Bericht von Schiedsrichter schockiert

Beleidigt und bedroht: Der Bericht eines Schiedsrichters hat auf dem Staffeltag schockiert. Allerdings gibt es auch bei den Referees "schwarze Schafe".

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Auf dem Staffeltag der Bezirksligisten trug der Fußball-Bezirksvorsitzenden Jürgen Amendinger einen Bericht eines aktiven Schiedsrichters vor, der viele Vereinsvertreter erschauern ließ und für Kopfschütteln sorgte.

Amendinger zitierte den Schiedsrichter mit folgendem Wortlaut: "Im betreffenden Spiel wurde ich ab der 70. Minute von Spielern eines Spielpartners mit mehreren Beleidigungen konfrontiert, die, wie zum Beispiel ,Arschloch, aus der untersten Schublade kommen. Ab der 78. Minute wurde ich völlig lächerlich gemacht. Dadurch wurde ich immer unsicherer und wusste nicht, wie ich das Spiel im geordneten Rahmen beenden kann. Ich dachte sogar an Abbruch, ließ aber dann sogar eine Minute länger spielen, damit drei Ordner, die zu meinem Schutz präsent sein sollten, kommen konnten. Trotz weiterer Bedrohungen schaffte ich unter deren Schutz den Gang in die Kabine. Dort musste ich sogar erwägen, die Polizei zu Hilfe zu rufen, um unbeschadet Heim zu kommen. Meine Konsequenz aus diesen unmenschlichen Erlebnissen ist: Ich werde nur noch Jugendspiele meines Vereins pfeifen, aber keine aktiven Spiele."

Der Staffelleiter nannte weder den Namen des Schiedsrichters, das betreffende Spiel und keine weiteren Details. Die Erlebnisse in der Tatsachenbeschreibung eines Schiedsrichters sollten jedem Beteiligten im Spielbetieb zu denken geben. In der Gesellschaft würden sich die Menschen schneller ändern, "als wir es oft begreifen", leider vielfach zum Negativen. Die negativen Begleiterscheinungen seien oft desaströs und der Grund dafür, dass viele Schiedsrichter, vor allem junge Talente, vorzeitig ihre Laufbahn beendeten.

Staffelleiter Amendinger berichtete allerdings auch von einem Vorgang, den ein Schiedsrichter nach einem Bezirksligaspiel in Laiz ausgelöst hatte. Er habe nach dem Spiel sein ihm zustehendes Geld kassiert und trotzdem beim WFV beklagt, nicht bezahlt worden zu sein. Amendinger kritisierte zum einen, dass der Schiedsrichter sich direkt an die höchste Instanz in Stuttgart gewendet hatte und zum anderen, dass er doppelt kassieren wollte. Der FC Laiz habe die Auszahlung des Betrages nachweisen können. Erstaunlicherweise wurde der Referee nicht angezeigt.

Der Staffelleiter stellte aber auch positive Leistungen der Spitzenschiedsrichter vor: "Einen besonders schnellen Aufstieg hat der Schiedsrichter Gaetano Falcicchio vom FV Fulgenstadt geschafft, er leitet künftig Spiele in der Regionalliga", erklärte Amendinger. Uwe Stark aus Lauterach und Hubert Wetzel aus Bolstern pfeifen weiterhin in der Verbandsliga. Wie viele ihrer Kollegen in den weiteren Spielklassen würden sie mit viel Einsatz Woche für Woche den Fußball unterstützen.

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