Nachschuss: Fußball-Nachrichten aus der Region

Schwache Favoriten, erfolgreiche Torhüter und vergebene Chancen: Fußball-Nachrichten aus den Ligen der Region.

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Bochtlers Ball-Ballett

Das Spiel der TSG Ehingen beim FV Biberach (3:2 für die Gastgeber) weckte großes Interesse bei vielen Zuschauern. Ex-TSG-Stürmer Julian Guther beobachtete das Spiel neben dem verletzten Johannes Striebel (Kreuzband). Theo Trajkovski von Schelklingen-Hausen war da, ebenso die Landesliga-Konkurrenz vom SSV Ehingen-Süd: Uli Hymer und Helmut Schleker standen am Spielfeldrand. Neben TSG-Spielleiter Karl-Heinz Hofmann stand Ex-Trainer Michael Bochtler. Der ehemalige Übungsleiter überzeugte dann in der Halbzeitpause gemeinsam mit seinen beiden Söhnen bei gemeinsamen Pass- und Technikübungen - teilweise sogar mit Wurstsemmel in der Hand.

Verspäteter Heimberger

In der 62. Minute wollte TSG-Trainer Markus Wolfmiller mit Christoph Heimberger beim Stand von 1:2 aus Ehinger Sicht offensiv wechseln - und zudem den akut gelb-rot-gefährdeten Kapitän Patrick Mrochen vom Feld nehmen. Der kam aber, nachdem er sich zuvor schon für einen Platzverweis beworben hatte, tief in der Biberacher Hälfte zu spät in einen Zweikampf und sah zurecht die zweite gelbe Karte. Somit musste Heimberger sich die Trainingsjacke wieder anziehen, ehe er acht Minuten später dann für Paolo Soumpalas eingewechselt wurde.

Keine Neuzugänge bei Süd

Keine Kaderveränderungen zur Rückrunde gibt es bei den beiden Landesligisten SSV Ehingen-Süd und SV Kehlen, wie die beiden Trainer Klaus Dorn und Peter Scheifler bekräftigten. "Bei uns läuft es. Unser Kader ist breit aufgestellt," sagte Dorn, der keine Unruhe durch Neuzugänge in die Mannschaft bringen möchte. "Bei uns gibt es keine Änderungen," betonte Scheifler, der vor der Runde bereits viele Zugänge integrieren musste. Zudem sollen junge Spieler Einsätze erhalten.

SSV-Zug kommt ins Rollen

Süd-Coach Klaus Dorn machte nach dem 5:0-Sieg gegen Kehlen die Feststellung, dass wenn seine Elf schnell mit 1:0 oder 2:0 in Führung gehe, seine Mannschaft richtiggehend ins Rollen komme. "Ich habe unsere Mannschaft noch nie so schlecht gesehen," bedauerte Scheifler, den in Halbzeit eins besonders die Phase nach dem ersten Gegentor wurmte, als sich seine Elf mehr mit den Fouls und den gelben Karten beschäftigt habe als mit dem Gegner.

Tor-Konto aufgebessert

Während Daniel Di Leo (Friedrichshafen) und Axel Maucher (Ravensburg) mit jeweils 14 Treffern die Torjägerliste der Landesliga anführen, konnten gleich drei Kirchbierlinger ihr Konto aufbessern: Sowohl Johannes Rech (jetzt 7) und Michael Turkalj (6) als auch Hannes Pöschl (5) mit seinem Dreierpack besserten ihr Konto auf.

TSG-Spiel ohne "Sechs"

Die TSG Rottenacker bezog beim FV Bad Saulgau mit dem 0:3 ihre neunte Saisonniederlage in 15 Spielen. Bedenkt man, dass der Gastgeber FV Bad Saulgau als Zweiter zu den Giganten in dieser Runde gehört und andererseits die TSG am Samstag sechs Stammkräfte ersetzen musste, muss man der TSG mildernde Umstände zugestehen. Denn es fehlten der Spielführer Dennis Gogeißl, Torhüter Andre Gobs, Philipp Hohenwarter, Florian Schwarzenbach, Philipp Brunner und Julian Lachenmaier. Die meisten mussten aus beruflichem Grund passen. Pressewart Uwe Schneider meint, diesen Aderlass könne wohl kein Amateurverein einfach so wegstecken.

SF-Chancen versiebt

Die SF Kirchen hatten mit ihrem Gastgeber SV Ebenweiler eigentlich einen schlagbaren Gegner, den sie bei einem Sieg überholt hätten. Trotz spielerischer Vorteile und einer engagierten Leistung vor allem in der ersten Hälfte, seien die Sportfreunde an ihrem derzeitigen Hauptproblem, der schwachen Torausbeute gescheitert, sagte der SF-Pressewart Reiner Schrode. Nur ein einziges Mal habe bei den Gästen das Angriffsspiel funktioniert: Jürgen Heinzelmann flankte von links, Markus Blum legte per Kopfball für Simon Müller auf, der aus fünf Metern volley zum 2:1 abzog. Ansonsten vergaben die SF-Stürmer Oliver Letzner, Markus Blum und Alexander Knittel beste Torchancen, das sich durch das zweite SV-Tor rächte.

Torhüter Baric blieb Sieger

Viele Fußballanhänger wunderten sich, als in der Sommerpause der Bad Buchauer Torhüter Ivan Baric zum Ligakonkurrenten FV Neufra wechselte. Bei seinem neuen Verein ist er auf jeden Fall ein Leistungsträger, der dazu beigetragen hat, dass der Ligakrösus mit nur 18 Gegentreffern die beste Abwehr hat. Am Sonntag jedoch hatte er ein besonderes Erfolgserlebnis, als er in Bad Buchau einen Strafstoß seines ehemaligen Mitspielers Arnold Zizer parierte und zudem der FV mit dem knappsten aller Ergebnisse, einem 1:0-Erfolg die Spitze verteidigte. Am nächsten Samstag steigt das Spiel der Giganten, Spitzenreiter Neufra gegen Bad Saulgau.

Totgesagte leben länger

Der Daugendorfer Trainer Christoph Kappeler lieferte das Zitat des zweiten Rückrundenspieltags der Bezirksliga: "Totgesagte leben länger". Er meinte damit den SV Daugendorf, der den ersten Saisonsieg gegen Altheim errungen hatte, nachdem eine andere Tageszeitung den Tabellenletzten bereits als Absteiger vorzeitig abgestempelt hatte. Bester Spieler sei der 19-jährige Tobias Widmer gewesen, der den Altheimer Torjäger Florian Geiselhart mit fairen Mitteln in Schach gehalten habe und das Siegestor erzielte.

Schwache Favoriten

Fest den Dreier eingeplant hatten die Favoriten des Spieltags am Wochenende in der Kreisliga A und B1. Nur acht Punkte gingen am Ende tatsächlich auf das Konto der tabellarisch besser gestellten Vereinen. Die Underdogs erspielten sich respektable Ergebnisse: In der Kreisliga A nimmt Bussen beispielsweise weiter Fahrt auf und gewann auch gegen den FC Schelklingen/Alb, Altheim trotzte zu Hause dem Zweitplatzierten Ertingen ein torloses Remis ab. Verloren haben Oberdischingen und Hausen gegen vermeintlich schwächere Gegner. Auch Ligaprimus Munderkingen tat sich gegen Emerkingen schwer. In der Kreisliga B1 hat es die TSG Ehingen II geschafft, gegen Dettingen ein Unentschieden rauszuholen. Süd II stellte sich Lauterach in den Weg, das dann am Ende mit Glück gewann. Und in Untermarchtal schoss Goalgetter Valentin Gombold mit seinem dritten Treffer seinen FC Marchtal in der Nachspielzeit zum Sieg gegen Herbertshofen. In diesen Ligen kann jeder jeden schlagen, wie am vergangenen Sonntag geschehen.

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