Perfekter Einstand

So kann es weiter gehen im neuen Jahr: Nach langem Kampf setzte sich das Team Ehingen Urspring im Derby gegen Weißenhorn mit 83:76 durch. Dabei zeigten sich die Steeples recht variabel.

FLORIAN ANKNER |

Perfekter Einstand für das Team Ehingen Urspring im Jahr 2016 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB: Im Derby gegen die Weißenhorn Youngstars setzten sich die Steeples mit 83:76 durch. Dabei war die Partie lange Zeit ausgeglichen. Erst in den letzten Minuten machte Ehingen alles klar. Gerade Tobias Jahn war mit seinen 18 Punkten wichtiger Spieler bei dem Auswärtssieg.

Die Steeples zeigten sich gleich zu Beginn der Partie in guter Form. Nach drei schnellen Drei-Punkte-Würfen führten die Ehinger nach zwei Minuten bereits mit 9:2. In der Folge wurde das Spiel ausgeglichener, auch wenn die Weißenhorner in der Offensive immer wieder Probleme hatten. In dieser Phase war bereits zu spüren, dass der Weißenhorner Aktivposten Christopher Anderson verletzungsbedingt aussetzen musste. Dennoch schafften die Weißenhorner durch Doppellizenzspieler Jaschka Ferner in der sechsten Minute den Ausgleich zum 11:11. Bis zum Ende des ersten Viertels war die Partie ausgeglichen. Durch ein schlechtes Verhalten bei den Rebounds ermöglichten die Ehinger den Youngstars immer wieder zweite Versuche. Mit zwei Punkten kurz vor Ende, vom stark spielenden Daniel Berger (8 Punkte), ging der erste Abschnitt mit 19:17 an Ehingen.

Auch im zweiten Viertel startete Ehingen gut (23:17). Es war jedoch immer wieder der bundesligaerfahrene Ferner, der Weißenhorn mit seinen Punkten auf Schlagdistanz hielt. So kam er bereits nach zwölf Minuten auf zehn Punkte. Durch zwei Punkte von Nils Mittmann gingen die Weißenhorner zum ersten Mal in der 15. Minute in Führung (27:26) und zogen bis auf vier Punkte (34:30) davon. Viele Fouls ließen keinen richtigen Spielfluss aufkommen, doch durch die fälligen Freiwürfe kamen die Ehinger wieder heran und gingen nach einem Dreier von Devon Moore, 13 Sekunden vor Schluss, mit einer knappen 40:37-Führung in die große Pause. Dominanter Spieler in der ersten Halbzeit war Joschka Ferner, der auf 16 Punkte kam und eine perfekte Dreierquote (3/3) hatte. "Er ist ein unglaublich physicher Spieler", sagte Steeples-Trainer Domenik Reinboth nach dem Spiel. "Durch ihre Dreier ist Weißenhorn immer an uns dran geblieben."

Im dritten Abschnitt begegneten sich beide Mannschaften weiter auf Augenhöhe. Mehrmals wechselte die Führung. Jedoch gewann Weißenhorn immer mehr die Oberhand. Erst als Reinboth auf Zonenverteidigung umstellte, kamen die Steeples besser in Tritt. Gleichzeitig führte es dazu, dass die Youngstars vermehrt zu Ballverlusten und schweren Würfen kamen. Das dritte Viertel ging an Ehingen.

Auch im letzten Spielabschnitt zeigten sich die Gäste präsent. Sie standen gut in der Verteidigung und setzten die Hausherren unter Druck. So gelang es den Steeples, sich zum ersten Mal in der 35. Minute erneut leicht abzusetzen (75:69). In der Folge erarbeiteten sich die Ehinger auch die größte Führung des Spiels (79:71). In den letzten zwei Minuten spielten die Steeples diese souverän über die Zeit und gewannen durch den Zielsprint noch mit 83:76.

Als entscheidenden Punkt, warum den Weißenhornern am Ende die Mittel gegen die Steeples fehlten, sah Reinboth die variable Defensive. "Im dritten Viertel hatten sie erst Probleme mit unserer Zonenverteidigung und als wir dann wieder zum Schluss auf Mann-Mann-Deckung gewechselt haben, haben wir sie vollends aus dem Konzept gebracht und sie zermürbt."

Einen wichtigen Teil des Sieges sieht Reinboth bei Teammanager Nico Drmota und Co-Trainer Dominic Dörr, die von Mittwoch an das Training geleitet hatten. "Ein wirklich großes Lob an die beiden, die den Job hervorragend gemacht haben", sagte Reinboth, der gestern Geburtstag hatte und am Mittwoch Vater geworden war.

Die Steeples haben mit dem Auswärtssieg den zweiten Tabellenplatz in der Pro B hinter Karlsruhe behauptet; die Badener spielen erst am Mittwoch gegen Speyer. Ehingen Urspring tritt nächsten Samstag in Leipzig an.

Ehingen Urspring: Jahn (18 Punkte), D. Berger (16), Moore (13), Volk (9), Tomasevic (8), Wolf (7), Thompson (5), Aminu (4), Eisele (3), Luyeye, Eckhardt.

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