Schlechtester Saisonstart: Ehinger Basketballer verlieren auch in Chemnitz -

Nach der deutlichen Niederlage gegen Gießen haben die Ehinger Basketballer auch das Auswärtsspiel in Chemnitz verloren. In einer dramatischen Partie unterlagen sie den Sachsen mit 57:58.

|
Und nun? Nach den Spielen gegen Gießen und Chemnitz macht sich bei den Steeples angesichts des schlechtesten Saisonstarts der Geschichte des Nachwuchsprogramms aus Ehingen/Urspring Ratlosigkeit breit.  Foto: 

Erst die Klatsche, dann das Drama: Nach der herben 52:80-Pleite am Freitag gegen Gießen (wir berichteten auf unserer Internetseite swp.de) folgte gestern das Drama des schlechtesten Saisonstarts der Ehinger Basketballer aller Zeiten: Mit 57:58 (34:33) unterlag das Team von Headcoach Michael Spöcker dem Team um Ex-Steeples-Kapitän Virgil Matthews. Der war es auch, der die letzten Punkte der Partie mit zwei Freiwürfen anderthalb Minuten vor Schluss erzielte - eine weitere, in der momentanen Situation makabere Notiz zur achten Niederlage der Steeples im achten Spiel. Mindestens ebenso grausam aber ist die Feststellung, dass die Ehinger es wieder selbst in der Hand hatten - und zwar gleich drei Mal in den restlichen rund 90 Sekunden: Erst wurde Sebastian Barth geblockt, dann vergab Patrick Simon. Da auch die Chemnitzer nicht mehr trafen, hatte Joey Ney die Chance, doch auch sein Wurf verfehlte das Ziel.

Entsprechend sprachlos war Teammanager Nico Drmota nach dem Spiel: "Das ist zermürbend, wir haben uns wieder nicht belohnt. Wir müssen uns jetzt Gedanken machen, wie es in die restliche Saison geht." Das hatte auch Spöcker schon vor den beiden Spielen gegen Gießen am Freitag und gestern gegen Chemnitz gesagt: "Sollten wir die beiden Spiele verlieren, müssen wir uns Gedanken machen."

Die Zeit des Grübelns aber dürfte vor allem das Gießen-Spiel bereits eingeläutet haben, in dem die Steeples zwar kämpften, dennoch nach anderthalb Vierteln gegen nicht übermächtig erscheinenden 46ers aber auch ein wenig auseinanderfielen. Anscheinend wog die Klatsche vom Freitagabend so schwer, dass bereits am Samstagmorgen ein Newsletter rausging, der von der "Krise bei den Steeples" kündete und davon sprach, dass "die Talente den Nachweis der Konkurrenzfähigkeit auch am siebten Spieltag schuldig" blieben.

Konkurrenzfähig waren die Ehinger gestern in Chemnitz sehr wohl - allerdings in einer Partie auf mäßigem ProA-Niveau. Dafür spricht nicht nur, dass beide Teams unter 60 Punkten blieben, auch die Anzahl der Turnover (19:18 für die Steeples) war erneut hoch. Dennoch hatten die Ehinger - wie in vielen Spielen in dieser Saison - durchaus ihre Chancen, denn wie schon im Spiel gegen Gotha am vergangenen Wochenende erwischten sie einen guten Start und zogen schnell auf 11:0 davon (3.). Erst dann erzielte André Clinton Calvin die ersten Zähler für die Sachsen. Und wie schon in den vorangegangenen Steeples-Spielen kamen der Gegner auch dieses Mal Stück für Stück heran und reduzierte den Ehinger Vorsprung zum Ende des ersten Abschnitts auf gerade noch zwei Zähler (19:17).

Im zweiten Viertel benötigten die Gastgeber nur 13 Sekunden, um das Spiel auszugleichen: Robert Ruda traf per Korbleger - und besorgte wenig später die erste Führung der Chemnitzer per Dreier (22:19, 11.). Ney egalisierte umgehend (12.) und Simon stellte Mitte des Abschnitts wieder einen Acht-Punkte-Vorsprung her (34:26, 16.). Da sich in der Folge aber die Turnover häuften und die Steeples nicht mehr trafen, konnten sie nur eine knappe Führung in die Pause retten.

Zu Beginn des dritten Abschnitts änderte sich zunächst nichts: Die Steeples benötigten fünf Minuten bis Jarrad Weeks per Dreier die nächsten Punkte für Ehingen erzielte (25.) - nach viertel-übergreifend neun Minuten, beinahe ein ganzer Abschnitt. In der Zwischenzeit hatten sich die Gastgeber abgesetzt. Mit einer 52:44-Führung gingen die Sachsen in den Schlussabschnitt, wo Matthews zunächst die Führung auf zehn Punkte ausbaute. Doch anders als gegen Gießen am Freitag zerfielen die Ehinger nicht, sondern rappelten sich auf und führten vier Minuten vor dem Ende nach einem Elf-Punkte-Lauf (55:54) wieder. Dann folgten Virgil und das tragische Steeples-Trio.

Nun haben die Ehinger eine Woche Zeit, um sich auf das Spiel gegen Leverkusen vorzubereiten, das sich mit dem 90:79-Sieg in Paderborn den zweiten Saisonsieg holte. Die von Ralph Junge betreuten Nürnberger besiegten Jena 109:98.

EHINGER PUNKTE

Gegen Gießen: Simon 23, Eisele 7, Agva 6, Drägert 5, Eikmeier 4, Barth 4, Weeks 2, Schäfer 1.

Gegen Chemnitz: Simon 12, Eisele 10, Eikmeier 10, Weeks 8, Agva 7, Butler 5, Ney 5.

Die nächsten Spiele: Samstag, 8. November, 19.30: Baunach - Essen, Kirchheim - Jena, Gießen - Vechta (20.00), Sonntag, 9. November, 17.00: Cuxhaven - Paderborn (16.30), Hamburg - Nürnberg, Heidelberg - Gotha, Würzburg - Chemnitz, Ehingen - Leverkusen (18.00).

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Volkstrauertag kein rückwärts schauendes Ritual

65 Millionen Menschen sind derzeit aut der der Flucht vor Gewalt. Auch ihrer gedachten gestern am Volkstrauertag die Bürger der Donaustadt Munderkingen. weiter lesen