Hilfen für regenerative Energie gefährden Marktwirtschaft
Ulm/Ehingen.
Die Kreishandwerkerschaft Ulm hat am Dienstag Absolventen der Gesellenprüfungen, die beim Leistungswettbewerb der Handwerksjugend auf Landes- und Bundesebene erste, zweite oder dritte Plätze belegt haben, geehrt. Die Feierstunde fand im Ulmer Maritim-Hotel statt.
Kreishandwerksmeister Max Semler dankte den Berufsschulen sowie den Ausbildungsbetrieben für ihr Engagement. Die aktuellen Herausforderungen der Energiewende waren Thema der Festansprache von Matthias Berz, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWU-Unternehmensgruppe. Er lege großen Wert auf die Schaffung eines - aktuell nicht einmal ansatzweise vorhandenen - Masterplans, um den aufeinander abgestimmten Um- und Ausbau der regenerativen Energieerzeugung und der Stromnetze und Speicherkapazitäten sicherzustellen. Aktuell bestehende Defizite gefährdeten die Energiewende, meinte Berz.
Die Subventionierung für regenerative Energien dürfe nicht so weitgehen, dass der reguläre Strompreis verfalle - zu Lasten dringend nötiger Investitionen in Reservekapazitäten und Stromnetze, kritisierte der Redner. Es bestehe die Gefahr, dass im Energiesektor Marktwirtschaft von staatlicher Planwirtschaft abgelöst werde - dies sei kein wirklich erstrebenswertes Szenario.
Semler und Geschäftsführer Thomas Jung verteilten die Urkunden an die Kammersieger. Geehrt worden sind aus dem Raum Ehingen: Andrea Reich, Hörgeräteakustiker, Hörgeräte Langer, Ehingen; Andreas Müller, Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik, Landtechnik Müller, Altbierlingen; Andreas Schenk, Stuckateur, Putz-, Stuck und Trockenbau Schenk, Altbierlingen; Simon Weishaupt, Fleischer, Metzgerei Weinbuch, Öpfingen; Martin Ruschival, Technischer Zeichner, Automatisierungs-Systeme Rommel, Ehingen; Denis Diesch, Bürokaufmann, Lackierzentrum Ott, Ehingen; Robert Fischer, Zweiradmechaniker Motorradtechnik, House of Flames, Ringingen; Christian Feth, Fahrzeuglackierer, Lackierzentrum Ott, Ehingen.
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Autor: SWP | 09.02.2012
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Die Preisträger im praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend; hinten links Thomas Jung, ganz rechts Kreishandwerksmeister Max Semler. Privatfoto
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