Frasers Wurf zum Sieg

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Alisdair Fraser (am Ball) hat gestern sein bestes Saisonspiel gemacht. Mit seinen zwei Dreiern zum Spielende sicherte er den Steeples den so dringend benötigten Sieg. Foto: Emmenlauer  Foto: 

Nur noch fünf Sekunden sind auf der Anzeigetafel beim Stand von 79:79, als Alisdair Fraser von Devon Moore den Ball bekommt und den entscheidenden Dreipunktewurf zum 82:79-Heimsieg des Teams Ehingen Urspring über die White Wings Hanau trifft. Mit diesem Wurf verwandelte der Schotte die Längenfeldhalle in ein Tollhaus. „Das war ein enorm wichtiger Sieg für uns“, freute sich Trainer Domenik Reinboth.

Schon zu Beginn der Partie zeigte sich, wie ausgeglichen dieses Spiel laufen würde, allein im ersten Viertel wechselte die Führung sieben Mal. Dabei stand die Verteidigung der Steeples gut, die nur 15 Punkte im ersten Spielabschnitt zuließ. Das lag auch daran, dass Trainer Reinboth in dieser Woche zum ersten Mal mit dem gesamten Team arbeitete und die Spieler immer besser miteinander harmonieren. Zum Ende des Viertels holte sich das Team Ehingen Urspring mit einem 5:0-Lauf die Führung zum 16:15 zurück.

Über das Viertel hinweg erarbeiteten sich die Steeples einen 9:0-Lauf und lagen in der 11. Minute mit 20:15 in Front. Doch das konterte Hanau mit sieben Zählern in Folge zum 20:22 (13.). Waren es zu Saisonbeginn noch solche Phasen, die dem Team psychologisch zusetzten, kämpften sich die Ehinger Spieler diesmal über eine gute Defensivarbeit mehr und mehr ins Spiel. Während in der Folge nur sechs Punkte zugelassen wurden, erzielte man selbst ganze 18 Zähler und lag erstmals beim 38:28 (19.) zweistellig in Führung. Bis zur Halbzeitpause bauten die Steeples den Vorsprung auf 41:30 aus.

Zu Beginn des dritten Viertels sah man kein Aufbäumen der Gäste aus Hessen, die Steeples legten stark los und erhöhten ihre Führung auf 50:37 (23.). Das veranlasste Hanaus Trainer Simon Cote zu seiner ersten Auszeit in der zweiten Halbzeit. Dort schien der Gäste-Coach seine Spieler aufgeweckt zu haben. Die Ehinger hatten kein Glück mehr, leisteten sich einige Ballverluste und Hanau kam immer näher heran. Ein verwandelter Dreier von Christian von Fintel und die Steeples lagen nur noch fünf Zähler vorn: 54:49 (28.). Danach gelang es auf Seiten der Heimmannschaft nur noch Christopher Wolf zu punkten. Mit 60:60 ging es ausgeglichen ins Schlussviertel.

Das Ehingens Trainer Domenik Reinboth zu Beginn des letzten Spielabschnittes seinen erfahrensten Spieler Radi Tomasevic auf das Parkett schickte, zahlte sich aus. Der Routinier holte sein Team mit vier Zählern in Folge aus dieser kritischen Phase und stellte den Spielstand auf 64:60 (32.). Doch das war der größte Vorsprung, den eines der beiden Teams noch haben sollte. Immer wenn es schien, als ob sich ein Team absetzen könnte, antworte der Gegner mit einem Dreier. Für Ehingen war das in dieser Zeit vor allem Devon Moore, der mit sieben Punkten die Hanauer nicht davon ziehen ließ. Doch auch diese waren nicht gewillt locker zu lassen. Eugene Harris stellte auf 79:76 für die Gäste und ließ den Tabellenfünften jubeln (39.). Doch es war noch eine Minute zu spielen und es folgte die Zeit von Alisdair Fraser. Er traf mit seinem zweiten erfolgreichen Dreipunktewurf zum 79:79, holte den anschließenden Defensivrebound und nahm selbstbewusst den letzten Wurf und verwandelte auch diesen. „Unsere gute Offensive hat uns wirklich geholfen, das sah schon ganz gut aus“, lobte Reinboth sein Team.

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