Dankbar für das Papst-Wort zum Missbrauch

Ulm/Neu-Ulm.  Ergriffen und dankbar reagieren Matthias Hambücher und Markus Mattes auf den Hirtenbrief zum Missbrauch: Das Papst-Wort sei sehr wertvoll.

Auch wenn sich Benedikt XVI. in seinem Hirtenbrief zu den Fällen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche an die irische Kirche wendet, seine Worte haben allgemeine Gültigkeit. So werten der Ulmer Dekan Matthias Hambücher und sein Neu-Ulmer Kollege Markus Mattes den Hirtenbrief. Beide sind dankbar für die "klaren, eindeutigen, ergreifenden, eindringlichen Worte". Der Papst habe "die Schande und Reue, die wir alle fühlen" ausgedrückt. Hambücher hält es für richtig, dass Benedikt primär die irische Kirche angesprochen hat: "Die irischen Katholiken haben lange darauf gewartet."

Beide Dekane empfinden die Mahnung zur Offenheit als besonders wertvoll. Missbrauch gebe es auch in anderen Institutionen, in der katholischen Kirche seien aber schwere Fehler im Umgang mit diesen Taten geschehen. Dieses Versagen sei nun klar benannt. Missbrauch offen anzusprechen und sich damit auseinanderzusetzen, "ist das höchste Gebot der Stunde", meint Mattes. Der Papst habe den Weg aufgezeigt, den die katholische Kirche gehen müsse: Die Taten benennen, rückhaltlos aufklären, Verantwortung tragen und "den Weg der Versöhnung suchen". Benedikt habe die Menschen, die Opfer in den Mittelpunkt gestellt und offen kritisiert, "aus falscher Sorge um den Ruf der Kirche" zu schweigen, sagt Hambücher. Jetzt gehe es nicht nur um Aufarbeitung, sondern auch um Prävention. Und darum, auch in den Gemeinden kritische Stimmen und offene Diskussion zuzulassen. "Wir müssen eine Kultur der positiven Kritik entwickeln."

An einer Stelle empfindet der Ulmer Dekan das Papstwort als unkonkret, wenn es nämlich um eine mögliche Veränderung in der Struktur der Kirche geht. Der Zölibat sei eine positive Lebensform. Er wünscht sich aber, dass sich die Kirche stärker dafür interessiert, wie ein Priester im Alltag damit zurechtkommt.

Angesichts der Missbrauchsfälle fühle er sich persönlich betroffen, beschämt und auch hilflos, sagt Mattes. Darüber tausche er sich intensiv mit Mitbrüdern aus. Es sei ihm erneut bewusst geworden, welch generell große Verantwortung jeder Seelsorger trage.


Kommentare (1)

22.03.2010 13:23 Uhr |   freierchrist

Falsche Propheten

Bibelworte:
2 Kor.11,13-15:
Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi.
Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.
Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit.

Jesus Worte aus Lukas 19,46:
»Mein Haus soll ein Bethaus sein«;
ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht.

Jesus sagt in Matthäus 7,15-23:
Seht euch vor vor den falschen Propheten,
die in Schafskleidern zu euch kommen,
inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.....

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Autor: CHIRIN KOLB | 22.03.2010

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