jonathon Williams und Seth Hinrichs in den Griff bekommen, die zusammen über 30 Punkte für die Ritter pro Spiel erzielen. Aber nicht nur diese beiden Spieler gilt es im Auge zu behalten. „Bei ihnen müssen wir jeden Spieler im Auge behalten.“

Punkte erzielt das Team Ehingen Urspring im Schnitt pro Partie. Damit stellen sie die zweitschlechteste Offensive in der Liga. Nur die Baunach Young Pikes (64,5) steht noch hinter den Steeples.

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