Wolf ringt Bären nieder

Erfolgreicher Spieltag für das Team Ehingen Urspring. Nach dem 77:66-Auswärtssieg bei den Licher BasketBären erobert die Mannschaft um Trainer Domenik Reinboth die Tabellenführung zurück.

FLORIAN ANKNER |

Das letzte Hinrundenspiel in der zweiten Basketball Bundesliga ProB wurde für die Steeples zum erwartet schweren Spiel. Noch vor der Begegnung bei den Licher BasketBären warnte Trainer Domenik Reinboth vor der Mannschaft: "Sie wird uns nicht liegen." Und er sollte Recht behalten, denn bei dem 77:66-Erfolg über die Hessen taten sich die Ehinger über lange Zeit schwer.

"Sie haben uns gar nicht erst in unser Spiel kommen lassen", fasste Reinboth das erste Viertel treffend zusammen. War bislang immer der Start einer Begegnung die Stärke der Ehinger, wurden sie in Lich von den Bären beinahe überrannt. "Sie haben einen schnellen Angriffsbasketball gespielt, damit sind wir nicht zurechtgekommen." So lagen die Ehinger bereits in der siebten Spielminute 7:18 zurück. Gerade der US-Amerikaner Elijah Allen machte den Steeples Probleme. So erzielte er elf der ersten 18 Punkte für Lich. Mit einem so großen Rückstand binnen weniger Minuten hatten die Steeples in der diesjährigen Saison noch nicht zu kämpfen gehabt. Zu der ungewohnten Situation kam erschwerend hinzu, dass sowohl Daniel Berger als auch Kevin Luyeye bereits mit Foulproblemen auf die Bank mussten. Doch dafür sprangen zwei andere in die Bresche: Zaire Thompson und Lars Berger. "Sie waren der X-Faktor und haben neuen Schwung gebracht", lobte Reinboth die beiden Talente.

So kamen die Ehinger besser in Fahrt und verkürzten bis zum Ende des ersten Abschnitts zunächst auf 14:22. Um anschließend im zweiten Viertel richtig ins Rollen zu kommen. Grund dafür war neben der verbesserten Verteidigung - "wir haben sie als Erstes mit unserer Defensive gestoppt" - die bessere Wurfquote. Trafen die Steeples im ersten Viertel nur einen von sieben Dreierversuchen, waren es im zweiten Abschnitt fünf von acht. Besonders treffsicher zeigte sich Christopher Wolf. Insgesamt 15 Punkte erzielte er in dem Viertel und traf dabei jeden seiner Würfe. "Wolf hat uns in der Phase offensiv getragen", lobte Reinboth seinen Schützling. "Er hat uns den Vorsprung herausgespielt." So ging Ehingen, getragen von mehreren kleineren Läufen, mit 40:35 in die große Pause.

Zu Beginn des dritten Viertels schafften es die Ehinger schließlich in ihren mannschaftsdienlichen Basketball zu kommen. Sie ließen den Ball besser laufen und erarbeiteten sich gute Würfe. Dennoch taten sie sich immer wieder mit der guten Defensive der Licher schwer. Trotzdem hielten sie ihren Vorsprung und bauten ihn zum Ende des Viertels auf 54:48 aus.

Im letzten Spielabschnitt hatten die Ehinger kaum noch Probleme mit Lich. Zu sehr merkte man den Hessen in der Phase des Spiels an, dass ihnen zwei Stammkräfte fehlten. Neben Topscorer Lamar Mallroy, der sich verletzt hatte, mussten sie auch auf den Forward Konstantin Kovalev verzichten. Der 20-Jährige hatte einen Tag vor dem Spiel einen schweren Autounfall mit einem Geisterfahrer. Wieder in sein Spiel gefunden hatte dafür Radi Tomasevic. Erzielte er in Elchingen nur einen Punkt, markierte er nun im vierten Viertel alleine zehn. Und so gewannen die Ehinger letztlich deutlich mit 77:66 und zeigten dabei neben einer guten Offensive auch ihre Stärke in der Defensive. So schafften sie es, die Licher deutlich unter ihrem Punkteschnitt von 79,5 Punkten zu halten. Da Karlsruhe mit 70:77 gegen Frankfurt verloren hat, ist Ehinger nach dem Sieg wieder Tabellenführer in der ProB.

Steeples: Wolf (20 Punkte), Tomasevic (18), Moore (11), D. Berger (10), Jahn (6), Volk (3), Thompson (3), Berger (3), Aghas (2), Eisele (1), Luyeye

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