Ehrenamtsveranstaltung im Fußballbezirk Donau bei der Sparkasse in Ehingen

Mit einem Festakt ehrten Deutscher Fußballbund (DFB) und der Württembergische Fußballverband (WFV) drei herausragende Vereine, darunter den SV Uttenweiler, und elf Ehrenamtliche im Bezirk Donau.

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Der SV Uttenweiler belegte Platz eins in der Kategorie WFV-Vereins-Ehramtspreis 2013.  Foto: 

Norbert Laske, Vorstandsmitglied im WFV und auch "Mister Ehrenamt" genannt, freute sich am Donnerstagabend im vollen Michel-Buck-Saal der Sparkasse Ehingen über seine Aufgabe, verdiente Freiwillige würdigen zu können. Laske forderte eine weitere Stärkung des Ehrenamtes.

Bezirks-Chef Jürgen Amendinger und sein Ehrenamtsbeauftragter Hubert Frank stellten die Projekte detailliert vor. Gastgeber und Direktor der Sparkasse, Klaus Höpner, sagte: "Ohne Ehrenamt läuft nichts, ohne Geld auch nicht." Höpner verwies auf die Satzung der Sparkasse, wonach eine Förderung des Ehrenamtes geboten sei. Dem komme die Sparkasse und auch andere Wettbewerber gerne nach.

In der Kategorie "WFV-Vereins-Ehrenamtspreis 2013" ehrten Amendinger und Laske drei Vereine. Für die Prämierung war die Darstellung eines "in die Zukunft weisenden Projekts eindeutig vorrangig", betonte Amendinger. Sieger wurde der SV Uttenweiler. Der Verein glänzte mit einer Baumaßnahme und legte binnen eines Jahres ein neues Rasenspielfeld an. Zwingend war dieses Projekt, weil den vielen Fußballern in Uttenweiler ein belastbares Trainingsfeld fehlte. Das konnte bisher nur in den Sommermonaten und ohne Beleuchtung genutzt werden. Zudem gab es Einschränkungen durch Lärmschutzbestimmungen. Da das neue Spielfeld in der Nähe des Vereinsheims angelegt werden sollte, mussten die Ehrenamtlichen in aufwendiger Eigenleistung ein Bachbett verlegen. Die veranschlagten Kosten von 270 000 Euro wurden durch 5000 freiwillige Arbeitsstunden und der Gestellung von Maschinen und Geräten unterschritten.

Auch der zweite Sieger, der FV Neufra mit dem Vorsitzenden Norbert Selg, packte in den letzten zwei Jahren hart an. 40 Tonnen Baustahl, 50 Tonnen Profilstahl, 250 Quadratmeter Verglasung und sechs Kilometer Elektroleitungen wurden für die neue Waldstadionbühne verarbeitet. 174 Mitarbeiter leisteten 8000 freiwillige Arbeitsstunden.

Mit der Verwirklichung von zwei Vorhaben, nämlich der "Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs" sowie dem "Vereinsdialog" punktete der SC Blönried und holte den dritten Platz. Im "Vereinsdialog", einem Projekt des DFB, brachten sich die Blönrieder aktiv ein.

DFB und WFV haben vor, Verbände und Vereine für die Zukunft fit zu machen. Wichtig dabei ist, weniger Vorgaben von oben zu machen, sondern den Verantwortlichen vor Ort zuzuhören. Schwerpunkte sind hierbei unter anderem: Flexibilisierung Spielbetrieb, Ehrenamt, Außendarstellung Amateurfußball und Kooperation mit dem Bezirk und Landesverband.

In der Kategorie "Ehrenamt 2013" des DFB ehrten Frank und Laske elf ehrenamtliche Sportler. In die Auswahl kamen Menschen, sagte Frank, "die feste Ämter und Aufgaben" in den Jahren 2010 bis 2013 übernommen haben, und Vereinsmitglieder, die "unabhängig von einer festen Position seit 2010 projektbezogene, herausragende ehrenamtliche Leistungen erbracht haben". Der Bezirk Donau habe in diesem Jahr zwar keinen Bezirkssieger hervorgebracht, der es in den 100er-Club des DFB schaffe, dennoch seien die Leistungen bemerkenswert. Juliana Miehle von den SF Bussen wurde Bezirkssiegerin des Bezirkes Donau. Bei den SFB ist sie seit ihrem zweiten Lebensjahr Mitglied. Seit Miehle elf ist, engagiert sie sich als Helferin beim Grundschulturnen. Nach und nach qualifizierte sie sich zur Übungsleiterin und Trainerin. Durch ihr Wirken wurde 2012 ein Kinderturn-Club gegründet. Miehle engagiert sich im Jugendausschuss des Gesamtvereins, organisiert Freizeiten, Ausflüge, Spiel- und Bastelangebote und kämpft dafür, turnerisch vorgebildete Mädchen auch in den Fußball zu integrieren. Seit über sechs Jahren betreut sie zudem die Internetseite ihres Klubs. Für den DFB und den WFV ist sie somit "ein Vorbild der jungen Generation", freute sich Frank. Miehle erhält ein Dankeschön-Wochenende in der Sportschule Ruit. Zweiter wurde Marc Bock vom FV Altshausen. Der ehemalige Torjäger arbeitet seit Jahren als Pressewart, war mitverantwortlich für die neuen Trainingsplätze. Tanja Kottmann von der SG Altheim wurde Dritte. Die Fußballerin und Schiedsrichterin blieb ihrer SGA immer treu, obwohl sie ihre Oberliga-Laufbahn bei anderen Klubs machte. Kottmann verfolgt das Ziel einer Wiedereinführung des Frauenfußballs in Altheim. Ferner betreut sie als Trainerin verschiedene Mannschaften. Nicht zu vergessen: Kottmann spielte in der WFV-Mädchenauswahl. Geehrt wurde unter anderem auch Darinka Rehm (SV Unterstadion). Die Preisträger erhielten eine original DFB-Uhr mit einer Urkunde, unterschrieben vom Präsidenten Niersbach.

Grußworte hielten Bürgermeister Sebastian Wolf und der Erste Landesbeamte des Alb-Donau-Kreises, Heiner Scheffold. "Ehre, wem Ehre gebührt", meinte Scheffold, selbst bekennender Freund des Fußballs. Die Sparkasse lud nach dem Festakt zu einem warmen Imbiss ein. Die Veranstaltung wurde musikalisch durch das Querflöten-Duo Max Beck und Verena Kuhn (Jugend-Musikschule Ehingen) veredelt.

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