Ulmer bleiben Chef am Kuhberg

Team Ehingen Urspring verliert zum Saison-Auftakt das Derby bei der Orange Academy Ulm mit 69:78. Trainer Reinboth sieht noch viele Baustellen.

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Zum Schluss am Boden war Team Ehingen Urspring, hier Sebastian Schmitt, im Derby gegen die Orange Academy. Seger Bonifant (re.) versucht Joschka Ferner beim Abschluss zu stören.  Foto: 

In der altehrwürdigen Ulmer Kuhberghalle hängen nicht nur die Basketball-Körbe noch an der Decke, dort hängen vor allem die süßen Trauben des Erfolgs ganz hoch. Dies musste zum Saison-Auftakt der zweiten Basketball-Bundesliga Pro A einmal mehr eine Ehinger Mannschaft feststellen. Das Team Ehingen Urspring unterlag gestern Abend der Orange Academy mit 69:78. Die Bilanz lautet damit 4:0 für die Ulmer; die Ehinger konnten den Kuhberg noch nie als Sieger verlassen.

Während in einem unteren Teil der Kuhberghalle ein Wahl-Lokal eingerichtet war, fiel die Wahl im sportlichen Bereich auf den Saison-Start-Knüller in der Pro A; das Nachbarschaftsduell zwischen der Orange Academy Ulm und dem Team Ehingen Urspring wollten sich 1200 Zuschauer, darunter zahlreiche Gästefans, nicht entgehen lassen.

Die Begegnung begann und endete mit einer Erfolgsstory der Gastgeber. Bevor es auf dem Parkett überhaupt los ging, überreichte Liga-Präsident Daniel Müller dem Pro B-Meister das Sieger-Banner, das Manager Thomas Stoll entgegen nahm. David Krämer wurde als Youngster der Saison geehrt, Danny Jansson als Coach des Jahres 2016/17. Schon vor dem ersten Tipp-Off in der neuen Liga konnten sich die Ulmer angesichts der vielen Auszeichnungen als Sieger fühlen.

So auch nach der Schlusssirene. Orange-Headcoach Jansson lobte in erster Linie den großen Einsatz seiner Mannschaft. Gästetrainer Domenik Reinboth, auf den noch sehr viel Arbeit wartet, haderte zwar mit den Fakten, dass er eine komplett neue Mannschaft und zudem viele Verletzte hat. Er sah allerdings auch, dass es noch an allen Ecken und Ende klemmt. „Das war ein Spiel, das wir gewinnen können, aber es gibt noch zu viele Baustellen“, sagte er.

Eine Groß-Baustelle gestern Abend im grünen Gäste-Team war die Rebound-Schwäche. Zwölf Offensiv-Rebounds krallten sich die Ulmer, während die Steeples gerade mal drei Abpraller unter des Gegners Korb holten. Bei den Defensiv-Rebounds fiel das Verhältnis ausgeglichener aus (25:23).

Vor allem in der entscheidenden Phase in der zweiten Halbzeit schnappte sich die Orange Academy acht Offensiv-Rebounds. Die Hausherren erwiesen sich als das eingespieltere Team; von Beginn an zeigten die Ulmer die flüssigeren Kombinationen und sichereren Ballstaffetten.

Das musste auch Reinboth anerkennen. „Es war eine tolle Stimmung hier und Ulm ist der verdiente Sieger“, sagte Reinboth, „jetzt haben wir uns auf uns zu konzentrieren und darauf, uns einzuspielen.“ Der Ehinger Headcoach will, dass seine Spieler ihre individuellen Stärken noch stärker herauskitzeln und einbringen.

Bester Werfer der Steeples war Jonathan Malu mit 15 Punkten, gefolgt von Davonte Lacy 10, Seger Bonifant 10 und Sebastian Schmitt 10. Bei Ulm glänzte Marcell Pongo mit 26 Punkten sowie David Krämer 14, Joschka Ferner 11 und Till Pape 10. Am 1. Oktober kommt Köln in die neue JVG-Halle.

Team Ehingen Urspring:

Malu 15 Punkte/9 Rebounds, Lacy 10, Bonifant 10, Schmitt 10, Noeres 8, Hayes 8, Kolo 3, Preston 3, Yebo 2.

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