Die Liga mit dem langen Atem

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Die TSG Ehingen, hier Narciso Filho (blaues Trikot) am Ball, ist derzeit das Maß der Liga. Das musste auch Verfolger und Mitkonkurrent FV Altheim schmerzlich erfahren. Foto: Herbert Geiger  Foto: 

Eine lange Hinrunde fand mit den letzten Nachholpartien am vergangenen Wochenende zu ihrem Ende. Die Trainer der 17 Bezirksliga-Teams sind froh, dass es für dieses Jahr vorbei ist. Das ist ihre einstimmige Meinung. Denn seit Mitte August haben einige Teams bis zu 23 Partien absolviert. Lange Fahrtstrecken, viele Verletzungen und einige Partien an Wochentagen stellten die Teams vor Probleme in dieser Phase.

Nach der Hälfte der Spiele beherrschen vor allem zwei Teams die Liga: An die Spitze setzten sich fast von Beginn an die beiden Favoriten, Landesliga-Absteiger TSG Ehingen und der Vorjahres-Vizemeister FV Altheim. Diese beiden Clubs stellen auch die bisherigen Bestmarken in Offensive und Defensive auf. Während Altheim mit 63 erzielten Toren den stärksten Angriff aller Ligen in der Region stellt, gab es  bei der Ehinger Abwehr kaum ein Durchkommen – die Elf von Udo Rampelt musste bisher lediglich neun Gegentreffer hinnehmen.

Generell sind die Ehinger das Maß der Liga. Nach der Auftakt-Niederlage am ersten Spieltag in Krauchenwies geriet das Team nicht mehr ins Stolpern. Garant für die Tabellenführung ist sicherlich vor allem die starke defensive Leistung, durch die die TSG den Gegnern nur wenige Punkte  überließ. Gegen Verfolger Altheim demonstrierte die Rampelt-Truppe im Spitzenspiel ihre Stärke: Ehingen gewann zuhause mit 2:0. Doch auch der Übungsleiter des Spitzenreiters freut sich auf die Pause: „Die Mannschaft hat jetzt einen Monat Ruhe zum Regenerieren, dann geht es wieder los“. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Ehinger mit der Vorrunde zufrieden und auf dem besten Weg zum direkten Wiederaufstieg. „Wir hatten nicht erwartet, jetzt schon ganz oben zu stehen, aber da wollen wir jetzt auch nicht mehr weg“, gibt Rampelt als Ziel für die Rückrunde aus.

Die Erwartungen aller Verantwortlichen übertroffen hat die Hinrunde des FV Schelklingen-Hausen. Der Aufsteiger, der überhaupt das erste Mal in der Bezirksliga spielt, ärgerte mit seinen schnellen Kontern schon so einige Favoriten. „26 Punkte nach der Hinrunde, das ist sehr gut. Das hätte bei uns keiner erwartet“, sagt FV-Coach Jens Kannemann. Er hatte vor der Saison das Traineramt übernommen und den Kader kaum verändert. Nach anfänglichen Anpassungsproblemen gelang es den Schelklingern immer besser, in die Runde zu kommen. Dabei musste Kannemann nach einigen Platzverweisen und Verletzungen sein Team immer wieder umbauen, doch bis auf wenige Spiele schien dem Aufsteiger der Sprung in die Bezirksliga gelungen zu sein: „Wenn wir so weiter machen, sind wir auf einem guten Weg zum Klassenerhalt.“

Einen starken Start in die Saison, der auf einer guten Vorbereitung aufbaute, erwischte die TSG Rottenacker. Doch als die Verletzungsprobleme auch die Mannschaft von Trainer Uli Theuer trafen, ging es immer weiter bergab. Noch an Spieltag elf lag Rottenacker auf Rang drei und muss sich nun zum Jahreswechsel mit Platz neun und nur sieben Punkten auf den ersten Abstiegsplatz begnügen. „Das ist schon eine Art Déjà-Vu-Erlebnis, wenn man an die vergangene Saison denkt“, erinnert sich Theuer. Damals gelang nach gleichem Saisonverlauf erst drei Partien vor dem Ende der Klassenerhalt. Theuer hofft nun auf Verstärkungen im Winter, um den personellen Engpass, der zeitweise bestand, nicht zu groß werden zu lassen.

Auch der Kampf um den Klassenerhalt verspricht weiterhin Spannung, steckt doch mehr als die Hälfte aller Teams noch voller Abstiegssorgen. Bis auf Schlusslicht Hettingen/Inneringen mit erst fünf Punkten trennen den Vorletzten und den Tabellensiebten lediglich zehn Zähler. Auf einem dieser prekären Plätze liegt der SV Oberdischingen. Der Aufsteiger, der erstmals seit knapp 40 Jahren wieder in der höchsten Spielklasse des Bezirks vertreten ist,  kam bisher nie über Platz zwölf hinaus. Ein Grund dafür ist beim Team von Trainer Mario Gegic die anhaltende Auswärtsschwäche – auf fremdem Platz holte keine Mannschaft weniger Punkte. In den Heimspielen dagegen überzeugte der am östlichsten gelegen Verein der Liga oftmals, sammelte bisher aber nur vier Siege. In der Rückrunde hofft Gegic auf eine Besserung der Situation. „Erstmals sind wir froh über die Pause, die wir zur Regeneration nutzen werden“, sagt Gegic. „Richtung Klassenerhalt ist noch alles möglich, wenn alle Spieler fit sind“.

Elfmeter hat die TSG Rottenacker in dieser Saison bislang verschossen. An eine solche negative Serie erinnern sich selbst alteingesessene TSG-Anhänger nicht zurück.

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