Gas: Stadtwerke bestellen extra Heizleistung
Ulm. Die anhaltende Kälte sorgt auch bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) für ungewöhnliche Maßnahmen. So muss wegen des erhöhten Gasverbrauchs bei den Lieferanten kurzfristig zusätzliche Heizleistung geordert werden.
"Unsere Kunden werden aber nicht im Kalten sitzen", beruhigt SWU-Pressesprecher Bernd Jünke, "die Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen." Trotzdem sind die Puffersysteme der SWU vor Ort zwischenzeitlich ausgereizt, wie Jünke die letzten Tage Revue passieren lässt.
So seien die Reserven der beiden unterirdischen Gasspeicher der SWU im Steinhäule erschöpft. Jünke: "Das haben wir noch nie gehabt." Die vor zehn Jahren gebauten Speicher halten den Jahresbedarf von 1200 Durchschnittshaushalten vor und kommen in Kälteperioden zum Einsatz. Wird wie jetzt viel Gas aus dem SWU-Netz gezogen, sinkt der Druck, was naturgemäß vor allem tagsüber eintrifft. "Nachts ist das kein Problem." Nachschub aus den Gasspeichern baut den Druck wieder auf und garantiert damit die Versorgungssicherheit.
Da nun aber die Gasspeicher leergelaufen sind, zündete bei den SWU Sicherheitsstufe zwei: Einige Großkunden wurden um das Einsparen von Gas gebeten. Das betrifft freilich nur jene, die auch Versorgungsalternativen haben. Jünke: "Sie stellen auf andere Energieträger um." Dieses Verfahren ist in so genannten "abschaltbaren Verträgen" festgeschrieben, die eben greifen, wenn der Druck im SWU-Netz zu stark absinkt.
Nachdem auch diese Möglichkeit ausgeschöpft ist, haben die SWU nun schließlich Heizleistung bei ihren Gaslieferanten hinzubestellt, die dann praktisch "just in time" ins SWU-Netz einspeisen. Lieferengpässe bestünden dabei nicht, versichert Jünke. Sei die Versorgung sonst auf eine Leistung von 600 Megawatt ausgelegt, werden nun wegen erhöhten Verbrauchs 100 Megawatt zusätzlich gestellt.
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Autor: JR | 09.02.2012
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Kommentare (4)
700 Megawatt...
...sind dann also aktuell die Spitzenlast im Gasnetz der SWU.Das finde ich interessant, denn wie auch in dieser Zeitung wiederholt berichtet wurde, planen die SWU in Bubesheim den Bau eines Gaskraftwerks.
Dieses soll im Rahmen der sogenannten "Energiewende" dazu dienen, Ausfälle von sogenanntem "Ökostrom" zu kompensieren. Dazu soll es in der Lage sein, in etwa die Nettoleistung eines Blocks des KKW Gundremmingen zu liefern.
Was mich aber nun nachdenklich stimmt, ist folgendes: Wenn schon jetzt bei einem Spitzenverbrauch von 700 MW im Gebiet der SWU die Großverbraucher zum Gassparen aufgefordert werden müssen, wie sollte dann in solchen Zeiten wie wir sie aktuell haben, ein Gaskraftwerk seine 1200 MW einspeisen, ohne dass es im Gasnetz weitere Engpässe gibt?
Neben den unzähligen und teilweise unsachlichen Anti-Kernkraft-Artikeln in der deutschen Medienlandschaft sollten auch einmal solche Unstimmigkeiten in der "schönen Ökowelt" kritisch unter unter die Lupe genommen werden.
Mensch Steffen !
Immer noch nicht aus jenem Mos mit den schwarzen Kohlensäcken mit dem CDU drauf herausgekrabbelt !??, oder isch er jetzertle gar festgefroren !!???Wehr halt auf jene bezahlten Propagandavuvuzelas jenes tums hört !!, braucht sich nicht zu wundern wenn er ahnungslos im Wald steht und vor lauter Bäumen immer noch keinen Wald erblicken kann !!!
„Was mich aber nun nachdenklich stimmt, ist folgendes: Wenn schon jetzt bei einem Spitzenverbrauch von 700 MW im Gebiet der SWU die Großverbraucher zum Gassparen aufgefordert werden müssen, wie sollte dann in solchen Zeiten wie wir sie aktuell haben, ein Gaskraftwerk seine 1200 MW einspeisen, ohne dass es im Gasnetz weitere Engpässe gibt?“
Ha jetzertle !! isch sell so schwer zu begreifen !!!???
Haben die Lügenspezies jene späthen Avantgardisten der Bürger der Ulmer Ehre mal wieder ganze Arbeit geleistet beim Winterzauber in Ulm !??? Hasch immer noch jene lange Leitung !???
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Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Immanuel K
Bekanntlich sind Stadtwerke !,
wenn sie denn z.B. keine Biogasanlagen/Solaranlagen usw. haben !!, keine Energieerzeuger !!! sondern reine „Energiehändler“ – also sozusagen Endverkäufer !!!! Das heißt sie bestellen von den Energieversorgern die Energie die sie absetzen/(verkaufen können)/die sie erwarten absetzen zu können ! Die kaufen also logischerweise nicht mehr Energie ! als wie sie auch erwarten verkaufen zu können !! und zwar zu einem teureren Preis als wie sie die Energie selber eingekauft haben !!! Daraus ergibt sich dann der Profit !, den die Stadt der Werke dann einstreicht. Zwecks Steuerspartricks hängen die meisten Städte dann noch das defizitäre Nahverkehrsunternehmen dran, wodurch dann offiziell kein Gewinn erwirtschaftet wird ! und somit auch keine Steuern bezahlt werden.-----
Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Immanuel Kant