Ein Jubiläum und eine bange Frage

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Ein Kassenknüller: „Der König der Löwen“.  Foto: 

Thomas Schumacher nimmt kein Blatt vor den Mund. „20 Jahre, das ist eine furchtbar lange Zeit!“, sagt er auf der Bühne des Minskoff Theatre am New Yorker Broadway, dem Ort, an dem bisher mehr als 8 300 Mal „Der König der Löwen“ über die Bühne gegangen ist. Gerade ist eine besondere Jubiläumsvorstellung zu Ende gegangen, der Applaus für den Disney-Theatermanager ist riesig.

Das hat einen guten Grund, denn auch nach 20 Jahren ist die Show weltweit eine Gelddruckmaschine für den Disney-Konzern. Neben der Broadway-Produktion gibt es unter anderem „The Lion King“ in London und „El Rey Leon“ in Mexiko-Stadt, eine internationale Tour soll 2018 beispielsweise durch Singapur, Südkorea und Thailand führen. In Hamburg läuft „Der König der Löwen“ seit mehr als 15 Jahren auf Deutsch in einem eigens gebauten Theater am Hafen.

Insgesamt ist das Stück die erfolgreichste Bühnenproduktion aller Zeiten: Auf 7,9 Milliarden Dollar (6,8 Milliarden Euro) bezifferte die New York Times jüngst das weltweite Gesamteinspiel des Löwen-Musicals – ungefähr das Dreifache dessen, was der erfolgreichste Film aller Zeiten, „Avatar“, eingespielt hat.

Und Disney hofft nach dem „Lion King“ bereits auf den nächsten Hit. „Frozen“, deutscher Titel „Die Eiskönigin“, steht in den Startlöchern, um 30 Millionen Dollar Produktionskosten wieder einzuspielen. Nach einer aktuell zum Test für den New Yorker Markt laufenden Produktion in Denver beginnen erste Vorpremieren des Stücks am Broadway im Februar. Viele Vorstellungen im ersten halben Jahr sind bereits ausverkauft.

Die Zeichen stehen auf Erfolg, doch das war für Disney nicht immer so. Auch wenn der Konzern mit „Die Schöne und das Biest“  die bis dahin oft etwas operettenhafte Musicalwelt für immer verändert hat und mit „Aladdin“ aktuell noch einen weiteren soliden Umsatzbringer am Start hat – das Unternehmen erlebte auf dem heißesten Theatermarkt der Welt auch Flops. „Tarzan“ kam mit Müh und Not auf ein Jahr Spielzeit und auch für die Adaption von „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ war nach rund anderthalb Jahren Schluss.

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