Prügelnder Linienrichter Rückblick: Was im Ehinger Sport vor 25 und vor 50 Jahren geschah

1991 kam es zu einer Verhandlung zwischen einem Fußballer und einem Linienrichter. Der Unparteiische hatte nach einem Foul die Beherrschung verloren, ging auf den Spieler los und verletzte ihn.

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Siegerehrung beim Allmendinger Fußballturnier. Vorsitzender Karl Knab (rechts) überreicht den Pokal an den Spielführer des SSV Ehingen-Süd, Ulli Brunner (links).  Foto: 

Vor 25 Jahren

Schiedsrichter haben es nicht leicht. Sie sind da, um ein Spiel zu leiten und darauf zu achten, dass alles in geordneten Bahnen verläuft. Doch dabei stimmt die Meinung von Schiedsrichtern nicht immer mit der Anschauung aller Spieler auf dem Platz überein. Je nachdem, was der Schiedsrichter macht, mindestens die Hälfte der Beteiligten fühlt sich benachteiligt. Dabei vergessen die Fußballer ab und zu schon mal ihre gute Elternstube. So wird der Unparteiische beschimpft, angepöbelt und in extremen Fällen auch angegriffen. Doch nicht immer muss die Aggression von den Fußballern ausgehen - auch mit Schiedsrichtern kann schon einmal das Temperament durchgehen.

Ein ebensolcher Fall ereignete sich vor 25 Jahren in der Region Ehingen. Als Heinz Breitbarth vom SV Herbertshofen ausgerechnet den Emerkinger "Starstürmer" Paul Egle bei einem Foul verletzte, brannten bei dem Linienrichter aus Emerkingen die Sicherungen durch. Er packte den Herbertshofener am Genick und drückte ihn "hart" zu Boden. Immerhin war der junge Fußballer anschließend vier Wochen krankgeschrieben und musste zwei Wochen mit einer Halskrause herumlaufen.

Daher hatte der Zwischenfall auch ein Nachspiel vor dem Amtsgericht Ehingen. Dabei sagte der Schiedsrichter, dass es "ein hartes, aber faires Spiel" gewesen sei, eben bis zu jenem Foul. Beide Spieler sind mit gestreckten Beinen zu einem Zweikampf gegangen, wobei der Emerkinger mit den Stollen am Bein getroffen wurde. "Ich glaub du spinnst, mir müsset doch alle am Montag schaffe", sagte er anschließend zum Herbertshofener Spieler. Doch bei Worten blieb es nicht. "Da hat es an Schlag getan, da bin i am Boden g'lege", sagte Breitbarth bei der Verhandlung über den unerwarteten Schlag des heimischen Linienrichters.

Der Richter schlug vor, beide Parteien (Breitenbarth und der Linienrichter) sollten sich auf die Zahlung eines Schmerzensgelds einigen. Somit werde das Strafverfahren wegen Körperverletzung eingestellt. Beide Parteien zahlten schließlich 500 Mark.

Aber auch sportlich ging es vor 25 Jahren in der Region zu. So fand in Allmendingen die sechste Auflage des Hallenturniers statt. Dabei zeigte sich der Titelverteidiger SSV Ehingen-Süd in guter Form und wiederholte den Erfolg aus dem Vorjahr. Im Finale des Turniers trafen die Kirchbierlinger auf die TSG Ehingen und setzten sich letztlich deutlich mit 4:2 durch.

Bei der späteren Siegerehrung überreichte der Allmendinger Vorsitzende Karl Knab (rechts) den Pokal an den Spielführer des SSV, Ulli Brunner.

Vor 50 Jahren

Grund zur Freude hatten 1966 auch die Ehinger Handballer. Beim heimischen Turnier in der Stadthalle gewannen die Donaustädter knapp vor der punktgleichen Mannschaft aus Kottern. Ausschlaggebend war das bessere Torverhältnis der Hausherren. So hatten sie nach vier Spielen und drei Siegen 36:28 Tore. Kottern hingegen hatte 32:26.

Enttäuschend war dagegen das Abschneiden der Mannschaft aus Wangen. Vor dem Turnier noch hoch gehandelt, gelang den Allgäuern nur ein Sieg und ein Unentschieden. Dritter wurde Friedrichshafen; letzter Weingarten.

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