In der Kirchbierlinger Defensive klemmt’s noch gewaltig

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Wer hat die Lufthoheit? Kapitän Michael Turkalj (10) und Hannes Pöschl (hinten, 23) steigen im Heimspiel gegen Dorfmerkingen zum Kopfball hoch. Das 2:4 war nicht zu verhindern.  Foto: 

Torchancen im Minuten-Takt – aber nicht für Gastgeber SSV Ehingen-Süd, sondern für den Tabellenzweiten und WFV-Pokalsieger Spfr. Dorfmerkingen: So gestaltete sich die Partie in Kirchbierlingen, in der der SSV in den ersten 20, 25 Minuten kaum Zeit zum Luftholen hatte. Taktik-Fuchs Helmut Dietterle hatte den richtigen Riecher. „Ehingen-Süd ist eine gute Mannschaft im Spiel nach vorn, aber hinten ist sie anfällig, das wussten wir”, sagte der Dorfmerkinger Trainer nach der Begegnung. Seine Mannschaft habe sich zeitweise das Leben selbst schwer gemacht, fügte Dietterle hinzu. Am 4:2-Auswärtssieg gab es jedoch nichts zu rütteln.

Michael Bochtler machte gleich mehrere Baustellen bei den Seinen aus: „Wir hatten große Defizite in den ersten 20, 30 Minuten”, sagte er, „der Gegner kam immer in die Schnittstellen gelaufen.” Ob Innen- oder Außenverteidigung, die Zuordnung ließ zu wünschen übrig. In der zweiten Halbzeit habe es seine Mannschaft dann besser gemacht.

Bochtler haderte mit den Unparteiischen: Michael Turkalj habe gefoult, aber Jonas Guggenmoser dafür die Gelbe Karte bekommen. Das sollte sich später noch negativer für Süd auswirken, als Guggenmoser mit Gelb-Rot vom Feld musste (67.). Seine Entscheidung beschrieb Schiedsrichter Benjamin Kammerer aus Bösingen so: „Er hat ihn an der Hüfte festgehalten.“ Der Platzverweis war aus Bochtlers Sicht entscheidend: „Wenn wir diese Karte nicht bekommen, spielen wir unentschieden; ein Punkt war drin.”

Gleichwohl hatte Bochtler vor dem hochkarätig besetzten Gegner und klaren Favoriten gewarnt. Im Stadion-Heft des SSV schrieb er: „Mit Marco Haller (22 Spiele in der 2. Bundesliga und knapp 150 Spielen in der 3. Liga für den VfR Aalen, Jahn Regensburg, Würzburger Kickers) haben sich die Sportfreunde im Sommer nochmal kräftig verstärkt. Neben ihm sind die bekanntesten Spieler Niklas Weißenberger und Fabian Weiß. In der Summe stehen uns heute 48 Mal 2. Bundesliga, 180 Mal 3. Liga und 271 Mal Regionalliga gegenüber.”

Aber auch in Unterzahl ließ sich Süd nicht komplett zurückfallen. Angetrieben von Philipp Schleker und Timo Barwan, den beiden agilsten Kirchbierlingern, konnte der SSV die Partie zwar offener halten, aber zum Remis reichte es nicht mehr. Schleker knickte in der letzten Minute um und musste vom Feld. Zuvor ging Hannes Pöschl vom Platz, nachdem er einen Schlag auf den Fuß bekommen hatte.

Bleibt also viel Arbeit auf dem Spielfeld und bei der medizinischen Abteilung von Ehingen-Süd, das am kommenden Samstag beim VfL Sindelfingen ran muss. Dann ist auch Torjäger Filip Sapina, der am Samstag seinen 25. Geburtstag feierte, wieder im SSV-Kader.

Pfullingen holt Punkt

Wie der SSV Süd kommt auch der VfL Pfullingen nicht aus dem Keller raus und wartet weiter auf den Befreiungsschlag. Schon am Freitagabend trennte sich der VfL mit 2:2 vom FC Albstadt. Dominik Früh (47.) und Heiko Schall (66.) schossen die Konietzny-Elf zwar 1:0 und 2:1 in Führung, aber Pietro Fiorenza machte nahezu postwendend die Träume unterm Schönberg zunichte (54., 67.). Mit einem 2:2-Remis mussten vier weitere Teams zufrieden sein: Bei Rutesheim gegen Neckarrems und Normannia Gmünd gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen wurden die Punkte geteilt.

Erneut überzeugen konnte die TSG Tübingen. Der Aufsteiger besiegte auf schwerem Geläuf den FC Wangen mit 3:1. Lars Lack (2) und Jonas Frey gaben wieder die Torjäger vom Dienst; für die Allgäuer traf Kapitän Okan Housein noch zum 1:1-Ausgleich.

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