Sehr viel Positives

Die ersten 13 Spiele in der zweiten Basketball Bundesliga ProB liegen hinter dem Team Ehingen Urspring. Über den bisherigen Verlauf ist Trainer Domenik Reinboth zufrieden. Doch es gibt noch Potenzial.

FLORIAN ANKNER |

Seit dem vergangenen Pflichtspiel sind für die Basketballer des Team Ehingen Urspring ein paar Tage vergangen und Trainer Domenik Reinboth hatte ein paar Tage Zeit, das Geschehen "Revue passieren zu lassen". Und der Abstand hat ihm gut getan, denn nur so könne es auch einen besseren Blick auf das Ganze geben. Und das, was Reinboth sieht, stimmt ihn zuversichtlich. "Ich bin mehr als zufrieden", sagt er. "Ich hab Lust auf die zweite Runde."

Zehn Siege in 13 Spielen und nur ein Sieg hinter dem Erstplatzierten BG Karlsruhe: Die Bilanz der Steeples lässt sich sehen. Damit gerechnet hatte Reinboth, der erst seit dieser Saison Cheftrainer in Ehingen ist, jedoch nicht: "Es ist mehr als alle erwartet und uns vielleicht auch zugetraut haben."

Doch trotz der ganzen Erfolge - Reinboth sah auch nach all den guten Spielen Verbesserungspotenzial. "Vielleicht bin ich zu kritisch, doch selbst bei dominanten Siegen bin ich unzufrieden." So ist der Trainer stets bemüht zu sehen, wie sich das Team Weiterentwickeln und sich verbessern kann: "Für mich ist das immer wichtig, denn sonst wird man zu nachlässig", so Reinboth und dies würden die Gegner in der Liga sofort bestrafen. Doch auch er weiß, dass es "im Sport keine Perfektion" gibt. Daher versucht er, sein Spielsystem den Steeples zu vermitteln. Und das mit Erfolg, wie er selbst sagt. "So wie wir gerade spielen, ist meine Vision von Basketball. Ich glaube, den Zuschauern gefällt es auch, was sie sehen." Die Vision von Reinboth heißt, den Ball viel laufen zu lassen, offene Würfe zu kreieren und mannschaftsdienlich zu spielen. Gerade die Teamharmonie ist dabei für ihn ein wichtiger Faktor. Denn die einzelnen Akteure sollen nicht auf ihre eigenen Statistiken schauen, sondern darauf, was für das Team am Besten ist.

Überraschend für den jungen Trainer ist, wie schnell die Mannschaft schon zueinandergefunden hat. "Ich dachte, wir schaffen das erst später", sagt er. Ein Grund für die schnelle Eingewöhnung der Spieler kann darin liegen, dass Reinboth in der Saisonvorbereitung gezielt auf teambildende Maßnahmen gesetzt hatte. So ging die Mannschaft unter anderem zusammen zum Kickboxen oder zum Klettern. Auch eine Höhle wurde besucht.

Doch Reinboth wäre nicht Reinboth, wenn er trotz der ersten guten Spiele nicht was zu verbessern hätte. Gerade in der Defensive sieht er für sein Team noch Potenzial. "Hier müssen wir noch konzentrierter arbeiten", so Reinboth. Zudem gefällt ihm die Arbeit unterm Korb bei den Rebounds noch nicht. Obwohl die Mannschaft in der Statistik zu den besten Mannschaften gehört, lässt sie jedoch zu viele Rebounds für die Gegner zu. Gerade bei den zugelassenen Offensivrebounds gilt es für die zweite Saisonhälfte, eine Schippe zuzulegen. "Um das alles zu verbessern, haben wir noch Zeit. Es ist nicht wichtig, jetzt das beste Basketball zu spielen, sondern in den Playoffs." Dies ist auch das erklärte Ziel von Reinboth - in die Playoffs kommen. Was zum derzeitigen Stand auch keine zu großen Probleme bereiten sollte. Bei noch neun verbleibenden Spielen haben die Steeples fünf Siege Vorsprung auf den neuntplatzierten Dresden.

Auch Teammanager Nico Drmota ist bislang zufrieden mit der Saison. Gerade nach dem Abstieg aus der ProA sei die Mannschaft in eine ungewisse Zukunft gegangen: "Mit dem neuen Trainer und der neuen Mannschaft hat sich vieles verändert und es ist schön zu sehen, wie jetzt alle an einem Strang ziehen."

Der zweite Saisonabschnitt beginnt für die Steeples am Sonntag, 10. Januar, mit dem Derby bei den Weißenhorn Youngstars. Beginn ist 17.30 Uhr.

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