Ehingen will mit Rasta Vechta wieder einen Spitzenreiter ärgern

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Ob Kevin Yebo in Vechta so unbewacht wie gegen Hamburg (77:68-Sieg) den Korb stopfen darf, wird sich zeigen.  Foto: 

Die Zweitliga-Basketballer haben schon einen Auswärtstrip hinter sich. Das erste Saisonspiel in der Ulmer Kuhberghalle will Trainer Domenik Reinboth aber nicht wirklich dazu zählen. Für das Duell am morgigen Samstag (19.30 Uhr) im niedersächsischen Vechta müssen die Jungs gute 674 Kilometer in den zwei Kleinbussen zurücklegen. Um sich im hohen Norden richtig akklimatisieren zu können, machten sie sich heute früh um 8 Uhr auf den Weg.

„Dieses Spiel gehört mit Übernachtung und Reisedauer zu den aufwendigsten“, sagt Reinboth, „das ist eine echte Challenge“. Mit der Mannschaft hat er für heute Abend eine Trainingseinheit und am Samstagvormittag eine weitere geplant. Dann sind hoffentlich alle an die Hallenluft in dem gut 3000 Zuschauer fassenden Rasta-Dome gewöhnt und können an ihre gute Leistung aus dem Hamburg-Spiel anknüpfen.

Einen Tabellenführer haben sie schon geschlagen – ist Vechta der nächste? Was das Urspring-Team bei den Rasta-Basketballern erwartet, beschreibt der 34-jährige Ehinger Coach als eine „Bärenaufgabe“. Vechta ist als Ex-Erstliga-Team mit dem wohl höchsten Etat ausgestattet, besitzt einen sehr tiefen Kader mit enormer Physis. Gerade bei den Offensivrebounds heißt es aufpassen. Denn die Mannschaft von Trainer Doug Spradley dominiert die Bretter, fischt die zweitmeisten Korbabpraller ab. Nach zwei Heimsiegen, dem 83:80 gegen Trier und darauf der 82:62-Spaziergang gegen Heidelberg ist wohl der letzte Auftritt vor Wochenfrist der interessanteste. Da zeigten die Norddeutschen auswärts bei den Baunach Young Pikes erstmals Nerven. Der „geilste Club der Welt“, wie sie sich selbst nennen, blieb beim glücklichen 67:65-Sieg weit unter seinen Ansprüchen. Auch Trainer Spradley fand deutliche Worte: „Wir haben nicht die Intensität aufs Parkett gebracht, die es braucht, um so eine Partie souverän zu gestalten.“ Die Akteure, die er aufs Feld brachte, überzeugten nicht, ausgenommen Jannik Freese (15 Puntke/8 Rebounds) und Seth Hinrichs (14/10). Den Rastas fehlen zurzeit Altmeister Dirk Mädrich sowie Flügelspieler Luc van Slooten verletzt – sie haben abertrotzdem noch viel Durchschlagskraft am Korb.

Für Reinboths Team kann es da nur eine Strategie geben: Sich in allen Bereichen weiter verbessern. Vor allem was die Turnover, also Ballverluste betrifft, gibt es noch viel Luft nach oben. Der gute Wert aus dem Hamburg-Spiel (12) drückt noch lange nicht den Schnitt (18,3), den Ehingen aus drei Spielen verbucht. Zum Vergleich: Vechta weist mit 11,3 eine deutlich sichere und konstantere Ballbehandlung auf. In der Ferne müssen also Defensive und Offensive der Steeples nahezu einwandfrei funktionieren.

Ob der immer noch grippegeschwächte US-Flügelspieler Jonathan Malu mitfahren kann, war noch offen. Sicherlich könnte er vor den Augen von Bo Meisters Familie, die in Bremerhaven lebt, für die Donaustädter etwas bewirken. Und sei es nur, beim nächsten Tabellenführer zu beeindrucken.

Für vier Top-Spieler gibt es nach der Rückkehr am Sonntag vom Auswärtsspiel in Vechta gleich einen Termin. Im Rahmen der Herbstbörse „Ehinger Special“ in der Lindenhalle stehen die Akteure vom Team Ehingen Urspring für eine Autogrammstunde bereit. Zwischen 15 und 16 Uhr warten Jona­than Malu und Kevin Yebo, von 16 bis 17 Uhr Basti Schmitt und Davonte Lacy am Stand von Hauptsponsor Erdgas Südwest auf ihre Fans. hel

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