Unterschiedliche Strafregister
Beim Aktiven-Fußball-Staffeltag in Rißtissen bekamen die 95 Vereinsvertreter der Kreisligen A 1 sowie der B 1 und B 2 die Bilanz des Sportgerichts Donau präsentiert. Die Register fielen unterschiedlich aus.
Die Zahlen des Sportgerichts hat Franz Heckenberger vorgelegt. In der Kreisliga A 1 gab es 46 Urteile, in der Kreisliga B1 waren es 23 und in der Kreisliga B 2 24. Somit seien die Vergehen gegenüber der Vorsaison in der A 1 um sechs gestiegen, die B1-Vereine seien mit neun Urteilen weniger deutlich sportlicher aufgetreten. Hingegen müsse die Zunahme der Urteile um 50 Prozent in der B 2, wo zwölf Vergehen mehr geahndet wurden, zu denken geben. Auf Bezirksebene sei die Gesamtzahl der Urteil auf 265 gestiegen, zwölf mehr als im letzten Bemessungszeitraum. Diese Vergehen, so bemerkte der Sportrichter, der auch künftig für die Kreisligen im Ehinger und Riedlinger Bereich zuständig ist, hätten der Kasse des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) den Betrag von 7.245 Euro eingebracht.
Der Bezirksvorsitzende Jürgen Amendinger informierte über die Änderungen im Spielbetrieb für die neue Saison. Eine wesentliche Neuerung ist der Handschlag der Mannschaften auf dem Spielfeld, wie bei der WM zum Beispiel praktiziert. Hier bedient sich der WFV des englischen Begriffes "shake hands". Künftig werden die Spieler der Gastmannschaft vor Spielbeginn im Vorbeigehen den bereit stehenden Akteuren der Heimmannschaft und anschließend den Schiedsrichter per Handschlag begrüßen.
Die Einrichtung von zwei technischen Zonen, seitlich neben dem Spielfeld, ist ebenfalls eine beachtliche Neuerung. Von der nach außen verlängerten Seitenlinie sind die Zonen jeweils mit zehn Metern Abstand nach links und rechts mit weiteren sechs Metern Breite einzurichten. Die Tiefe dieser Rechtecke werde von den zur Verfügung stehenden Maßen der äußeren Sportanlage abhängen. Wenn der am Spielfeldrand vorhandene Raum nicht ausreicht, können die Zonen bis zur Seitenlinie des Spielfeldes vorgerückt werden. In diesen Zonen dürfen sich die Ersatzspieler, die auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt sind, aufhalten. Außerdem können sich dort bis zu acht Teamverantwortliche aufhalten.
Die Entlastung und Wiederwahl des in drei Jahrezehnten gestählten Staffelleiters Werner Lechner erfolgten jeweils einstimmig (wir haben berichtet). Der Blick der Vereinsvertreter richtete sich dann auf das vom Bezirksvorsitzenden erstellte Übersichtsblatt nach dem neuen Spielsystem. Als Unterbau zur Bezirksliga gibt es jetzt nur noch zwei Kreisliga A-Staffeln, dafür aber vier Kreisliga B-Staffeln. Für die neue Runde gilt: Sowohl in der Bezirksliga als auch in den beiden A-Staffeln steigen die drei am schlechtesten platzierten Teams ab, der Viertletzte bestreitet das jeweilige Relegationsspiel.
Lechner ging auf die Terminplanung für die neue Runde ein. Sie beginnt in allen drei Staffeln (A1, B1 und B2) am Donnerstag, 19. August, und wird am 12. Dezember für die Winterpause unterbrochen. Die Fortsetzung erfolgt in der A1 am 27. Februar, in den beiden B-Staffeln am 13. März. Saisonende ist jeweils am Samstag, 4. Juni 2011. Die Festlegung des 1. Mai-Sonntags als Spieltag löste bei den Anwesenden einige Kritik aus. Die Überlegung, am Freitag oder Samstag zu spielen, brachte einige Gegenargumente. Doch dann entschieden sich Amendinger und Lechner im Gespräch mit den Vereinsvertretern auf den Regelspieltag am 1. Mai, als Ausnahmemöglichkeit wurde der Freitag oder Samstag zuvor bei Einigung der Spielpartner zugestanden. Lechner gibt den Vereinen Gelegenheit ihre Änderungswünsche für Punktspiele bis Freitag, 16. Juli, an ihn einzureichen.
Der Bezirksvorsitzende wies die Vereinsvertreter auf die bestehende Regelung für Spieler hin, die von ihrem Verein in höheren Ligen eingesetzt wurden. "Die Schutzsperre von zwei Tagen Differenz zum Einsatz in einer niedrigeren Liga gilt für alle Spieler, ausgenommen die bis zu 23-jährigen. Den jüngeren Akteuren sollen somit möglichst viele Einsatzmöglichkeiten geboten werden. Die Vereinsvertreter wurden darauf hin gewiesen, dass die beteiligten Vereine weiterhin selbst diese Schutzsperre prüfen müssten.
Der Granheimer Spielleiter Reinhold Oßwald sprach die Situation im Reservenspielbetrieb der Kreisliga B, 1, an. "Bei neun beteiligten Teams sind die Spieler in 16 Begegnungen einer Saison nicht genügend eingesetzt. Dann werden wir sie nicht auf Dauer halten können." Nach einiger Diskussion über die Vor- und Nachteile einer zusätzlichen "halben Runde" sprachen sich die Vereinsvertreter für die eineinhalbfache Runde aus. Nach Auskunft von Lechner bleibt es in der B2-Staffel bei der einfachen Runde mit Vor- und Rückspielen.
Der Rißtissener Ortsvorsteher Siegfried Hummel übergab mit anerkennenden Worten für die 30-jährige Tätigkeit von Staffelleiter Lechner dessen Gattin Karin für deren vielfältige Unterstützung einen Gutschein in Höhe von 30 Euro.
Die Empfehlung für die Vereine für die Eintrittspreise lautet: 2,50 Euro in der Kreisliga A und zwei Euro in den beiden B-Staffeln.
Bei der Frage nach dem nächsten Gastgeber für den Staffeltag bewarb sich nur der KSC Ehingen. Er wird im Gemeindehaus St. Michael am Wenzelstein statt finden.
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Autor: HANS BRAIG | 14.07.2010
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Auf packende Zweikämpfe dürfen sich die Akteure der Kreisligen einstellen.
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