Steeples wollen Veränderungen am Kader vornehmen

Mit der Niederlage in Chemnitz ist der Fehlstart der Steeples zu einer ernsten Krise geworden. Um da rauszukommen, suchen die Verantwortlichen nach Lösungen - die könnten auch in Kaderveränderungen liegen.

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Sieglos und "ein kleines bisschen ratlos": Headcoach Michael Spöcker und das Management der Steeples suchen nach Lösungen, wie sich die Ehinger Basketballer nach dem schlechtesten Start aller Zeiten wieder aufrappeln können.  Foto: 

Eines ist nach acht Spieltagen in der zweiten Basketball-Bundesliga ProA klar: So kann es für die Ehinger Basketballer nicht weitergehen. Acht Spiele, acht Niederlagen: Von Bundesliga über ProA bis hin zu den beiden ProB-Ligen sind die Steeples das einzige Team, das noch ohne Sieg dasteht. Es ist der schlechteste Start aller Zeiten. "Das ist eine Krise, das kann man nicht schönreden", sagt Headcoach Michael Spöcker. Die Sieglosigkeit, die aus der Hand gegebenen Spiele, die vielen Fehler - "Das nagt an den Nerven", sagt Spöcker, der in seinem ersten Jahr als Headcoach in der ProA ist. "Das ist schmerzhaft und ich bin da selber auch ein bisschen ratlos."

Um die Köpfe nach der bitteren Niederlage in Chemnitz (57:58) wieder frei zu bekommen, hat der Coach den Spielern zwei Tage frei gegeben, heute wird das Training wieder aufgenommen. "Das ist wichtig, dass man ein wenig Abstand bekommt. Auch für mich persönlich." Während die Spieler also zur Ruhe kommen sollten, wurde hinter den Kulissen mit Hochdruck gearbeitet. Teammanager Nico Drmota hatte bereits nach dem Chemnitz-Spiel gesagt: "Wir müssen uns jetzt Gedanken machen, wie es in die restliche Saison geht."

Dieses Wie bedeutet anscheinend vor allem, dass sich am Kader etwas tun soll. Spöcker bestätigt: "Wir prüfen Kaderveränderungen." Konkretes gebe es noch nicht zu vermelden, sagt Drmota: "Wir suchen nach Lösungen." Wir - das sind die Trainer und das Management, also Spöcker und Drmota. Zusätzlich wird der ehemalige Coach Ralph Junge, jetzt Trainer in Nürnberg und Leiter der Kooperation zwischen den beiden ProA-Klubs, hinzugezogen. Es wird also viel gesprochen in Ehingen und zwischen Ehingen und Nürnberg. "Bis zu einer Verpflichtung kann es aber ein bis zwei Wochen dauern", sagt Spöcker.

Die Suche nach neuen Spielern ist natürlich auch ein Eingeständnis, dass in eine Wende mit dem bisherigen Personal nicht vertraut wird, auch wenn Spöcker sagt: "Ich glaube an die Qualität der Mannschaft. Es sind oft nur Kleinigkeiten." Dennoch gibt er auch zu: "Von ein, zwei Spielern haben wir uns mehr erwartet." Namen möchte er nicht nennen, sagt aber, dass er vor allem Probleme auf der Position des Point Guards sieht. Manager Rolf Koch wird da deutlicher: "Wir müssen feststellen, dass uns ein Spielmacher wie Virgil Matthews fehlt." Da spielt neben Youngster Maximilian Eisele, von dessen Entwicklung Spöcker begeistert ist und dem er im Schnitt 17 Minuten Spielzeit gibt, Neuzugang Jarrad Weeks, der zwar gegen Gotha (60:70) mit 20 Punkten ein starkes Spiel hatte, ansonsten aber keine Konstante ist.

Das ist einerseits in einem zusehends verunsicherten Team schwierig, andererseits: Wenn schon die älteren, vermeintlich gestandenen Spieler - das sind mit 25 Jahren Weeks, Wes Eikmeier und Sebastian Barth (29) - es nicht schaffen, in engen Situationen Ruhe zu bewahren, wie soll man das dann von den jungen Spielern erwarten können.

Die vielen Negativerlebnisse in den ersten acht Spielen haben das Selbstbewusstsein der Steeples angekratzt, daraus macht Spöcker keinen Hehl. Vier Heimspiele stehen noch bis Weihnachten an. Die Gegner: Leverkusen, Vechta, Cuxhaven, Paderborn. "Davon müssen wir eigentlich vier gewinnen." Vielleicht wird gegen Vechta am 6. Dezember ja dann schon ein Versuch mit einem Neuzugang unternommen. Leverkusen am kommenden Sonntag kommt da wohl zu früh.

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