Steeples verfehlen Coup in Hanau nur knapp

Achte Niederlage im neunten Spiel in der Basketball Pro A: Nach einem Krimi gibt das Team Ehingen Urspring die Siegchance noch aus der Hand und verliert in Hanau mit 88:96 nach Verlängerung.

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Untröstlich war auch Kevin Yebo. Er wusste, dass seine Mannschaft das Spiel im zweiten Viertel verloren hat.  Foto: 

Höchst unterhaltsames Pro-A-Spiel – aber nicht mit dem besseren Ende für das Team Ehingen Urspring. Bei den White Wings Hanau haben die Steeples am Samstagabend mit 88:96 (82:82, 33:41) nach Verlängerung verloren, den Favoriten jedoch ziemlich zittern lassen.

Fast hätten die Ehinger den Krimi vor einem Jahr noch einmal neu geschrieben. Damals hatten sie das Spiel in den letzten Sekunden per Dreier entschieden. Diesmal aber fehlte dieser letzte „Lucky Punch“, um den Hessen den Heimspielsieg zu vermasseln. Gerade Davonte Lacy – mit 20 Punkten bester Ehinger Werfer – lässt sich in den letzten zehn Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit den Ball aus den Händen schlagen. Hanau nimmt beim Stand von 82:82 die Extrazeit dankend an und spielt in der Manier eines gestandenen Pro-A-Teams die Verlängerung souverän herunter. Fatal für Ehingen bei diesem 6:14 im Zusatzviertel: Einer der Hanauer Big Man, Christopher Brady, trifft auch noch von der Dreierlinie!

„Wenn der plötzlich Dreier schießt, was sollen wir da machen“, meinte Kevin Yebo verzweifelt. Der 21-Jährige war so tapfer und kam nach dieser herben Enttäuschung zu einem Interview zurück in die Halle. Yebo kannte den Grund für diese Niederlage im neunten Saisonspiel: nur mäßige Ballbehandlung. „Im zweiten Viertel hatten wir zu viele Turnover, so kann man kein Spiel gewinnen“, sagte Yebo.

Das erste Viertel hatte aus Ehinger Sicht doch so vielversprechend begonnen. Die Zuschauer zu Hause bekamen die ersten vier Minuten gar nicht mit, als die Steeples befreit aufspielten und ein 4:6 schnell in eine 16:10-Führung ummünzten. Als der Livestream dann funktionierte, wurden die Fans Zeugen eines hervorragenden Zusammenspiels von Jonathan Malu und Co. in der Main-Kinzig-Halle. Seger Bonifant, Davonte Lacy und Kevin Yebo wurden von ihren Teamkollegen regelmäßig toll in Szene gesetzt. Der Lohn war ein 23:15 nach dem ersten Durchgang. Die Hanauer hatten sich das Spiel gegen den Tabellenvorletzten anders vorgestellt. Doch dann sollte sich das Blatt zugunsten des Teams von Trainer Simon Cote wenden. Nach fünf Minuten stand es 28:28 und wegen einer Unsicherheit bei den Urspringern, konnten die Hanauer einfach vorbeiziehen.

Eindringliche Worte des Trainers Domenik Reinboth in den Auszeiten und in der Pause zeigten wohl keine Wirkung. Weiterhin ließ Ehingen den Hausherren lauter einfache Wurf-Chancen und hechelte so einem Zehn-Punkte-Rückstand hinterher. Reinboth gestikulierte im dritten Viertel wild an der Seite, doch sein Team verteidigte zu lasch und offensiv fehlte die Durchschlagskraft. Beim 55:69 lag Ehingen gar mit 14 Punkten hinten. Ein Glück, dass sich im Schlussviertel Bradley Hayes ein Herz nahm. Fast im Alleingang verhalf er seinem Team zu einer tollen Aufholjagd. Gepaart mit den Dreierhändchen Bonifants und Lacys hieß es eine Minute vor Schluss: 79:79. Basti Schmitt zeigte an der Freiwurflinie aber Nerven – Hanau spielte jetzt mit den Fans im Rücken wie die verdienten Sieger. Am Samstag kommt Schlusslicht Baunach in die JVG-Halle

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