Derby zum Jahresbeginn

Kracher zum Jahresbeginn: Das Team Ehingen Urspring trifft morgen (17.30 Uhr im Vöhringer Sportpark) im Derby auf die Weißenhorn Youngstars. Ob Radi Tomasevic spielen kann, ist offen.

FLORIAN ANKNER |

Wenn das Team Ehingen Urspring am morgigen Sonntag auf die Weißenhorn Youngstars trifft, ist es für Teammanager Nico Drmota eines der schwersten Spiele des Jahres. Nicht unbedingt, weil es der schwerste Gegner der Liga ist, sondern deshalb, weil es das erste Spiel nach der Winterpause ist. "Es ist immer schwer zu sagen, wie man aus der Pause kommt", so Drmota. "Der Spielfluss ist unterbrochen und dann muss man sich erst neu orientieren."

Um den Spielfluss nicht ganz zu verlieren, hatten sich die Steeples entschieden, anders als Weißenhorn, die drei Wochen Winterpause zu nutzen, um weiter Wettkampferfahrung zu sammeln. "Die Spieler hatten insgesamt eine Woche Pause, das ist vollkommen ausreichend." So fanden zum Jahresende 2015 noch zwei Testspiele gegen die beiden ProA-Ligisten Nürnberg und Heidelberg statt. Obwohl beide Mannschaften eine Liga über Ehingen spielen, zeigten die Steeples über weite Strecken, dass sie selbst mit solchen Mannschaften mithalten können.

Lange Zeit auf einem möglichst hohen Niveau zu spielen, ist für Drmota der Weg, gegen Weißenhorn zu gewinnen. Das hatte sich auch schon im Hinspiel (74:66) gezeigt. Bis kurz vor Ende hielten die Youngstars mit den Steeples mit - die Entscheidung fiel erst in den letzten Minuten. "Es ist eine sehr gute Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie für Überraschungen gut ist."

Ein Grund für den Erfolg in der heimischen Längenfeldhalle war die gute Defensive der Steeples. Mit lediglich 66 Punkten hielten sie die zweitbeste Offensive deutlich unter ihrem Schnitt von 79 Punkten. Ein Grund dafür war auch die Arbeit von Tobias Jahn, der alleine 18 Rebounds abgriff und den Weißenhornern das Spiel unterm Korb schwer machte. "Wir waren lange im Spiel, haben es aber nicht geschafft, die Partie zu drehen. Ehingen hat phasenweise mit einer Zonen-Verteidigung agiert, damit hatten wir Probleme", wie der Weißenhorner Trainer Danny Jansson sagt.

Zudem erlebten Radi Tomasevic (18 Punkte) und Daniel Berger (23) einen guten Tag. Ob die beiden Spieler die Leistung aus dem Hinspiel wiederholen können, glaubt Drmota nicht: "Die Weißenhorner werden sich darauf einstellen. Daher denke ich nicht, dass sie noch einmal so einen Sahnetag haben werden." Gerade bei Tomasevic ist das fraglich. Denn bereits seit Mitte Dezember hat der 37-jährige Aufbauspieler muskuläre Probleme. "Er hat die Woche schon mittrainieren können, musste aber immer wieder Pausen einlegen", wie Drmota sagt. Dennoch werde Tomasevic auf jeden Fall auflaufen, "in welchem Umfang, ist jedoch offen."

Besonderes Augenmerk legen die Ehinger auf den US-amerikanischen Aufbauspieler Christopher Anderson. Mit durchschnittlich 13,6 Punkten und 6,8 Assists ist er der auffälligste Akteur bei den Weißenhornern. "Er ist ein unglaublich schneller Spieler, der durch seine Spielweise sehr gefährlich ist", so der Teammanager. Zudem sei er durch seine Passqualitäten auch jemand, der seine Mitspieler besser macht. Doch zu sehr auf Anderson will sich Drmota nicht versteifen. "Weißenhorn ist sehr sehr gut aufgestellt." So punkten etwa Nils Mittmann (13,9), David Kramer (12,3) und Joschka Ferner (12,1) im Schnitt zweistellig.

In welcher Verfassung David Kramer am Sonntag sein wird, ist fraglich, da er zusammen mit seinem Teamkameraden Till Pape und Trainer Jansson beim NBBL All-Star-Spiel in Bamberg ist.

Mit einem Sieg im Derby gegen die Youngstars kann das Team Ehingen Urspring seinem Trainer Domenik Reinboth ein Geburtstagsgeschenk machen. Reinboth wird am Sonntag 33 Jahre alt.

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