Den Sieg nicht verspielen

Nach nur drei Wochen trifft das Team Ehingen Urspring wieder auf die Giants aus Nördlingen. Dabei gilt es für die Ehinger ihre Stärken unterm Korb gut ausnutzen und den Vorsprung nicht zu verspielen.

FLORIAN ANKNER |

Für den Start in die Rückrunde kommt es am morgigen Sonntag (18 Uhr) in der Längenfeldhalle für das Team Ehingen Urspring zu einem schnellen Wiedersehen mit den Giants aus Nördlingen. Denn erst vor drei Wochen standen sich die beiden Mannschaften zuletzt gegenüber. Damals, Ende November, mit dem besseren Ende für die Truppe um Trainer Domenik Reinboth. Nach einer teilweise dramatischen Schlussphase konnten sich die Steeples noch deutlich mit 87:71 durchsetzen, dabei haben sie aber zwischenzeitlich einen 23-Punkte-Vorsprung verspielt.

Dass ein großer Vorsprung nicht automatisch ein beruhigendes Polster sein muss, haben die Steeples schon mehrere Male in dieser Saison gezeigt. Immer wieder verspielten sie große Führungen. "Das ist unsere größte Schwierigkeit", sagt auch Reinboth. Für den Trainer liegt es aber nicht an den Fähigkeiten seiner Spieler, sondern an deren Einstellung. "Wir dürfen nicht denken, jetzt wollen wir den Vorsprung über die Zeit retten, das ist die falsche Herangehensweise." So will er vermehrt daran arbeiten, dass das Team nach seiner "dominanten Phase" in die "Kontrollphase" kommt und dem Gegner keine zweite Luft gibt. "Es ist auch mal schön, mit 30 Punkten zu gewinnen und nicht nur mit 20."

Aber auch einen Sieg mit 20 Punkten Vorsprung sieht er als utopisch an. "Sie sind sehr ausgeglichen und haben gute Schützen", sagt Reinboth. Einer dieser Schützen ist der schnelle und brandgefährliche Aufbauspieler Janek Schmidkunz. Er zeigte im ersten Aufeinandertreffen nicht nur seine Qualitäten als Passverteiler, sondern auch die von jenseits der 6,75-Linie. Fünf Dreier gelangen ihm gegen die Steeples und er kam als Topscorer der Partie auf 22 Zähler. "Es ist schwer ihn zu stoppen", sagt Reinboth. Denn Schmidkunz ist ein Spieler, der nicht über Spielsysteme seinen Wurf nimmt, sondern auch "gerne aus dem Schnellangriff abschließt".

Doch für die Ehinger wäre es ein Trugschluss, sich nur auf den Aufbauspieler zu konzentrieren. Mit den beiden US-Amerikanern Jordan Talbert und Brandon Lockhart, die in der bisherigen Saison zusammen auf durchschnittlich 32 Punkte kommen, besitzen die Nördlinger zwei schnelle Spieler auf den Flügelpositionen. Sie sind mit ihrem Zug zum Korb für die gegnerische Abwehr schwer zu verteidigen. Dies mussten auch die Ehinger schmerzlich erfahren, denn Talbert (19 Punkte) und Lockhart (16) waren in der vergangenen Partie nur schwer in den Griff zu bekommen.

Stattdessen will Reinboth "die Schwächen ausnutzen". So sieht er die Nördlinger unter dem Korb nicht ganz so gut besetzt, was schon im Hinspiel ein wichtiger Punkt für den späteren Sieg war. Die Gäste besitzen mit Kwame Duku zwar einen erfahrenen Center, doch dem bulligen Spieler unterm Korb fehlt oft die Geschwindigkeit, um mit seinen Gegenspielern mithalten zu können. Gerade gegen die wendigen Ehinger Tobias Jahn, Noah Aghas und Christopher Wolf hatte Duku zuletzt Probleme. Während die Ehinger 38 Punkte unterm Korb erzielten, wobei sich hierbei vor allem Jahn mit seiner Saisonbestleistung von 18 Zählern hervortat, erzielten die Giants lediglich 23 Punkte.

Ob der Kampf unter den Körben aber spielentscheidend sein wird, kann Reinboth schwer einschätzen: "Wir werden schauen müssen, wie sich das Spiel entwickelt."

Info Um 17.30 Uhr kommt der SÜDWEST PRESSE-Nikolaus und verteilt Süßigkeiten in der Längenfeldhalle.

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