Basketball Pro A: Steeples wollen im Heimspiel alles besser machen

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„I believe I can fly“: Kevin Yebo zeigt seine Sprungkraft und gefiel neben Seger Bonifant gegen Köln am meisten.  Foto: 

Beim Nachmittagstraining in der Längenfeldhalle am Donnerstag fehlt Jonathan Malu. Der reboundstarke Basketballer vom Team Ehingen Urspring verbrachte grippekrank lieber zu Hause, um für die nächste große Partie am Sonntag (17.30 Uhr/JVG-Halle) gegen die Hamburg Towers wieder fit zu sein.

Vom Ex-Tübinger Yasin Kolo beobachtet, setzen also acht Spieler das um, was Domenik Reinboth ihnen anweist: Dreier-Würfe in Serie, dann Dribblings mit Pässen aus verschiedenen Positionen und mit verschiedenen Laufwegen. Der 2,08 m große Kolo war im Heimspiel umgeknickt und schonte sich vorsichtshalber noch. Ohne zu springen stand der 25-Jährige am Korb und warf den Ball abwechselnd mit der linken und rechten Hand in die Maschen. Bei den Teamkollegen ist während der Übungen der Trainingseifer förmlich zu spüren. Und auch der Wille, immer besser zu werden.

Nach dem ersten Pro-A-Heimspiel gegen Köln, das in einer 70:81-Niederlage endete, wurde viel darüber geredet, was noch nicht so funktioniert hat. Dabei wissen Außenstehende wie die Spieler, dass für 100 Prozent Leistung noch viel Arbeit investiert werden muss. Deshalb ist es besser, zu schauen, was schon erreicht wurde. „Ich habe gegen Köln auch viel Positives gesehen“, sagt Coach Reinboth. „Wir haben 30 Minuten mitgehalten, wir haben einen ordentlichen Rückstand wettgemacht und sind motiviert zu Werke gegangen, das ist für mich schon viel.“  Die häufigen Ballverluste – es waren 26 Turnover – resultieren auch daraus, dass das Team noch in einem Findungsprozess stecke. Von Spiel zu Spiel müsste sich die Zahl an Ballverlusten also reduzieren. Auch wollen sich die Steeples zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison so teuer wie möglich verkaufen. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist groß. „Wenn wir unsere Schwächen ablegen, dann glaube ich auch, dass wir Hamburg schlagen können.“

Die „Türme“ – die Durchschnittsgröße liegt bei 1,96 Meter – führen nach zwei Siegen die Tabelle an. Beim 70:58-Auswärtssieg in Hanau und beim 66:53 gegen Paderborn zeigten sie eine hervorragende Verteidigung. Im Schnitt ließen sie nur 55,5 Punkte zu. Großer Bonus bei den Hansestädtern ist, dass das vor fünf Jahren gestartete Projekt, zu einer BBL-Mannschaft zu werden, auf Kontinuität beruht. Viele Spieler konnten gehalten werden. Zudem holten sie von den Kirchheim Knights Topscorer Jonathon Williams. Auf den 27-jährigen US-Flügelspieler muss ebenso Acht gegeben werden wie auf den amerikanischen Flügel-Neuzugang Gregory Logins. Trainer Hamed Attarbashi verfügt über einen tiefen Kader mit ebenso starken Inside-Spielern und Jungs am Brett. Die Hamburger stellen sich aber auf einen Kampf ein: „Durch ihre aggressive Spielweise müssen wir über die kompletten 40 Minuten hellwach sein“, sagt Attarbashi.

Für Ehingen ist es die Chance, im zweiten Heimspiel alles noch einmal besser zu machen. Auch für die Fans. Als vor einer Woche die Schlusssirene ertönte, waren die Spieler so überwältigt von den ersten Eindrücken in der neuen Halle, dass sie komplett das Abklatschen mit den Zuschauern vergaßen. „Sorry an die Fans“, betonte Reinboth, „die Atmosphäre war super. Natürlich wird das Team dieses Mal auch zum Abchecken kommen.“ Dieses Ritual wolle man beibehalten, schwört Reinboth, denn die Unterstützung der Fans sei stets da, auch wenn man in Rückstand gerät.

Kleiner Vorausblick auf den 4. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga Pro A. Da muss das Team Ehingen Urspring nämlich ziemlich weit reisen. Am Samstag in einer Woche ist Sprungball um 19.30 Uhr im niedersächsischen Vechta. Dieses Late-Night-Duell aus dem Rasta-Dome beim Ex-Bundesligisten, den Rasta-Basketballern, wird über einen Livestream zu sehen sein. Bis die neue Plattform ab dem 8. Spieltag nutzbar ist, heißt die aktuelle Adresse für Fans: www.proastream.de. hel

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