Ehingen bleibt Tabellenführer

Wieder einmal wurde es für die Ehinger Basketballer richtig eng: Gegen Leipzig reichten am Ende zwei hauchdünne Punkte zum Sieg. Topscorer auf Seiten der Gastgeber war Christopher Wolf mit 19 Punkten.

SVEN KOUKAL |

Wenn es nach Headcoach Domenik Reinboth ginge, dann wäre das Spiel zwischen Ehingen Urspring und den Uni-Riesen Leipzig weit weniger spannend verlaufen. "Ich brauch den Druck nicht und könnte drauf verzichten. Vorhin hab ich die Jungs schon gefragt, ob sie was gegen mich haben, weil sie es immer so spannend machen." Nach einer packenden Partie, die vor allem in der zweiten Hälfte ausgeglichen war, behaupteten sich die Steeples mit einem 75:73-Sieg gegen den Tabellenvierten Leipzig und sicherten somit die Tabellenführung.

Dass für die Ehinger das erwartet schwere Spiel gegen die Mannschaft von Trainer Tuna Isler bevorstand, zeigte sich schon in den ersten zwei Minuten, als sich die Sachsen auf eine 6:0-Führung vorkämpften. "Die Leistung war alles in allem heute gut, wir haben uns sehr gut präsentiert", resümierte Isler.

Der Wachmacher in den Reihen des Gastgebers war Tobias Jahn, der die ersten sechs Punkte für sein Team per Freiwurf und Korbleger beisteuerte und einen Fehlstart nach wenigen Minuten verhinderte. "Leipzig war super auf uns eingestellt und hat uns richtig Probleme bereitet. Von Beginn an haben wir uns unglaublich schwer getan", erläuterte Reinboth, der mit ansehen musste, wie sein Team nach einem zwischenzeitlichen 0:10-Lauf (11:21) mit einem 16:21-Rückstand ins zweite Viertel ging.

Dieses begann mit einer Hiobsbotschaft: Nach einem Zweikampf musste sich Point Guard Zaire Thompson mit einer starken Bänderdehnung auswechseln lassen. Der 20-Jährige fällt für rund zwei Wochen aus.

Der Einsatz der Steeples vor der Halbzeitpause stimmte jedoch: Mit einer Aufholjagd und zehn Punkten am Stück glich Topscorer Christopher Wolf zunächst zum 25:25 aus. Ehingen blieb weiter am Drücker und ging mit einem kleinen Sechs-Punkte-Polster in die Pause (43:37). "27 Punkte im zweiten Viertel zu erlauben, das ist deutlich zu viel. An der Art und Weise wie sie agiert hat, hat man die Qualität der Mannschaft von Domenik heute gesehen", attestierte der Leipziger Headcoach den Steeples eine starke Leistung im zweiten Viertel.

Ehingen Urspring behauptete sich im kompletten dritten Viertel (58:56), ehe im letzten Durchgang vier Mal die Führung wechselte. Erst Devon Lee Moore sicherte mit seinen beiden verwandelten Freiwürfen zwölf Sekunden vor Schluss den knappen Sieg. Bis zur letzten Aktion wackelte die 75:73-Führung allerdings.

Der entscheidende Unterschied, der den vierten Sieg in Folge für Ehingen bedeutete, lag zum einen in der höheren Frequenz der Wechsel. Leipzigs Sascha Leutloff, Brandon Shingles sowie Sascha Ahnsehl spielten die kompletten vierzig Minuten für die Uni-Riesen durch, Julian Josef Scott und Jonas Niedermanner lagen nur knapp dahinter. Für Ehingen stand Maximilian Eisele mit rund 30 Minuten am längsten auf dem Feld. Während sich bei den Weiß-Grünen zudem alles auf Scott richtete, der mit 27 Punkten Topscorer in seinem Team war, lebten die Hausherren von ihrer Varianz und Unberechenbarkeit: Christopher Wolf (19), Daniel Berger (16) sowie Tobias Jahn (8) teilten den Löwenanteil der Treffer unter sich.

"Ich bin einfach happy, dass die 75 Punkte am Ende bei uns sind," jubelte der Ehinger Trainer. Für den weiteren Saisonverlauf sei es sicherlich nicht schlecht, auch die engen Spiel für sich zu entscheiden.

Mit dem Sieg im Rücken warten am nächsten Samstag als Gastgeber die Giants Nördlingen, ehe es am Sonntag, 29. November, zu den ScanPlus Baskets nach Elchingen geht. Während die Elchinger am Samstag mit 79:81 gegen Dresden verloren, siegte Karslruhe in Würzburg und bleibt somit punktgleich mit den Steeples an der Spitze.

Team Ehingen Urspring: Wolf (19 Punkte), Berger (16), Volk (14), Jahn (8), Eisele (7), Luyeye (5), Moore (4), Tomasevic (2), Aghas, Thompson, Berger.

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