Reinboth fordert: „Haltet am Plan fest“

Das Team Ehingen Urspring hat die acht Pro-A-Spiele klar in der Defensive verloren. Häufig hilft es, einen Spielzug sauber umzusetzen, meint Trainer Reinboth.

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Raten Sie, bei welchem Spiel der Ehinger Basketball-Coach Domenik Reinboth so an der Linie stand. Nein, es war nicht die Niederlage gegen Karlsruhe, sondern der Sieg über Hamburg.  Foto: 

Am vergangenen Wochenende feierten die Hanauer ausgelassen ihr „Humpa“ mit ihrem Maskottchen, dem Bieber Whiwi. Die bitter enttäuschten Ehinger standen zu diesem Zeitpunkt wohl unter der Dusche und dachten bereits an den Nachhauseweg. Das 88:96 in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A hätte nicht sein müssen – wenn das Team Ehingen Urspring nach vier Vierteln mit 84:82 den zweiten Saisonerfolg klar gemacht hätte.

Denn einmal mehr war es die starke Ehinger Offensive getragen von Davonte Lacy, Seger Bonifant und Bradley Hayes, die die Defizite in der Verteidigungsarbeit des zweiten und dritten Viertels ausgebügelt hatten. Eine Aufholjagd dieser Art funktioniert so im Grunde ganz gut, am Kampfgeist der Urspring-Akteure gibt es definitiv nichts zu kritteln.

Doch die Mannschaft von Trainer Domenik Reinboth darf erst gar nicht ins Hintertreffen geraten. Gerade als Außenseiter haben die „Grünen“ doch den Vorteil, den Favoriten zu überrumpeln, unerwartet physisch zu agieren. Das Ziel muss sein, das Angriffsspiel des Gegners vehementer zu unterbinden – und zwar über die 40 Minuten hinweg.

„Man nimmt sich Dinge vor, aber die werden so nicht umgesetzt“, sagt Reinboth. „Nach
einem guten ersten Viertel haben wir im zweiten einfach aufgehört, diese Dinge umzusetzen.“ Was schon bei der Niederlage gegen Karlsruhe das Problem war, zeigte sich jetzt streckenweise auch gegen Hanau. Konkret gefiel dem Ehinger Coach zudem nicht, dass die großen Spieler der White Wings munter punkten durften. Abzulesen mit einem Blick auf den Boxscore: Chris Brady (20), Paul Albrecht (19) und Till-Joscha Jönke (19) punkteten vergleichsweise im Schnitt mehr als in den bisherigen Partien. Und die Ehinger Basketballer entschieden sich, anstatt für die bewährten Spielzüge, für Alternativen, die die
eigenen Mitspieler überraschten. Spontane Planänderungen während des Spiels – sehr gefährlich! „Dieses Thema werde ich klar ansprechen“, sagt der 34-Jährige. Und er weiß auch, wie er es bei den jungen Sportlern mit Fingerspitzengefühl anstellen muss.

Der misslungene Start in die Saison mit einer 1:8-Bilanz darf sich nicht zu sehr in die Köpfe der Steeples einbrennen. Sie müssen vielmehr aus den Niederlagen lernen und es jedes Mal besser machen. Und wenn eine Mannschaft zu schlagen sein sollte, dann die Young Pikes Baunach, die am Samstag (19.30 Uhr) zu Gast in der JVG-Halle sind. Gegen den Tabellenletzten will Reinboth eine blitzblanke Verteidigung sehen. Und das „Humpa“ nach dem Spiel muss den Gastgebern vorbehalten sein.

Korbvorlagen mehr verbuchen die Ehinger Basketballer als der kommenden Gegner Baunach. Nicht nur dieser statistische Wert macht die Steeples diesmal zum Favoriten der Partie.

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