Ulm: Verkehr staut sich am Bleicher Hag
Ulm. Autofahrer sind empört, Anwohner genervt und die Stadt ahnungslos. Seit Ende des Sommers 2011 parken die Anwohner am Bleicher Hag am Eselsberg komplett auf der Straße. Das sorgt für allerhand Unmut.
Hupende Autofahrer, die über den Bordstein fahren, genervte Anwohner und viel Platz auf dem Rad- und Gehweg. Das ist die Situation am Bleicher Hag. Auf der Straße am Eselsberg – zwischen der Beringer Brücke und der Bushaltestelle „Bleicher Hag“ – sorgt seit geraumer Zeit eine veränderte Parksituation für Aufruhr. Denn parkende Autos stehen komplett auf der Straße.
Die Fahrbahn an dieser Stelle ist 6,50 Meter, der Geh- und Radweg 3,50 Meter breit. Genügend Platz also für alle Verkehrsteilnehmer, um problemlos aneinander vorbei zu kommen. Zumindest solange die Autos halb auf der Fahrbahn und halb auf dem Gehweg stehen. Aber auch nur dann.
Die Anwohner parken dort zum Teil schon seit 30 Jahren so. "Als wir hier eingezogen sind, hatte uns ein Polizist erklärt, wir sollten unsere Autos so parken. Damit Radfahrer und Fußgänger problemlos durchkommen", erinnert sich Anwohnerin Elli Schäfer. Seitdem sei das gängige Praxis gewesen. Und nicht nur sie versteht nicht, warum das jetzt plötzlich nicht mehr gilt - und Busse mitunter mehrere Minuten warten müssen, ehe sie ohne Gegenverkehr an den parkenden Autos vorbeifahren können.
"Im Sommer 2011 wurden vermehrt Strafzettel verteilt. Deshalb parken wir jetzt eben ganz auf der Straße“, bedauern Günter Schäfer und seine Frau. Auch Holger und Mandy Siegel-Sommerfeld sind verwundert und verärgert zugleich. "Seit uns die Außenspiegel am Auto demoliert wurden, parken wir gar nicht mehr am Bleicher Hag“, beklagen sie. Und das, obwohl ihnen die Nachbarn beim Einzug zugesichert hatten, dass das Parken auf dem Gehweg im Sinne aller Beteiligten und stillem Einvernehmen mit der Stadt geduldet werde. Auch Dieter Bopp, Leiter der Verkehrsplanung der Stadt Ulm bestätigt: "Oft wird das Parken auf Geh- oder Radwegen geduldet, solange mindestens 1,5 Meter übrig bleiben.“ So wie eben am Bleicher Hag.
Am 30. September 2008 bekam Familie Schäfer allerdings den ersten Bußgeldbescheid wegen falschen Parkens. "Da habe ich Widerspruch eingelegt“, erklärt Günter Schäfer. "Die Antwort der Stadt war einfach. Sie meinten, wenn wir nichts mehr hören würden, hätte sich die Angelegenheit erledigt. Das war dann auch so.“ Doch auch die Siegel-Sommerfelds blieben von Knöllchen nicht verschont.
Grund für das Vorgehen der Gemeindevollzugsbeamten der Stadt soll eine Beschwerde gewesen sein. Christof Hofmann, Kreisvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs Ulm Alb-Donau, bestätigt: "Ein Mitglied von uns, das täglich den Arbeitsweg mit dem Rad über den Bleicher Hag fährt, hat einen Antrag bei der Stadt eingereicht. Danach soll die Benutzungspflicht für den Rad- und Gehweg dort aufgehoben werden.“ Somit bliebe es Fahrradfahrern überlassen, zwischen Radweg und Fahrbahn zu wählen. Dass deswegen vermehrt kontrolliert würde, könne Hofmann sich aber nicht vorstellen. Auch bei Verkehrsplaner Bopp sei keine Beschwerde eingegangen, die eine übermäßige Kontrolle der Falschparker am Bleicher Hag zur Folge gehabt hätte.
So bleiben viele Fragen offen. Eine einfache Markierung, die etwa einen halben Meter über den Randstein ragt, würde völlig ausreichen, um allen Beteiligten genügend Platz zu lassen, sind sich die Anwohner sicher. Aber so wie es jetzt ist, helfe es niemandem. "Jetzt nehmen manche Autofahrer sogar die Abkürzung über den Rad- und Gehweg", empören sich die Schäfers. Da habe man deutlich an Spuren im Schnee gesehen. Und dass so etwas viel gefährlicher sei als das Parken, sei ja wohl unumstritten.
Die Fahrbahn an dieser Stelle ist 6,50 Meter, der Geh- und Radweg 3,50 Meter breit. Genügend Platz also für alle Verkehrsteilnehmer, um problemlos aneinander vorbei zu kommen. Zumindest solange die Autos halb auf der Fahrbahn und halb auf dem Gehweg stehen. Aber auch nur dann.
Die Anwohner parken dort zum Teil schon seit 30 Jahren so. "Als wir hier eingezogen sind, hatte uns ein Polizist erklärt, wir sollten unsere Autos so parken. Damit Radfahrer und Fußgänger problemlos durchkommen", erinnert sich Anwohnerin Elli Schäfer. Seitdem sei das gängige Praxis gewesen. Und nicht nur sie versteht nicht, warum das jetzt plötzlich nicht mehr gilt - und Busse mitunter mehrere Minuten warten müssen, ehe sie ohne Gegenverkehr an den parkenden Autos vorbeifahren können.
"Im Sommer 2011 wurden vermehrt Strafzettel verteilt. Deshalb parken wir jetzt eben ganz auf der Straße“, bedauern Günter Schäfer und seine Frau. Auch Holger und Mandy Siegel-Sommerfeld sind verwundert und verärgert zugleich. "Seit uns die Außenspiegel am Auto demoliert wurden, parken wir gar nicht mehr am Bleicher Hag“, beklagen sie. Und das, obwohl ihnen die Nachbarn beim Einzug zugesichert hatten, dass das Parken auf dem Gehweg im Sinne aller Beteiligten und stillem Einvernehmen mit der Stadt geduldet werde. Auch Dieter Bopp, Leiter der Verkehrsplanung der Stadt Ulm bestätigt: "Oft wird das Parken auf Geh- oder Radwegen geduldet, solange mindestens 1,5 Meter übrig bleiben.“ So wie eben am Bleicher Hag.
Am 30. September 2008 bekam Familie Schäfer allerdings den ersten Bußgeldbescheid wegen falschen Parkens. "Da habe ich Widerspruch eingelegt“, erklärt Günter Schäfer. "Die Antwort der Stadt war einfach. Sie meinten, wenn wir nichts mehr hören würden, hätte sich die Angelegenheit erledigt. Das war dann auch so.“ Doch auch die Siegel-Sommerfelds blieben von Knöllchen nicht verschont.
Grund für das Vorgehen der Gemeindevollzugsbeamten der Stadt soll eine Beschwerde gewesen sein. Christof Hofmann, Kreisvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs Ulm Alb-Donau, bestätigt: "Ein Mitglied von uns, das täglich den Arbeitsweg mit dem Rad über den Bleicher Hag fährt, hat einen Antrag bei der Stadt eingereicht. Danach soll die Benutzungspflicht für den Rad- und Gehweg dort aufgehoben werden.“ Somit bliebe es Fahrradfahrern überlassen, zwischen Radweg und Fahrbahn zu wählen. Dass deswegen vermehrt kontrolliert würde, könne Hofmann sich aber nicht vorstellen. Auch bei Verkehrsplaner Bopp sei keine Beschwerde eingegangen, die eine übermäßige Kontrolle der Falschparker am Bleicher Hag zur Folge gehabt hätte.
So bleiben viele Fragen offen. Eine einfache Markierung, die etwa einen halben Meter über den Randstein ragt, würde völlig ausreichen, um allen Beteiligten genügend Platz zu lassen, sind sich die Anwohner sicher. Aber so wie es jetzt ist, helfe es niemandem. "Jetzt nehmen manche Autofahrer sogar die Abkürzung über den Rad- und Gehweg", empören sich die Schäfers. Da habe man deutlich an Spuren im Schnee gesehen. Und dass so etwas viel gefährlicher sei als das Parken, sei ja wohl unumstritten.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: CHRISTIAN WILLE | 20.02.2012
| Artikel twittern |
|
|
MEISTGELESENE ARTIKEL
Zwischen Bachtal-Schönheit und Miss Deutschland
Sie ist Miss Bayern. Jetzt tritt sie auch bei der Wahl zur schönsten Frau Deutschlands an. Die Rede ist von Sarah-Lorraine Riek aus Syrgenstein. Ob sie nun die Krone ins Bachtal holt oder nicht – die 19-Jährige ist gewappnet.... mehr
Schwerer Vorfahrtunfall auf neuer Kreuzung bei Brenz
Weil eine Autofahrerin die Vorfahrt nicht beachtete, kam es am Dienstag zu einem verheerenden Unfall auf der neuen Bundesstraße 492: Die Unfallverursacherin wurde lebensgefährlich verletzt.... mehr
Motorradfahrer bei Streifzusammenstoß schwer verletzt
Illerberg Zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Motorradfahrer ist es am Sonntagmittag gegen 13 Uhr zwischen Illerberg und Witzighausen gekommen. Dieser war zwar lediglich an einem entgegenkommenden Auto vorbeigestreift, erlitt dabei jedoch schwere Verletzungen.... mehr
Familie muss ausziehen - Fünf Kinder in Wohnungsnot
Neu-Ulm Eine Alleinerziehende steht am 8. Juli mit ihren fünf Kindern auf der Straße, wenn sie keine Wohnung findet. Bisher ohne Erfolg, trotz professioneller Unterstützung der Wohnberatung der Neu-Ulmer Diakonie.... mehr
Amok-Alarm an Schule in Memmingen - Fahndung nach Täter läuft
Memmingen Amok-Alarm hat am Dienstagnachmittag ein 15-jähriger Schüler der achten Klasse in Memmingen (Bayern) ausgelöst. Der Junge hatte die Lindenschule, eine Grund- und Hauptschule, mit zwei scharfen Waffen betreten und mehrere Personen bedroht. Auch ein Schuss fiel.... mehr

ZURÜCK



Kommentare (3)
auch im Wilhelm-Geyer-Weg
Im Wilhelm-Geyer-Weg wird immer am Strassenrand in der verkehrten Richtung geparkt , gegen die Fahrrichtung und keiner will er wissen , bei solchen leeren öffentlichen Kasse ein gutes Geld , an den Wochenende ca. 20 Auto`s und dann kommt das Halteverbot noch an der Wendeplatte , da machen sich doch die Beamten richtig bezahlt!Nicht nur hier...
In der angrenzenden Sonnenhalde wird auch mehr als wild geparkt. Ein Teil der Sonnenhalde ist Sackgasse. Es ist das Parken auf einer Seite erlaubt. Es wird jedoch stets beidseitig geparkt und zwar so, dass kein Rettungsfahrzeug mehr durchkommen kann. Selbst mit einem größeren Fahrzeug wie etwa einem VW-Bus ist es oft schwierig durch die Straße zu fahren. Auch hier wird trotz mehrfachem Anrufen bei den Ordnungshütern nichts unternommen!! Vielleicht sollte die Südwest-Presse hier in größerem Stil mal informieren!Stau auch in der Jörg-Syrlin-Straße
Selbiges Problem besteht auch in der Jörg-Syrlin-Straße in Söflingen. Vom Kurt-Schumacher-Ring kommend, parken die Autos kurz nach der ersten Verkehrsinsel direkt auf der Straße (teilw. neben den Parkbuchten bzw. Grünstreifen) und dann anschließend nach der nächsten Verkehrsinsel bzw. Haltestelle, wieder - und das sogar im HALTEVERBOT (!) - auf der Straße.... Hat die Stadt Ulm etwa zu wenig Ordnungshüter? Muss erst ein Unfall passieren, damit reagiert wird? Es wäre schön, wenn auch hier Ordnung geschaffen werden würde! DANKE