Ein Bonbon für Granheim

Die Fußball-Frauen des SV Granheim sind das einzige Team aus der Region, das sich fürs WFV-Hallenfinale am Sonntag in Munderkingen qualifiziert hat. "Das ist ein Bonbon für uns", sagt Trainerin Katja Wittfoth.

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Der amtierende Bezirkshallenmeister SV Granheim muss sich bei der württembergischen Endrunde am Sonntag in Munderkingen mit hochkarätiger Konkurrenz auseinandersetzen. Archivfoto

Die Fußball-Frauen des SV Granheim wollen ihre Erfolgsgeschichte auch in der Halle fortschreiben und sich als einziger Vertreter aus der Ehinger Region beim Verbandsfinale in Munderkingen nochmal von ihrer Schokoladenseite zeigen. Trainerin Katja Wittfoth und ihre Schützlinge stecken am kommenden Wochenende jedoch etwas in der Zwickmühle. Denn nachdem am heutigen Mittwoch die Vorbereitung auf die Freiluftsaison begonnen und Wittfoth für Samstag das erste Vorbereitungsspiel auf Kunstrasen in Unterzeil vereinbart hat, müssen die Älblerinnen am Sonntag wieder umdenken beziehungsweise sch wieder komplett umstellen.

Am Sonntag sind nämlich wieder die Hallenschuhe gefragt, wenn in Munderkingen zur WFV-Hallen-Endrunde eingeläutet wird. "Ich hoffe, dass sich im Freien niemand verletzt und dass in der Halle noch ein, zwei Spielerinnen dazu kommen. Ansonsten sollen diejenigen spielen, die bislang die Hallenrunde bestritten haben.

Für Trainerin Katja Wittfoth ist die Halle eher ein rotes Tuch. "Mein Hauptaugenmerk gilt der Freiluftsaison", betont sie. Wegen der großen Verletzungsgefahr sei sie kein Hallen-Fan. Gleichwohl freut sie sich, dass ihre Schützlinge die Endrunde erreicht haben. "Das sollen sie jetzt auch noch mitnehmen", sagte sie, "das ist das Bonbon."

Ihren Spielerinnen lässt Wittfoth freie Hand beim Einsatz auf dem Hallenboden. "Einige wollen von sich aus nicht in der Halle spielen", sagt Wittfoth. Die Mannschaft besitzt eine gute Mischung aus gestandenen Landesligaspielerinnen und solchen, die vom Alter her noch zu den B-Juniorinnen gehören wie Vanessa Rapp und Nancy Oßwald, die Tochter des Abteilungsleiters.

"Wir haben nicht unbedingt mit dem Weiterkommen in der Halle gerechnet", erläutert der Granheimer Fußballchef Reinhold Oßwald, "da waren die Termine für die Testspiele schon vereinbart." Es sei überhaupt schon ein Erfolg, unter den besten zwölf WFV-Mannschaften zu sein. Oßwald räumt ein, dass das Team in der Vorrunde auch etwas Glück gehabt habe. Eine Klasse für sich ist der TSV Tettnang, der in Grünkraut Erster wurde vor Gomadingen und Granheim.

Am Sonntag bekommt es Landesligist Granheim in Munderkingen in Gruppe A wieder mit dem Verbandsligisten zu tun. Außerdem trifft der SVG auf den Titelverteidiger TV Derendingen (Oberliga), TSV Crailsheim II (Verbandsliga) sowie FV 09 Nürtingen und TSF Frommern-Dürrwangen (beide Landesliga).

Oßwald sieht sein Team gegenüber der Konkurrenz teilweise zwar technisch unterlegen, macht dafür aber eindeutige andere Pluspunkte aus. Der Siegeswillen ist enorm", sagte er, "wenn sie in ein Spiel reingehen, dann kämpfen sie und wollen auch gewinnen." Darüber hinaus verfüge der SV mit Silvia Bäuerle über eine gute Torfrau. "Wir haben keinen Druck am Sonntag", sieht Oßwald der Finalrunde entspannt entgegen. So sieht es auch Trainerin Wittfoth: "Wir haben nichts zu verlieren."

Locker auftreten kann auch der Anhang des SV Granheim. Die Grün-Weißen müssen nicht so weit fahren und haben am Sonntag so etwas wie Heimvorteil. Die Endrunde beginnt um 10 Uhr in der neuen Sporthalle mit der Partie von Titelverteidiger Derendingen gegen Crailsheim II. Granheim bestreitet um 10.24 Uhr das erste Gruppenspiel gegen Nürtingen.

Info Granheim will am Sonntag mit diesem Kader in der Halle antreten: Silvia Bäuerle, Nadine Boss, Jenny Rovisan, Jana Füller, Katja Stemmer, Ina Eisele, Kathrin Gems, Franziska Uhl, Nancy Oßwald, Vanessa Sachpazidis, Vanessa Rapp, Veronika Uhl.

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